Aktuelles

Aktuelle Termine, Events und Informationen über unseren Verein.

Schach-Erfolge im Rampenlicht

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von Christian Göppinger am Sonntag 7.4.2019 19:29
Württembergische Vereins-Mannschaftsmeisterschaft 2019

Vizemeister in Aktion
Vizemeister in Aktion
Am 30. März stand für unsere Schachjugend die WVMM 2019 in der Altersgruppe U12 an. Insgesamt 9 Vereine kämpften in 7 Runden Schweizer System um die Spitzenplätze und die Qualifikation für das Baden-Württembergische Finale. Obwohl unser Team auf dem Papier zu den Favoriten zählte, gestaltete sich der Turnierverlauf etwas holprig und es dauerte etwas, bis das Team einen guten Spielfluss fand. Dank starkem Schlussspurt kämpfte sich unsere Mannschaft jedoch erfolgreich zurück und erreichte schlussendlich Platz 2 mit 11 Mannschaftspunkten, dank der Einzelleistungen von Oliver (6,5/7), Ivan (6/7), Romeo (4/7) und Christian (3/7), was die Qualifikation erfolgreich sicherte.

Ostfildern ehrt

In nicht allzu ferner Vergangenheit erlebte unser Verein vor allem, jedoch nicht ausschließlich, von Seiten unserer motivierten Vereinsjugend einige herausragende Leistungen, die auch auf Ebene der Stadt Ostfildern nicht unbemerkt blieben. Ehrungen wurden in diesem Zuge am Freitag, dem 5. April, hierbei für nachfolgende Leistungen vorgenommen.
Geehrt für ihre herausragenden Leistungen<br /> Oliver, Leon, Armin, Romeo, Daniel und Ivan
Geehrt für ihre herausragenden Leistungen
Oliver, Leon, Armin, Romeo, Daniel und Ivan

13. Platz bei der Deutschen Schulschachmeisterschaft, errungen vom Team des Otto-Hahn-Gymnasiums bestehend aus Oliver Schwartz, Leon Zimanovic, Romeo Walter und Noam Rechnagel unter der Betreuung von Moritz Kracke

8. Platz bei der Deutschen Meisterschaft in der Altersklasse U12, erspielt von Oliver Schwartz, Ivan Chugunov, Romeo Walter und Leon Zimanovic unter der Betreuung von Armin Jaeschke

1. Platz bei der Baden-Württembergischen Blitzschachmeisterschaft von Oliver Schwartz

1. Platz beim Württembergischen Dähne-Pokal von Daniel Häußler

Bezirksjugend-Einzelmeisterschaft 2019 in Göppingen

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von Reinhard Krämer am Sonntag 27.1.2019 23:03
Mindestens 7 Ostfilderner für die Württembergischen Jugendmeisterschaften 2019 qualifiziert!
 Valeria, Can, Florian, Romeo und Olaf
Valeria, Can, Florian, Romeo und Olaf
 Unsere U16 Aufsteiger
Unsere U16 Aufsteiger

Folgende Jugendliche sind für die WJEM 2019 in den Osterferien in Würzburg qualifiziert:

Oliver Schwartz (U12/D-Kader)
Ivan Chugunov (U10/D-Kader)
Can Kilinc (U16)
Olaf Grube (U16)
Florian Dörr (U16)
Valeria Chugunova (W14)
Romeo Walter (U12)

Wir gratulieren und wünschen für die Meisterschaften viel Glück!

Hier die Ergebnisse der BJEM: Endstände

Schachfieber in Schwäbisch Gmünd

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von Christian Göppinger am Freitag 4.1.2019 19:31
Das unermüdliche Team
Das unermüdliche Team
Erst vor kurzem von der DVM zurückgekehrt ging es für einen Teil unserer motivierten Schachjugend am 4. Januar direkt weiter in Schwäbisch Gmünd beim 24. Kinderturnier des Staufer-Opens. In insgesamt 4 Altersklassen (U8, U10, U12, U14) mit 66 Jugendspielern wartete eine Menge Spass am Schnellschach auf die Teilnehmer, außerdem Pokale für die drei Sieger jeder Altersgruppe sowie
Sachpreise und Urkunden für alle Teilnehmer.

In der U14 erspielte O. Schwartz mit 6,5 Punkten ohne eine einzige Verlustpartie den Gruppensieg, während V. Chugunova hier drei volle Punkte verbuchte.

Für I. Chugunov in der U10 endete das Turnier mit einem perfekten Ergebnis. Alle 7 Partien konnte er für sich entscheiden, was ihm mit deutlichem Vorsprung den Gruppensieg sicherte. Ebenfalls in der U10 spielte T. Schönyan mit 5 Punkten auf, was ihm Platz 3 sicherte.

R. Walter punktete ebenfalls stark in der U12 und konnte sich mit 5,5 Punkten über Platz 3 freuen.

DVM Runde 7

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von Christian Göppinger am Samstag 29.12.2018 21:10
Fit für den Schlussspurt
Fit für den Schlussspurt
In der Endrunde spielten unsere vier „men in black“ gegen die DJK Aufwärts St. Josef Aachen, welche auf Tabellenplatz 11 standen. Eine gut aufgestellte Mannschaft, die auf dem Papier gegenüber unserem Viererteam an den meisten Brettern ein paar hundert Punkte Vorsprung aufwies. In der Vorrunde spielten sie am ersten Tisch gegen den Hamburger SK, mussten hier jedoch eine vernichtende 0:4 Niederlage hinnehmen und waren entsprechend hungrig auf Mannschaftspunkte und einen starken Schlussspurt.
In dieser Hinsicht stand unser Team ihnen aber in nichts nach! Die Partien starteten bereits um 8.30 Uhr, dieses Mal an Tisch 5 – es war also wie in Runde 6 auch eine Übertragung in Echtzeit verfügbar.

An Brett 1 entwickelte sich eine wichtige Partie – nicht nur für das Team, sondern auch besonders für Oliver, da die Sweschnikow-Variante der Sizilianischen Verteidigung aufs Brett kam. Bei seiner letzten DJEM war dies seine Hauptverteidigung mit den schwarzen Steinen gegen 1.e4, allerdings erhielt er häufig gegen das moderne weiße Spielsystem mit 11.c4 unangenehme Stellungen und musste hier viele harte Niederlagen wegstecken. Sein Gegner (1662) hatte sich natürlich genau deswegen damit befasst, doch Oliver hat seine Hausaufgaben gemacht und war seinerseits bestens vorbereitet. Oliver spielte eine bekannte Theorievariante, in der er früh mit Zug 12 einen Bauern anbot, den sein Gegner nahm, was untypisch ist und darauf schließen lässt, dass Olivers Kontrahent mit dem häufiger gespielten 12. …a5 rechnete. Dieser erbeutete Bauer ist nämlich nicht haltbar und Oliver folge dem bekannten Rezept zur Zurückeroberung, während sein Gegner längst die eigene Vorbereitung verlassen hatte und mit 15. Sd3 eine schlechtere Stellung akzeptiere. Oliver gewann seinen Bauer mit leicht vorteilhafter Stellung zurück, während sich sein gegenüber merklich unwohl fühlte und mit 20. Da4?? Einen handfesten Patzer spielte. Die folgenden Computer-Züge wurden bärenstark von unserem Jugendspieler gefunden, sodass er bald eine absolute Gewinnstellung in Zug 24 auf dem Brett hatte, in der allerdings extrem viele Ressourcen bedacht werden müssen, was es sehr schwierig macht den besten Zug zu finden. Der stärkste Zug, das Läuferopfer 24…Lxg3, ist sehr schwer korrekt zu beurteilen, gewinnt aber forciert, da die weiße Königsstellung dem Angriff nicht standhalten kann, nachdem der Turm auf b8 auf b2 einschlägt und den Angriff über die zweite Reihe unterstützt. Etwas natürlichere Züge, wie 24. Ld3 sollten auch problemlos gewinnen. Olivers 24…Tbe8 war etwas zu vorsichtig, obwohl er sehr viel Zeit in den Zug investierte, hielt aber dennoch Vorteil. Im weiteren Verlauf konnte sich sein Gegner objektiv etwas zurückkämpfen, stand aber nach wie vor unter Beschuss am Königsflügel, was nach seinem ungenauen 29. Df3 spielentscheidend wurde. Oliver fand erneut die stärksten Züge, sodass sein Gegner unter dem Druck nachgab und mit 31. Tfe1 den letzten entscheidenden Fehler beging, den Oliver sofort konsequent und entschlossen bestrafte, was einen wichtigen, weiteren vollen Punkt für Ostfildern bedeutete! Damit führte unser Team 2:0, nachdem Leon bereits an Brett 4 als Sieger aus der Begegnung hervorging.

Brett 2 brachte für Ivan die weißen Steine in einer Französischen Verteidigung, die seine Gegnerin (1527) in die Fort-Knox-Variante leitete, welche entsprechend dem Namen als sehr fest und sicher gilt, aber nur wenige Gewinnchancen für Schwarz bereithält. Beide Seiten verließen früh ausgetretene Pfade, entwickelten ihre Figuren und machten sich für das Mittelspiel bereit. Ivan wollte es auch dieses Mal wissen und entschloss sich für heterogene Rochaden und den Sturm des eigenen h-Bauern, was dem Schwung mit der ganz großen Keule nahekommt, aber auch sehr riskant ist. Im 18. Zug rutsche Ivans Gegnerin bereits etwas aus. Das weiße 19. The1 hätte Dank der Fesselung auf der e-Linie einen Bauern gewonnen, Ivans Fortsetzung hielt die Stellung allerdings in den folgenden Zügen auch im Gleichgewicht und wenig später kamen bereits die Türme und Damen vom Brett, sodass sich beide Seiten in einem Endspiel mit zwei Leichtfiguren, König und 6 Bauern wiederfanden, in dem Weiß jedoch das Läuferpaar gegen die schwarze Kombination von Springer und Läufer besaß, was ein kleines, theoretischen Plus bedeuten sollte. Ivan nutzte seine Möglichkeiten gut aus und setzte seine Gegnerin unter Druck. Letztendlich kamen jedoch die schwarzfeldrigen Läufer vom Brett und der trickreiche schwarze Springer machte Ivans Läufer das Leben schwer, welcher tief im gegnerischen Lager unterzugehen drohte und schließlich durch eine Springergabel verloren ging, wonach die Partie leider trotz des schönen Spiels für uns verloren ging.
Der Sieg ist in greifbarer Nähe
Der Sieg ist in greifbarer Nähe

Am dritten Brett hatte Romeo die schwierigste Paarung der Runde, da sein Gegner (1528) ihm gegenüber 260 DWZ-Punkte Vorsprung aufwies. Davon ließ sich Romeo jedoch nicht beeindrucken und startete mit den schwarzen Figuren in die Abtauschvariante der Französischen Verteidigung. Hier sah es lange ausgeglichen aus, während beide Parteien mit natürlichen Entwicklungszügen ihre Streitkräfte mobilisierten und zunehmend Material vom Brett verschwand, bis sich beide Spieler in einem Endspiel mit Königen, jeweils 7 Bauern und einem Springer wiederfanden, das objektiv vermutlich im Remis enden sollte. Allerdings musste Romeos Gegner angesichts des aktuellen Punktestandes weiterspielen, da die Aachener zwei Siege benötigten um die Begegnung in ein Mannschaftsremis zu retten. Am Schluss versuchte Romeos Gegner zu krampfhaft Wasser aus Stein zu pressen und griff mit 42. Sd3 fehl, was Romeo Vorteil dank des starken Freibauers auf der a-Linie einbrachte. Trotz der besseren Stellung und des bislang sehr starken eigenen Spiels, entschied sich Romeo nun dazu, für das Team und für die Nerven aller Beteiligten nach diesem langen und anstrengenden Turnier, die Partie mit einem Remis zu beenden, was uns den Rundensieg und damit verbunden wichtige, weitere Mannschaftspunkte sicherte!

An Brett 4 ging es für Leon interessant los. Zur Abwechslung kam kein 1.e4 e5 oder Sizilianisch aufs Brett, da sein Gegner (1295) mit 1… d5 die Skandinavische Verteidigung entkorkte. Die Partie erreichte bald originelles Fahrwasser und bot in Zug 7 die erste Chance für Leon auf durch ein typisches Taktikmotiv mittels 7. Lxf7+! Kxf7 8. Sg5+ einen wichtigen Bauer auf f7 zu schnappen und den gegnerischen König von der Rochade abzuhalten, was vermutlich bereits Partieentscheidend gewesen wäre. Leons kurze Rochade war dennoch in Ordnung und sollte ihm angenehmes Spiel sichern. Mit Zug 9 drehte sich jedoch die Lage, da sich in der Brettstellung die Taktik gegen ihn wendete. Über die nächsten Züge hinweg ergatterte Leons Rivale einen vollen Läufer ohne Kompensation und es sah bereits so aus, als wäre die Partie gelaufen, doch Leon kämpfte verbissen weiter und setzte seine Chips auf einen brutalen Königsangriff, indem er alle Figuren vor dem gegnerischen König versammelte. Objektiv war die schwarze Stellung zu verteidigen, wenngleich gefährlich und es dauerte nicht lange, bis Leons Gegner mit 21…g6 ausrutschte und im Folgezug mit 22…e5 die Partie wegwarf, wonach Leon stark den langen, erzwungenen Weg zum Matt berechnete und diesen gnadenlos herunterspielte, was Ostfildern den ersten Punkt des Tages sicherte!

Leon, Valeria, Oliver, Ivan und Romeo bei der Siegerehrung
Leon, Valeria, Oliver, Ivan und Romeo bei der Siegerehrung
Ein gelungener Schlussspurt mit 2,5:1,5 dank starken Spiels an allen Brettern katapultierte unser Team zum Ende des Turniers mit 8 Mannschaftspunkten und 14 Brettpunkten auf Tabellenplatz 8!
Angesichts unseres Setzlistenplatzes 13 ein großartiger Erfolg und ein gelungenes Finale bei unserer ersten Teilnahme bei den DVM.

Das komplette Team aus Ostfildern vor Ort in Magdeburg
Das komplette Team aus Ostfildern vor Ort in Magdeburg
Wir möchten uns an dieser Stelle herzlich bei allen Beteiligten bedanken, die in den vergangenen Tagen für uns die Daumen drückten und mitfieberten.

Großer Dank von unserer Seite gilt zudem der Bürgerstiftung Ostfildern, deren Unterstützung uns als ehrenamtlich organisierten Verein die Teilnahme im fernen Magdeburg und somit diese einzigartige erste Erfahrung als Team auf deutscher Ebene ermöglichte.

Ein großes Dankeschön gebührt zudem Jugendleiter Armin Jaeschke für sein unermüdliches Engagement und seine investierte Zeit in und auch außerhalb der DVM in Magdeburg, ohne welches unsere Jugendförderung in diesem Ausmaß nicht möglich wäre.

In diesem Zuge auch ein Dankeschön an die beteiligten Eltern, welche die vergangenen Tage an der Seite des Teams verbrachten und gleichzeitig als die größten Fans unseren vier Spielern den Rücken stärkten.

Als Pressewart gilt mein Dank an dieser Stelle zudem Jürgen Gatter für seine Einblicke und Einschätzungen, all den fleißigen Hobbyfotografen und Berichterstattern, die mich über das Turnier hinweg unentwegt und verlässlich mit den neuesten Informationen von vor Ort versorgten und all den interessierten Lesern für ihre positive Rückmeldungen im Verlauf der diesjährigen DVM.

Ich hoffe ich konnte alle am Geschehen vor Ort lebendig und aktuell Teil haben lassen und der Leistung unseren vier Jugendspieler gebührend Respekt zollen.

Unserem Team wünsche ich eine gute Rückreise und erholsame Zeit nach diesem Schachmarathon. Ich denke ich spreche im Namen aller, denn ihr habt im Laufe der Woche bärenstark gekämpft und selbst in den düsteren Stunden nie die Motivation und Leidenschaft für das Schachspiel verloren.
Wir sind stolz auf eure Leistungen, euren Teamgeist und euren Fortschritt, sowohl am Brett als auch abseits davon und freuen uns darauf euch wieder im heimischen Ostfildern begrüßen zu dürfen.

Wir sind gespannt, was die Zukunft für unser junges Team bereithält.

Christian Göppinger
Pressewart SC Ostfildern 1952 e.V.
30.12.2018

DVM Runde 6

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von Christian Göppinger am Samstag 29.12.2018 14:43
Der morgendliche Sieg aus Runde 5 gab unserem Team Rückenwind und die Chance vom neu eroberten Tabellenplatz 9 mit 6 Punkten vielleicht nochmal einen weiteren Sprung nach vorn zu wagen.

Für die nächste Runde 6 wartete jedoch erneut ein starkes Team mit den SF Brackel auf, die nach DWZ meist die Nase vorn hatten.

Ab 15 Uhr ist unsere nächste Runde an Tisch 4 am Livebrett in Echtzeit verfolgbar! Alternativ

Qualmende Köpfe während Runde 6
Qualmende Köpfe während Runde 6

An Brett 1 startete Olivers Partie mit der Sizilianischen Verteidigung. Sein Gegner (1707) blieb der eigenen Linie treu und brachte auch hier das Morra-Gambit aufs Brett. Das weiße 7. g3 wirkt etwas merkwürdig, vermutlich witterte Olivers Kontrahent Gefahr oder wollte die schwarze Dame mit späterem Lf4 befragen. Allgemein ging Weiß die Sache recht zahm an, was Oliver weitere Entwicklung erlaubte und langsam aber sicher zu einer Stellung führte, in der Weiß dringend aktives Spiel aufziehen muss, um nicht einfach mit einem Bauer weniger da zu stehen. Der folgende Springerausflug an den Brettrand zeigte sich jedoch als Zeitverschwendung, wonach Weiß wieder auf Kompensation bauen konnte. Nachdem es schwierig schien voran zu kommen verlor Oliver etwas die Geduld mit 16. Sce5, wodurch Weiß taktische Möglichkeiten und damit verbunden leichten Vorteil erhielt. Hier war noch alles offen, jedoch fühlte sich der leicht verklumpte Damenflügel zusammen mit der weißen Aktivität sicher unangenehm an. Wenig später begann die Partie zu kippen. Glücklicherweise übersah Olivers Gegner 20. e5! was vermutlich direkt gewonnen hätte. In den nachfolgenden Zügen gewann Weiß seinen Bauern zurück und hatte Vorteil erreicht. 23. Sd5 hätte erneut große Probleme verursacht, doch glücklicher Weise übersah Weiß die Chance und Oliver kämpfte sich zurück in eine etwas schlechtere Stellung. Nur unwesentlich später wurde der Druck jedoch zu viel und Oliver gab seinem Gegner erneut eine Einladung zu 26. Sd5, das wiederum übersehen wurde. Die Spieler waren sichtlich ausgelaugt von den vorherigen Runden, was 26….Td8 demonstrierte. Hier ergriff Olivers Gegenspieler allerdings seine Chance mit Td7, wonach die schwarze Damenstellung ein ernstes Problem wurde, da auf Lc6 einfach e5 folgen würde. Schwarz fand sich hier in einer passiven Stellung wieder mit deutlichem Nachteil. Nach einiger Überlegung kippte die Partie nach dem unglücklichen 27…. Lc6 gänzlich, die Alternativen waren aber auch alles andere als einladend. Nachdem 28. e5 ausgeblitzt wurde folgten taktische Verwicklungen, aus denen Olivers Rivale zwar nicht den genauesten Ausweg fand, aber dennoch mit klarem, Spiel entscheidendem Vorteil in Form einer ganzen Figur für einen Bauer hervorging. Die letzte Hoffnung war hier die Möglichkeit eines Dauerschachs, was Olivers Gegner jedoch umgehen und die Partie für sich entscheiden konnte..

Am zweiten Brett begann für Ivan die Partie mit dem Läuferspiel nach 1.e4, was sich erst über eine Art Wiener Variante bis hin zu originellen Gefilden entwickelte. Ausgehend von der letzten bekannten Stellung punktete hier Weiß aber anständig und die Fesselung des Sf6 kann schnell spielentscheidend sein, falls sich sein Rivale (1428) zu einem ungünstigen Zeitpunkt für die kurze Rochade entscheiden sollte. Daher überließ dieser freiwillig Ivan das Läuferpaar und nach heterogenen Rochaden besaß Ivan einen angenehmen positionellen Vorteil. Es lief jedoch leider alles anders. Nachdem Ivans schwarzfeldriger Läufer passiv abgedrängt wurde, öffnete sein Gegner das Zentrum. Ivan reagierte hier mit der langen Rochade schlecht, was durch Taktik einen Bauern verliert. Hier war die extrem schöne Pointe 14. dxe4 Le3! möglich, was die Läuferdeckung aufhebt und somit einen Materialrückgewinn durch eine Gabel mit Gewinnstellung ermöglicht. Leider reichten aber auch viele andere Fortsetzungen für einfachen Vorteil für Schwarz aus. Letztendlich entschied sich Ivan dazu in den sauren Apfel zu beißen und mit einem Bauer weniger aber den Figuren auf dem Brett mit 14. h4 weiter zu spielen. Bald darauf ging es leider weiter bergab. 17. Sg5 war ein Patzer, den sein Gegner direkt mit e3 bestrafte, wonach eine Figur verloren ging. Ivan versuchte bemüht den Gegner vor taktische Probleme zu stellen, aber die schwarze Stellung verfügte über zu viele Ressourcen, sodass die unternommenen Versuche ohne viele Zugeständnisse pariert wurden. In Verzweiflung versuchte er noch einen letzten Trick, den sein Kontrahent aber durchkreuzte und im Gegenzug die Dame gewann. Die anschließende Stellung war objektiv aussichtslos, sodass die erste Niederlage quittiert werden musste.

Romeo bekam während dessen an Brett 3 von seinem Gegenüber (1444) 1.e4 vorgesetzt, was er mit der Französischen Verteidigung beantwortete. Die Partie entwickelte sich entlang typischer Stellungsbilder des Tarraschsystems mit 3. Sd2. Romeo wählte ein solides System, in dem Schwarz einen isolierten Damenbauer hinnimmt, dafür aber gesunde Entwicklung erhält. Romeos Gegner spielte etwas übervorsichtig, was objektiv schnellen Ausgleich bedeuten sollte und von Romeo gekonnt für zügige Entwicklung ausgenutzt wurde, wonach Schwarz bereits besser stand. Im 12. Zug hätte …g5! Weiß bereits ganz konkret vor signifikante Probleme gestellt, gefolgt von Se4 mit bärenstarkem Angriff. Allerdings ist ein Zug wie g5 schwierig zu spielen, da man zeitgleich den eigenen König öffnet. Romeos Lf5 war hingegen auch in Ordnung, jedoch vergab er mit nachfolgendem Dd6 die letzte Möglichkeit die …g5 Ressource auszunutzen, stand aber dennoch angenehmer. Im 14. Zug übersah Romeo seine eigene Fesselung und hätte mit 14…Dxg3 einfach eine Figur gewinnen können, ließ die Chance aber verstreichen, was seinen Gegner vermutlich vor dem Nervenzusammenbruch bewahrte. Dieser hatte inzwischen seine Entwicklung abgeschlossen, wonach eine grob ausgeglichene Stellung entstand. Man merkte, dass es etwas an einem klaren Plan fehlte, als weitere Figuren getauscht wurden, wodurch langsam der Isolani zu einem langfristigen Problem werden könnte. Dennoch hatte er aktive Figuren vorzuweisen und nützlichen Druck gegen f2, womit Gleichgewicht bestehen sollte. In Folge kamen auch die Damen vom Brett und es sah so aus, als würde man auf ein grob ausgeglichenes Turmendspiel zusteuern, in welchem der Isolani nach wie vor die Zielscheibe des weißen Spiels sein sollte. Schlussendlich gab es hier jedoch wenig Bewegung und angesichts des Zwischenstandes bot Romeos Gegner Remis an, welches angesichts der Stellung und Zeit angenommen wurde, womit sich beide Spieler friedlich trennten.

Brett 4 mündete zeitgleich über eine etwas unübliche Zugfolge in das Vierspringerspiel über. Hier spielte Leon 4. Lc4, das aus Sicht der Theorie Schwarz nun mit dem Trick 4….Sxe4! Ausgleich verspricht und leicht auch in schwarzen Vorteil ausufern kann, sollte Weiß ungenau fortsetzen. Leons Gegner (1098) scheute davor jedoch zurück, sodass eine recht typische Partie des italienischen Vierspringerspiels entstand, in welcher Leons 9. b3 etwas ungewöhnlich für diese Stellung war, aber alles im grünen Bereich blieb. Kurze Zeit später erreichte Leon eine mehr oder minder ausgeglichene Stellung, in der weitere Figuren vom Brett verschwanden und sich ein kleines Plus für unseren Spieler einpendelte. Nachdem die eigenen Figuren aktive Felder fanden legte Leon taktisch los. 22. Sxh6! schnappte einen wichtigen Bauer, der bei korrekter Fortsetzung spielentscheidend sein sollte. Leon blieb genau und erlaubte kein Gegenspiel, während die Stellung weiter zu seinen Gunsten kippte.
Leon sichert Ostfildern einen vollen Brettpunkt
Leon sichert Ostfildern einen vollen Brettpunkt
Im 36. Zug, als die Stellung fast schon als klarer Gewinn zu verbuchen war, nahm Leon leider mit dem falschen Springer auf c3, was seinem Gegner eine Gabel erlaubte, um das Spiel wieder auszugleichen – welche dieser ausließ. Beide Spieler fanden nicht die genauesten Züge und die trickreichen Springer sorgten am Ende für eine grob ausgeglichene Stellung, in der jede Ungenauigkeit jedoch schnell zu ernsthaften Problemen führen konnte. Nach weiterem Bauernschwund auf beiden Seiten ergab sich nochmals Spannung. Während Leon am Königsflügel eine Bauernmehrheit erhielt, wartete Schwarz mit seiner eigenen Mehrheit am Damenflügel auf und begann zügig den a-Bauer das Brett hinunter zu jagen.
Plötzlich brachte ein Patzer des Gegners Leon eine unerwartete Chance. 53. f7+ leitet in eine forcierte Gewinnvariante für Weiß. 53. f7+ Kf8 54. g6 a2 55. Sd7+ Ke7 56. f8D+ Kxd7 wonach anschließend der schwarze a-Bauer rechtzeitig aufgehalten wird. Leons Gegner kämpfe weiter, doch die Partie war chancenlos. Leon ließ ihn nach dieser brillanten Rechenleistung und stark gespielten Partie nicht mehr entkommen und errang den ersten und umso wichtigeren Sieg für Ostfildern in Runde 6 und somit den Endstand von 1,5:2,5.

Mit dem Ende der aktuellen Runde belegen wir mit 6 Mannschaftspunkten und 11,5 Brettpunkten Tabellenplatz 10.
Motivation und Teamgeist
Motivation und Teamgeist
Nach drei langen Tagen am Brett, wenig Schlaf und kaum Verschnaufpausen hat unser Team mit Runde 6 vermutlich das härteste Spiel ihres Turniers hinter sich. Die Belastung für unsere vier Spieler ist hoch und wir sind umso stolzer auf ihren Kampfgeist und ihr Durchhaltevermögen. In Runde 6 lief vieles nicht wie erhofft, Chancen wurden auf beiden Seiten vergeben, bittere Niederlagen eingesteckt, aber auch schöne Partien mit vielen spannenden Ideen gespielt. Das Team hat sich nach diesem Kraftakt eine Ruhepause mehr als verdient.

Morgen wird es schließlich um 8.30 Uhr nochmals spannend.

DVM Runde 5

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von Christian Göppinger am Samstag 29.12.2018 10:31
Aufwärmphase im Analyseraum
Aufwärmphase im Analyseraum
In Runde 5, am Morgen des 29. Dezembers, bekam es unser 4er-Team mit den SF Neuberg zu tun.
Eine Mannschaft mit nur 4 zur Verfügung stehenden Spielern, die wenig Spielraum für strategische Aufstellungen bietet, war eine willkommene Abwechslung zum Vortag.

Auch was die gegnerische Spielstärke betrifft startete unsere Mannschaft zuversichtlich in die Runde, da wir hier sogar mit leichtem DWZ-Vorsprung als Favorit anzusehen waren. Aus praktischer Sicht sollte es aber ein offener Kampf mit reichlich gegenseitigen Chancen sein.

Nach morgendlicher Aufwärmphase im Analyseraum startete die Runde schließlich mit der erwarteten Besetzung.
Schwarz-Grünes Aufeinandertreffen in Runde 5
Schwarz-Grünes Aufeinandertreffen in Runde 5

Oliver konnte sich bereits eine Stunde nach Rundenbeginn an Brett 1 einen der Bauern seines Gegners (1430) schnappen und seine Stellung weiter ausbauen, sodass er bald schon auf Gewinn stand und mit etwas Zeit und weiterer gedanklicher Arbeit die Partie zum Sieg verwertete.

An Brett 2 sah es für Ivan mit den schwarzen Steinen gegen seinen Rivalen (1377) gut aus, die Stellung war jedoch schwierig. Im weiteren Partieverlauf behielt er die Nerven und brachte bald das Team mit seinem Sieg 2:0 in Führung.

Romeo hatte währenddessen an Brett 3 zu kämpfen. Mit einem Bauerngewinn machte sein Gegner (1254) Druck, während später ein weiterer Bauer das zeitliche segnete. Es waren hier trotz des Materialdefizits noch letzte Chancen vorhanden. Letztendlich reichte es jedoch nicht um die Partie zu halten, sodass Romeo das Handtuch werfen musste.

Sorgen bereitete anfänglich auch die Begegnung an Brett 4. Hier geriet Leon in eine schlechtere Stellung mit zwei Bauern weniger, die sein Kontrahent (1004) objektiv verwerten hätte müssen. Später kam es jedoch zu einer Umverteilung des Materials, wonach Leon mit einer Qualität weniger weiter kämpfte, wobei auch hier noch Hoffnung bestand. Leon gab alles um seine Partie und unseren Rundensieg zu retten. Die Mühe wurde am Ende mit drei Bauern mehr und einem halben Punkt belohnt, was den wichtigen Rundensieg mit einem Endstand von 2,5:1,5 bedeutete!

Ein Blick nach Böblingen

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von Christian Göppinger am Freitag 28.12.2018 21:52
Während viel Aufmerksamkeit in die DVM floss, war C. Kilinc stark beim Böblinger B-Open ab dem 26. Dezember unterwegs.
Nach anfänglichem Traumstart und damit verbundenen Siegen in Runde 1 und 2 gegen Gegner mit 1553 und 1660 DWZ brachte Runde 3 einen kleinen Dämpfer.
Hier verlor Can an Tisch 3 gegen einen der höher gesetzten Spieler mit 1954 DWZ.
Allerdings schlug er direkt in Folge dessen in Runde 4 zurück und holte einen weiteren wichtigen Punkt gegen seinen Gegner mit 1641 DWZ.
In Runde 5 wurde schließlich mit einem Remis gegen seinen jungen Kontrahenten, der bereits mit 1876 DWZ aufschlägt, die Platzierung gefestigt, sodass er zwischenzeitlich mit 3,5 Punkten Platz 19 unter insgesamt 134 Teilnehmern belegt!
Am Samstag geht es für ihn an Tisch 9 weiter gegen internationale Gegnerschaft mit 1893 Elo. Es bleibt spannend.

Aktuelle Rundenergebnisse und weitere Einblicke sind auf der Internetseite des Veranstalters nachzulesen.

DVM Runde 4

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von Christian Göppinger am Freitag 28.12.2018 13:53
Am Nachmittag des 28. Dezembers stand Runde 4 um 15 Uhr an. Wir bekamen es hier mit dem Düsseldorfer SV zu tun, ein Team mit sehr homogener Aufstellung und einer DWZ, die unseren Spielern erneut ähnelte. Auf dem Papier hatten wir hier gute Chancen, vor allem am Spitzenbrett. Wie am 27. Dezember war auch hier die Option nach der Niederlage am Vormittag in der zweiten Runde des Tages zurückzuschlagen sehr bedeutend für den weiteren Turnierverlauf.

Gestern mussten unsere zukünftigen Gegner zwei Niederlagen hinnehmen, wobei vor allem das 4:0 gegen die SF Brackel sicher einen psychologischen Eindruck hinterlassen hat. In der heutigen Runde 3 konnten sie durch einen Sieg gegen das Tabellenschlusslicht etwas Boden gut machen und waren sicher motiviert in die anstehende Runde gegen uns zu starten.

Düsseldorf schien geschickt mit ihren 5 Spielern zu jonglieren, was die Vorbereitung zusätzlich erschwert. Während am Vortag noch die ersten 4 antraten pausierte in Runde 3 ihr erstgesetzter Spieler, welcher allerdings in unserer Begegnung wieder am Brett zugegen war. Dafür setzte hier ihr zweitgesetzter Spieler aus und der Rest ihrer Mannschaft rutsche entsprechend auf.
Die grauen Zellen arbeiten auf Hochtouren in Runde 4
Die grauen Zellen arbeiten auf Hochtouren in Runde 4
Die Begegnung startete bereits in der Eröffnung vor allem für Zuschauer vielversprechend, während sich über alle vier Bretter gesehen ein stark abweichendes Bild ergab.

An Brett 1 hatte Oliver sich ein leichtes Plus erarbeitet und setzte seinen Rivalen (1388) langsam aber sicher etwas unter Druck. Letztendlich konnte dieser jedoch die Lage ausgleichen, sodass die Paarung im Remis ein friedliches Ende fand.

Erneut ist ein wichtiges Comeback geglückt
Erneut ist ein wichtiges Comeback geglückt
An Brett 2 servierte Ivan seinem Gegner (1274) auf die Sizilianische Verteidigung das gefährliche Morra-Gambit. Die resultierende Stellung schien jedoch ausgeglichen zu sein, es war aber nach wie vor alles möglich und reichlich Spiel für beide Parteien vorhanden. Mit fortschreitender Zeit kam zunehmend mehr Material vom Brett und Ivan konnte seine verbleibenden Figuren und Bauern aktiv und unangenehm positionieren, sodass sein Gegner kaum Chancen auf Gegenspiel hatte und an dieser Stelle die Stellung bereits mit Matt in 13 durch den Computer im heimischen Ostfildern bewertet wurde. Hier verlor Ivan jedoch leider den Faden in einer Stellung, die sich vielleicht zu sicher anfühlte, was seinem Gegner zurück in die Partie half und schließlich noch nach all der Mühe mit einer Niederlage endete.

Ivan als letzter Kämpfer
Ivan als letzter Kämpfer
Auch Brett 3 startete mit einem Gambit. Hier führte Romeo die schwarzen Steine und beantwortete das 1.d4 seines Gegenübers (1246) mit dem Albins Gegengambit. Untypisch drehte sich hier jedoch bald das Materialverhältnis, sodass Romeo selbst mehr Steine auf dem Brett hatte, die gegnerische Aktivität jedoch noch nicht erloschen war. Im weiteren Spielverlauf beruhigte sich die Lage und das Mehrmaterial zeigte Wirkung, sodass bald der erste Rundensieg für uns verbucht wurde.

Für Leon sah es an Brett 4 gegen seinen Widersacher (1238) ebenso gut aus. Er hatte zwar eine Figur weniger, dafür jedoch zwei Bauer und aktives Spiel, welches zunehmend gefährlich wurde und ihm bald eine sehr gute Stellung bescherte. Diesen Vorteil ließ sich Leon nicht mehr nehmen und verwertete zielstrebig die Partie zum vollen Brettpunkt!

Damit meldet sich unser Team durch den Sieg mit 2,5:1,5 zurück im Turniergeschehen und beendet den zweiten Spieltag auf Tabellenplatz 12.

DVM Runde 3

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von Christian Göppinger am Freitag 28.12.2018 10:18
Warmspielen vor Beginn der dritten Runde
Warmspielen vor Beginn der dritten Runde
Ein weiterer, starker Gegner für unser Team
Ein weiterer, starker Gegner für unser Team
Auch am zweiten Spieltag, dem 28. Dezember, ging es um 9 Uhr mit Runde 3 weiter. Hier galt es gegen den SC Vaterstetten (Platz 8) zu bestehen, deren Brett 1 und 2 einen spürbaren DWZ-Vorsprung besaßen, während die Paarung an Brett 3 und 4 deutlich ausgeglichener erschien.

Bereits nur eine Stunde nach Rundenbeginn sah es jedoch nicht gut aus für unser Team.
Während Olivers Partie an Brett 1 gegen seinen starken Rivalen (1744) noch ausgeglichen erschien kippten die übrigen Bretter zu Gunsten der Gegner.

Ivan kam anfänglich gut aus der Eröffnungsphase hervor, jedoch entglitt ihm das Spiel und sein Kontrahent (1639) übernahm das Ruder, wonach er wenig später an Brett 2 die erste Niederlage des Tages quittieren musste.

Zeitgleich war auch Romeo an Brett 3 die Lage ähnlich wie bei Ivan. Die Eröffnungsphase verlief gut, später geriet er aber sehr unter Druck. Er versuchte in einer verlorenen Stellung noch etwas zu kämpfen und sein Gegenüber (1336) noch etwas arbeiten zu lassen.

An Brett 4 sah die Angelegenheit für Leon ebenfalls nicht rosig aus, trotz gutem Kampf. Er versuchte noch verbissen aus seiner schlechteren Stellung etwas herauszuholen aber sein Kontrahent (1276) rettete den erbeuteten Mehrbauer in ein Endspiel, in welchem er als Dame seine Bestimmung fand, was die Partie entschied.

Am Ende der Runde wanderten die Blicke erneut zurück zum Spitzenbrett, an dem Oliver eine vielversprechende Stellung erreicht hatte. Die Hoffnung auf einen Ehrenpunkt blieb also bestehen und mit weiter fortschreitender Zeit konnte Oliver seine Stellung zuverlässig bis hin zum ersehnten Sieg ausbauen!

Damit unterliegt unser Team dem SC Vaterstetten 3:1 und rutscht in der Tabelle auf Platz 15. Die schachlichen Bemühungen werden bestimmt in nachfolgenden Runden mehr Früchte tragen.

DVM Runde 2

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von Christian Göppinger am Donnerstag 27.12.2018 13:42
Einblick in Runde 2
Einblick in Runde 2
Nach der Auftaktniederlage am Morgen galt es am Nachmittag gegen bekannte Gesichter aus der eigenen Region zu bestehen. Die Mannschaft des SK Bebenhausen musste ebenso wie wir in Runde 1 eine 3:1 Niederlage hinnehmen und die anstehende Runde bedeutete eine wichtige Weggabelung für den weiteren Turnierverlauf. DWZ-technisch lagen beide Teams dicht beieinander, während wir jedoch an Brett 1 die Nase vorn hatten. Es entstand ein spannendes Gefecht mit gegenseitigen Chancen.

Die erste Entscheidung brachte Brett 4. Nach dem Spielbeginn um 15 Uhr dauerte es, bis sich die Lage auf dem Brett geklärt hatte. Letztendlich hatte hier jedoch leider Leons Widersacher (855) trotz der schwarzen Steine die Nase vorn.

Den wichtigen Ausgleich brachte rund 20 Minuten später Brett 3, an welchem Romeo hier ebenfalls mit Schwarz über seinen Gegner (1301) siegte, wonach mit 1:1 wieder alles möglich war.

Nur wenige Minuten vergingen bis das nächste Ergebnis eintrudelte. Ivan kämpfte sich an Brett 2 aus einer anfänglich etwas schlechteren Stellung zurück und brachte Ostfildern wenig später durch seinen Sieg über seinen Gegenspieler (1219) in Führung.

Somit wanderten die Augen in Richtung des Spitzenbrettes, an welchem Oliver mit Schwarz seinem Gegner (1311) in einer guten Stellung mit Mehrmaterial das Leben schwer machte, die aber dennoch schwer zu beurteilen war. Oliver behielt hier jedoch einen kühlen Kopf und verwertete das Material zuverlässig zum wichtigen 3:1 Sieg!

Nach diesem durchmischten, ersten Spieltag können unsere vier Klötzchenschieber grundsätzlich zufrieden mit sich sein und die schachfreie Zeit bis zur nächsten Runde am Folgetag genießen. Aktuell belegt Ostfildern unter den 20 Mannschaften Tabellenplatz 10. Morgen früh geht es um 9 Uhr mit Runde 3 weiter. Hier gilt es gegen den SC Vaterstetten (Platz 8) zu bestehen, deren Brett 1 und 2 einen spürbaren DWZ-Vorsprung besitzen, während die Paarung an Brett 3 und 4 deutlich ausgeglichener erscheint.

DVM Runde 1

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von Christian Göppinger am Donnerstag 27.12.2018 12:31
Die erste Runde stand schließlich am Morgen des 27. Dezembers an. Mit dem SC Turm Lüneburg als Gegner war der Spieltag definitiv eine große Herausforderung. Da die Runde an Tisch 3 ausgetragen wurde waren die Live-Bretter für die Begegnung online geschaltet, sodass auch wir im fernen Ostfildern die Begegnung Zug für Zug in Echtzeit verfolgenkonnten.

Letzte Instruktionen durch Jugendleiter Armin Jaeschke
Letzte Instruktionen durch Jugendleiter Armin Jaeschke
Startklar für Runde 1
Startklar für Runde 1
An Brett 1 schlug Oliver (1554) mit Weiß gegen seinen Gegner (1972) als klarer DWZ-„Underdog“ mit den weißen Steinen auf. Gegen die gegnerische Caro-Kann Verteidigung wählte Oliver das Zweispringersystem, welches auf Weltklasseebene auch gern von MVL gespielt wird. Oliver wich mit 5. Sg3 in ein Nebensystem aus, doch sein Gegner hatte mit 5….h5 eine der Theoriefortsetzungen auf Lager, betrat nach Olivers 6. Lc4 mit e6 Neuland, das angesichts des passiven Läufers auf c8 und der Schwächung des Königsflügels etwas angenehmer für Weiß sein sollte. Nach der Entwicklung der Figuren und beidseitiger langer Rochade gelang Olivers Gegner jedoch die Mobilisierung des Damenflügels, welche die ungeschickte Position der weißen Dame und des Läufers ausnutze um Initiative zu generieren und viele schwache Felder, sowie Angriffsmöglichkeiten im weißen Lager hinterließ, die kurze Zeit später spielentscheidend zu Gunsten des Gegners endeten.

Für Ivan (1359) sah es an Brett 2 mit Schwarz gegen seinen Kontrahenten (1638) ebenfalls nicht gut aus. Die Partie startete nach 1. c4 e5 mit einer typischen Stellung der Englischen Eröffnung, in der Ivan mit dem Zug 6….b6 Konzepte vereinte, die nicht sonderlich gut funktionieren, wodurch sein Gegner schnell Raum im Zentrum und aktive Figuren erhielt. Nach 14. Lxf6 war zudem der schwarze König deutlich geschwächt und der Großteil der Figuren am Damenflügel verklumpt, was einfachen Materialgewinn für Weiß bedeutete, welcher in wenigen Zügen mit weiterem Angriff in einer weiteren Niederlage endete.

Im Gegensatz zu seinen Mannschaftskameraden, die schwer am Brett zu kämpfen hatten, hatte Romeo (1268) an Brett 3 zwar kampflos einen wichtigen Punkt durch Fehlen seines Gegners (1671) verbucht, musste die Spielpause jedoch zeitnah nutzen, um es sich auf dem Zahnarztstuhl bequem zu machen.

An Brett 4 sah sich Leon (1173) mit den schwarzen Steinen in einer Italischen Partie gegen seinen nominell überlegenen Rivalen (1223) unter Beschuss, nachdem auch hier eine Fesselung des Springers auf f6 zu einer geschwächten Königsstellung führte. Zudem hatte sein gegenüber durch die Eliminierung des Sf6 einen wichtigen Verteidiger eliminiert, wodurch die schöne Kombination mit 14. Sxe5 einen sehr wichtigen Zentrumsbauer gewann, wonach die schwachen schwarzen Doppelbauern auf der f-linie bald unter Beschuss kamen, der f7 verloren ging und in Folge ein dominanter Läufer auf e6 seine neue Heimat bezog. Das restliche Endspiel nach dem Damentausch mit zwei Bauern Rückstand sah düster aus, doch Leon kämpfte verbissen weiter, doch nach dem Bauerndurchbruch auf der c-Linie und dem Verlust einer ganzen Figur war auch hier der Partieverlust nicht länger zu verhindern.

Die Favoriten behielten hier also leider doch mit 3:1 die Oberhand. Nun gilt es in der Mittagspause Kraft zu tanken, denn Runde 2 lässt nicht mehr lange auf sich warten!

Ostfilderns DVM "Debüt"

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von Christian Göppinger am Mittwoch 26.12.2018 12:59
Deutsche Vereins-Mannschaftsmeisterschaften 2018
Unser Team: Romeo Walter, Leon Zimanovic, Oliver Schwartz und Ivan Chugunov
Unser Team: Romeo Walter, Leon Zimanovic, Oliver Schwartz und Ivan Chugunov
Für viele motivierte Kinder und Jugendliche stellt eine Teilnahme an den Meisterschaften auf Deutscher Ebene ein Höhepunkt ihrer jungen „Schachlaufbahn“ dar, zumal die Konkurrenz in vorhergehenden Qualifikationsturnieren meist breit aufgestellt und stark besetzt ist.
Die erfolgreiche Qualifikation für diesjährigen DVM war daher umso erfreulicher für uns, da wir sehr stark auf ehrenamtliches Engagement und eine enge vereinsinterne Zusammenarbeit unserer Mitglieder angewiesen sind zumal wir im Gegensatz zu vielen anderen Teilnehmern keinen Zugriff auf ausgedehnte finanzielle Mittel und dazugehörige Förderangebote haben oder auf eine breiten Masse an Titelträgern im Verein bauen können.

Daher gilt an dieser Stelle bereits ein großer Dank all unseren Trainern, Betreuern und Eltern der Vereinsjugend, ohne deren Engagement all das nicht möglich gewesen wäre.
Ebenso möchten wir ausdrücklich unseren Dank der Bürgerstiftung Ostfildern aussprechen, die unsere Jugendspieler und Familien durch ihre großzügige Unterstützung bei ihrer ersten Teilnahme an den DVM maßgeblich entlastet, sodass der Fokus voll und ganz auf den anstehenden Partien liegen kann.
Nicht vergessen werden sollte zudem Heiko Krämers Engagement, welcher durch seine gewissenhafte Organisation noch kurz vor Weihnachten unsere Spieler mit neu gestalteten, individualisierten Shirts und Pullovern versorgte, die sicher maßgeblich den Teamgeist stärken und unsere Spieler auch bei winterlichen Verhältnissen oder in der Hitze des geistigen Gefechts auf optimaler „Betriebstemperatur“ halten werden.

Nun jedoch zurück zum eigentlichen Turnier und dessen Rahmenbedingungen. Gespielt wird wie üblich nach Schweizer System in 7 Runden mit Bedenkzeit pro Spieler und Partie von 90 Minuten für 40 Züge (30 Sekunden Zeitbonus pro Zug), 30 Minuten für den Rest der Partie (30 Sekunden Zeitbonus pro Zug) und sowohl DWZ als auch ELO-Auswertung.

Die diesjährige DVM wird vom 26. Dezember bis zum 30. Dezember erneut in den Altersklassen U20, U16, U14, U12 und U10 ausgetragen. Sowohl in der U20, als auch der U14 werden zudem eigenständige Mädchenturniere stattfinden. Auch räumlich sind die Klassen in Deutschland aufgestreut. Die U20 Teams spielen in Osnabrück, die U16 in Aurich, die U14 in Magdeburg, die U14w in Neumünster und sowohl die U12, als auch die U10 in Magdeburg im Hotel Maritim Magdeburg. Mit insgesamt 169 Teams ein leichter Rückgang der Teilnahme im Vergleich zum Vorjahr (180), was sich jedoch für unsere 4er-Mannschaft in der U12 nicht bemerkbar machen wird, da in diesem Jahr in der U12 anstelle der 18 Teams des Vorjahres nun sogar 20 Teams aus ganz Deutschland ins Rennen gehen.

Das Feld ist breit gestreut, sowohl regional als auch was die Spielstärke betrifft. Vom Setzlistenanführer, einem der bekannten deutschen „Schachgiganten“ Hamburger SK mit einer Durchschnitts DWZ von 1795 (was für eine U12 Mannschaft erstaunlich hoch ist) bis hin zum DJK Arminia Eilendorf mit einer Durchschnittswertung von 1169 liegen auf dem Papier Welten, wobei Wertungszahlen vor allem für Kinder und Jugendspieler häufig nicht allzu repräsentativ sind, da die Leistungen häufig stark schwanken und die eigentliche Stärke oftmals bereits weit über der Zahl liegt. Unser Team steht mit 1339 auf Platz 13 des Feldes, dicht an den bekannten Gesichtern der Karlsruher SF (1386) aus den Qualifikationskämpfen und noch deutlich vor den lokal bekannten Kontrahenten des SK Bebenhausen, welche mit einem Schnitt von 1243 bei ihrer bereits dritten Teilnahme an den DVM in der U12 an den Start gehen. Die DWZ-Giganten des Turniers mit über 1900 Punkten sitzen jeweils an den Spitzenbrettern des VSG 1880 Offenbach, SC Turm Lüneburg und Hamburger SK.

Die erste Runde wird am 27. Dezember von 9 Uhr bis um 14 Uhr ausgetragen, nach der Losung bekommt es unsere Truppe hier mit dem SC Turm Lüneburg zu tun, welche mit einem DWZ-Schnitt von 1626 und beachtlichen 1972 DWZ an Brett 1 klar als Favoriten anzusehen sind. Nach einer kurzen Verschnaufpause um 15 Uhr geht es dann bereits mit Runde zwei bis zum Abend um 20 Uhr hin weiter. Dieses Doppelrundensystem verlangt den Spielern auch am 28. und 29. Dezember einiges an Kraft und Durchhaltevermögen ab, während am Schlusstag, dem 30. Dezember, die letzte Runde um 8.30 Uhr startet.

Im Jugendschach sind Überraschungen und Kämpfe David gegen Goliath keine Seltenheit. Wir blicken gespannt in die Zukunft und drücken unseren Spielern für die anstehende Auftaktrunde, morgen um 9 Uhr, die Daumen!

Wer die spannenden Gedankenschlachten aller Altersklassen verfolgen möchte hat hierzu auf der Internetseite des Veranstalters die Möglichkeit, während wir alle interessierten Schachfans aus Ostfildern und Umgebung durch die Runden unserer Vereinsjugend begleiten werden.

Böblinger Open 2018

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von Christian Göppinger am Dienstag 25.12.2018 14:45
35. Internationales Böblinger Open 2018

Auch zum Jahresende hin bleiben unsere Schachenthusiasten in Bewegung. Das Böblinger Open zieht vom 26. Dezember bis zum 31. Dezember hunderte Spieler und Zuschauer an. Unter den insgesamt 325 gemeldeten Spielern finden sich 4 GMs, 13 IMs, 28 FMs und eine WFM wieder, während der Spitzenreiter der Setzliste mit stolzen 2620 Elo aufschlägt. Das A-Open (148 Spieler) zeigt sich somit extrem stark aufgestellt und entsprechend für Zuschauer besonders interessant, während auch im B- Open (130 Spieler) und im C-Open (47 Spieler) alle Teilnehmer auf ihre Kosten kommen werden.

Für Ostfildern wird vor allem das B-Open im Mittelpunkt stehen. Hier startet C. Kilinc für uns auf Setzlistenplatz 74 am 26. Dezember um 16 Uhr in die erste Runde. Gespielt werden 9 Runden im Schweizer System.

Wir drücken ihm für den anstehenden Turnierverlauf die Daumen, während sich nach den Weihnachtsfeiertagen auch weitere motivierte junge Spieler in Richtung Magdeburg begeben werden zur diesjährigen und für uns ersten Teilnahme bei der DVM! Auch hier bleiben wir auf dem laufenden und berichten zeitnah über die Geschehnisse.

Böblinger Open

Weihnachtsfeier und Weihnachtsblitzturnier

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von Christian Göppinger am Dienstag 4.12.2018 12:33
Mit glühendem Filz in die kalte Jahreszeit

Am Freitag, dem 14. Dezember, findet nicht nur die Weihnachtsfeier, sondern auch wieder unser traditionelles Weihnachtsblitzturnier statt. Gegen 20 Uhr treffen sich die Vereinsmitglieder und Schachbegeisterte in unserem Spiellokal "An der Halle" um ihr Können auf 64 Feldern mit 5 Minuten auf der Uhr unter Beweis zu stellen. Fliegende Springer, stürmende Bauern, flüchtende Monarchen und eine Menge flotter Sprüche in gemütlicher Atmosphäre warten auf alle Teilnehmer und Zuschauer. Kleine Leckereien als Nervennahrung sind gern gesehen. Wir freuen uns auf viele Teilnehmer und spannende Partien!

Kreisjugendeinzelmeisterschaft

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von Christian Göppinger am Sonntag 2.12.2018 13:19
Kreisjugendeinzelmeisterschaft 2018

Bei der KJEM am 1. Dezember galt es die starke Leistung des Vorjahres zu verteidigen.
Mit insgesamt 13 Kindern und Jugendlichen starteten wir erneut erfreulich breit aufgestellt und konnten von der U10 bis zur U18 schachlich mitmischen.

In der U10 spielten S. Schuler (5/7) und T. Schönyan (5/7) ein starkes Turnier, konnten den Gruppensieger allerdings nicht mehr ganz einholen und belegten Platz 2 und 3, während A. Argyropoulos (3/7), Ad. Marx (3/7) und A. Laible (2/7) weitere Turniererfahrung sammelten und einigen Gegner das Leben schwer machten.

In der U12 sammelte R. Walter (6/7) beachtlich Punkt für Punkt, was ihm Platz 2 sicherte, während C. Kasperovich (3/7) und Al. Marx (3/7) sich ebenfalls im großen Teilnehmerfeld behaupteten.

Silber war die Farbe des Tages – so auch in der U14. L. Zimanovic (4/5) erreichte Platz 2, während V. Chugunova (3,5/5) sich Platz 3 sicherte.

In der U16 klappte es schließlich auch mit Gold für F. Dörr (5/7), während J. Jaeschke den Gegnern 1,5 Punkte abnahm.

I. Chugunov (6/7) spielte uneingeschüchtert in der U18, obwohl er rein altersbedingt gesehen in der U10 startberechtigt wäre! Der erfolgreiche Gruppensieg spricht hier für sich.

Im Mädchenturnier stand zudem Blitzschach in Doppelrunden auf dem Programm. V. Chugunova (4/4) erspielte hier Platz 1, während J. Jaeschke (2/4) sich Platz 2 sicherte.

Glühende Köpfe bei fallenden Temperaturen in Deizisau - Ivan siegt ungefährdet im C-Open!

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von Christian Göppinger am Sonntag 28.10.2018 11:02
Punktejagd beim Deizisauer Herbstopen

Vom 26. Oktober bis zum 29. Oktober nutzten insgesamt 167 Spieler und zahlreiche Zuschauer das kalte, regnerische „Schachwetter“ um den Figuren auf dem Brett beim bereits 13. Deizisauer Herbstopen einzuheizen. Untergliedert in das A-Open, B-Open und C-Open nach Wertungszahl war für jeden Schachfreund reichlich Gegnerschaft vorhanden, die als Opfer für die eigene Schachkreativität herangezogen werden konnte.


Im wie üblich bärenstark besetzten A-Open spielten insgesamt 89 Teilnehmer, darunter 9 Fidemeister sowie weitere bekannte Namen aus den hohen Ligen um den Turniersieg. C. Kilinc erhielt hier das Feuer für Ostfildern am brennen und schlug sich bereits zu Beginn trotz eher niedrigem Setzlistenplatz sehr gut gegen deutlich DWZ-überlegene Gegner. Erst vor einer Woche war die Deizisauer Mannschaft in der Bezirksliga mit viel Frauenpower zu Gast und wie es die Paarungsliste vorsah kam es bald zu einem Wiedersehen mit den vorderen Brettern des vergangenen Spieltages. Davon ließ sich unser aufstrebender Jugendspieler allerdings nicht einschüchtern und remisierte sowohl in Runde 1, als auch in Runde 3 die Partien, während in Runde 2 und 4 die Partien gegen nicht-Deizisauer Gegnerschaft leider abgegeben werden mussten. Runde 5 brachte schließlich den erfreulichen Aufwind am Ende des zweiten Spieltages mit einem Sieg über einen starken 1900er. Dieser Schub Selbstvertrauen bescherte ihm am letzten Spieltag einen weiteren wichtigen Sieg in einer spannenden Partie gegen einen über 350 Elo überlegenen Gegner in Runde 6. Beflügelt von den guten Resultaten gegen die Wertungsschwergewichte remisierte er auch die Endrunde 7 ohne große Probleme gegen eine weitere Kontrahentin im 2000er-Bereich und beendete das Turnier mit 3,5/7 deutlich über seinem Setzplatz (84) auf Platz 51 in guter Gesellschaft vieler 2000er. Die durchgängige Spielpraxis gegen starke Gegner erweiterte nicht nur seinen schachlichen Horizont und gab ihm weiteres Selbstvertrauen, sondern brachte ihm nebenbei sicherlich eine gute Portion DWZ ein, die angesichts der wackeren Ausbeute mehr als gerechtfertigt ist.


Im B-Open kämpfte O. Schwartz im 64 Spieler starken Feld am ersten Spieltag zumeist an der Tabellenspitze. Trotz seinem Setzplatz im Mittelfeld zeigte er gute Form und überzeugte bereits zu Beginn mit Siegen in Runde 1 und 2, während ihn Runde 3 durch eine Verlustpartie etwas aus dem Spielfluss riss, wodurch Runde 4 ebenfalls leider mit der gehissten weißen Flagge endete. Runde 5 brachte schließlich mit einem soliden Remis etwas Verschnaufpause, sodass bis zum letzten Spieltag nochmals Energie getankt werden konnte. Die Lage schien stabilisiert - ein Remis in Runde 6 war hierfür die Verbildlichung. In Runde 7 wurde schließlich das Brett nochmals zum Abschied in Flammen gesetzt und ein krachender Sieg beendete das Turnier mit einem guten Gefühl und 4/7 auf Platz 15 für Oliver.


Das C-Open war von unserer Seite aus besonders stark besetzt. Mit I. Chugunov, H. Krämer, U. Schwartz und F. Dörr stürzten sich hier aufstrebende Spieler ins 39 Spieler starke Feld, die bereits in jüngerer Vergangenheit mehrfach durch starke Leistungen überzeugen konnten und nun darauf aus waren die gewonnene Spielstärke in Punkte umzusetzen.
Auch hier glückte ein guter Turnierstart. U. Schwartz remisierte in Runde 1, während an den anderen drei Brettern ein voller Punkt eingefahren wurde.
In Runde 2 setzten die drei Vorrundensieger an den ersten drei Brettern nochmals kräftig mit drei weiteren Siegen nach, während U. Schwartz erneut einen soliden halben Punkt erspielte.
Runde 3 zeigte die erste deutliche Herausforderung. I. Chugunov gefiel es offenbar sichtlich am Spitzenbrett, welches er mit einem weiteren Sieg verteidigte, während H. Krämer seine Partie remisierte und an den übrigen Brettern sich Caissa gegen uns gewendet hatte.
Runde 4 brachte wenig Neues an Brett 1, wie festgeklebt schien I. Chugunov auf seiner Position. Schnell und gnadenlos setzte er seiner Partie zum vierten Sieg in Folge ein Ende, während es auf den übrigen Brettern brodelte, was für H. Krämer leider unglücklich endete. F. Dörr setzte sich schlussendlich in seiner Partie siegreich durch, während auch U. Schwartz mit einem Sieg wieder nach oben katapultiert wurde.
Die letzte Runde (5) des zweiten Spieltages brachte den unglaublichen 5. vollen Punkt für I. Chugunov, der kompromisslos eine wahnsinnig starke Leistung aufs Brett brachte. H. Krämer verabschiedete sich mit einem Remis in den vorläufigen Feierabend, während die übrigen Spieler für Ostfildern noch gegen gegnerische Gemeinheiten ankämpften. U. Schwartz nutzte den Rückenwind der letzten Runde und verbuchte erneut einen vollen Punkt, während F. Dörr den Abend mit einem Feuerwerk beendete und verdient einen weiteren vollen Punkt einsackte.
Unserere Schachjugend blieb auch am letzten Tag cool und punktete stabil und energisch in Runde 6. I. Chugunov machte mit 6/6 bereits fast den Sack zu und schien unaufhaltsam, während F. Dörr mit einem weiteren Sieg und 5/6 seinem Kollegen dicht auf den Fersen blieb. Auch H. Krämer triumphierte und baute seinen Punktestand gewohnt solide weiter aus. In der Endrunde 7 stand schließlich die Entscheidung an. I. Chugunov (6/6) duellierte sich mit seinem Kollegen F. Dörr (5/6) am Spitzenbrett, während die beiden Verfolger mit 4,5 Punkten gegeneinander gepaart wurden. In ausgeglichener Stellung mündete die Spitzenpartie in ein für beide Spieler verkraftbares Remis, womit sich I. Chugunov mit einem bärenstarken Score von 6,5/7 den ersten Platz und somit auch das Preisgeld von 200€ und einen Pokal im C-Open ungefährdet sicherte! F. Dörr musste mit seinen 5,5/7 noch etwas bangen, hatte aber einen Platz auf dem Podium und ebenfalls einen netten Taschengeldzuschuss bereits sicher. Da die Partie an Brett 2 mit einer Entscheidung endete hieß es nun für F. Dörr Daumen drücken , denn die Feinwertung musste den Ausschlag im Kampf um Platz 2 bringen. Leider wendete sich die Mathematik schlussendlich zu seinen Ungunsten, womit er auf Platz 3 das Turnier beendete, sich aber bald über einen kräftigen DWZ-Schub und die 50€ Preisgeld freuen darf.
H. Krämer legte in der Schlussrunde ebenfalls nochmal mit einem Sieg nach und beendete das Turnier mit 5/7 stark, verpasste aber leider knapp das Treppchen mit Platz 4.
U. Schwartz teilte schließlich noch versöhnlich die Punkte und sicherte sich somit 3,5/7.


Herzlichen Glückwunsch an Ivan zu diesem großartigen Turniersieg! Als einer der jüngsten Teilnehmer behielt er gekonnt einen kühlen Kopf und brachte mit seinem extrem scharfen taktischen Auge einen Gegner nach dem anderen zu Fall.

Florian spielte ebenfalls erstaunlich stark durch alle Runden und hat sich einen Platz an der Spitze mehr als verdient. Seine Erfolge werden sich bald auch in seiner Wertung deutlich bemerkbar machen.

Heiko hat sich jüngst in der WAM-Szene als dominierende Figur etabliert und demonstrierte auch hier, dass seine schachlichen Fortschritte von Bestand sind und der Trend weiter nach oben zeigt.

Ostfildern präsentierte sich in diesem Turnier extrem stark und bewies, dass in unserer Schachjungend eine Menge Potential schlummert, welches sich zeitnah auf dem Brett, den DWZ-Listen sowie und in den Tabellenständen weiter niederschlagen wird. Wir freuen uns als Verein immens für unsere aufstrebenden, kreativen Klötzchenschieber und erwarten gespannt ihre zukünftigen Gefechte auf 64 Feldern.

A-Open
B-Open
C-Open

Livepartien A-Open

Schachfieber in Altbach - Heiko räumt ab, Can und Romeo punkten kräftig

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von Christian Göppinger am Sonntag 2.9.2018 18:19
Gruppensieger Heiko
Gruppensieger Heiko

Das DWZ Turnier vom SV Altbach - inzwischen bereits in der 14. Auflage - zog vom 31. August bis zum 2. September Schachfreunde aus der gesamten Region an. In Sechsergruppen galt es innerhalb von fünf Runden den ähnlich gewerteten Kontrahenten davonzuziehen, um sich den begehrten Gruppensieg zu sichern. Angesichts der klassischen Turnierbedenkzeit eine willkommene Option sich für die anstehende Mannschaftssaison bereits warm zu spielen. C. Kilinc, R. Walter und H. Krämer gingen hier für Ostfildern an den Start und nutzten das frisch aufgezogene „Schachwetter“ des vergangenen Wochenendes voll aus.

H. Krämer startete mit einer Siegessträhne bärenstark in das Turnier. Seinen ersten drei Gegnern nahm er hierbei gnadenlos die vollen Punkte ab und hielt diese Leistung auch am letzten Spieltag mit einem weiteren Sieg in Runde vier aufrecht. In der Schlussrunde behielt er die Nerven und erreichte mit einem weiteren vollen Punkt 5/5 und somit den unangefochtenen Gruppensieg! Neben dieser Topplatzierung wird er sich über rund 85 DWZ Punkte freuen dürfen.

Für R. Walter lief der Start ebenfalls erfreulich. Direkt in der Startrunde siegte er über einen DWZ-überlegenen 1300er, musste anschließend aber leider auch selbst Punkte abgeben. Runde vier brachte allerdings erneut mit einem krachenden Sieg die Wende, während er mit einer soliden Punkteteilung und somit 2,5/5 das Turnier beendete. Angesichts der guten Leistung wird er sich auf über 1200 DWZ verbessern.

C. Kilinc kämpfte sich nach holprigem Start mit einer soliden Punkteteilung und einem Sieg in Runde drei zurück. Am letzten Spieltag teilte er noch einmal die Punkte und beendete das Turnier dank einem krachenden Abschlusssieg mit 3/5. Dank des starken Schlussspurts werden bald 55 DWZ mehr auf dem Konto verbuchbar sein - und somit ist angesichts der 1768 als neue Zahl die 1800 wieder greifbar näher gerückt.

Auszeichnung durch den Schachverband

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von Christian Göppinger am Mittwoch 18.7.2018 21:45
Verleihung der Silbernen Ehrennadel
Verleihung der Silbernen Ehrennadel
Auch abseits des Jugendschachs gibt es Neuigkeiten, die nicht verschwiegen werden sollten.

Schachfreund Reinhard Krämer begleitet seit Jahren den Vorsitz des Vereins, wirkt darüber hinaus aktiv bei der Gestaltung des Schulschachs mit und ist ebenfalls in der vereinseigenen Jugendbetreuung involviert. Darüber hinaus engagiert er sich für den Schachverband Württemberg als Bezirksleiter Neckar/Fils.

Am 14. Juli wurde er hier im Zuge der erweiterten Präsidiumssitzung in Wernau vom Präsidenten mit der Silbernen Ehrennadel des Schachverbandes ausgezeichnet!

Karlsruhe – Schwimmen im Haifischbecken

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von Christian Göppinger am Montag 16.7.2018 15:19
9. Karlsruher Jugendopen

Mit der spielstarken Mannschaft aus Karlsruhe machte unsere Jugendmannschaft bereits Bekanntschaft. Nun traute man sich furchtlos auf feindliches Gebiet bei einem der größten Jugendturniere in Baden-Württemberg – dem 9. Karlsruher Jugendopen am 14. Juli. Inmitten von 188 Kindern und Jugendlichen hieß es im Turniergetümmel auch gegen die dicken Fische zu bestehen, was sich als keine einfache Aufgabe herausstellte. Für Ostfildern dabei waren hier Tom (U8), Oliver (U12) und Romeo (U12). Insgesamt 7 Runden Schweizer System mit jeweils 20 Minuten Bedenkzeit für Spieler und Partie stellten den Turniermodus dar.

Tom hat offensichtlich nach seiner letzten Turnierteilnahme das Schachfieber auch erwischt. In der U8 spielte er zu Beginn stark auf und sammelte von Partie zu Partie den vollen Punkt ein, konnte diese Schlagkraft allerdings leider nicht über alle sieben Runden beibehalten und belegte schließlich Platz 12. Dennoch bekamen auch hier seine Gegner der ersten Runden einen Vorgeschmack, was sie vermutlich mit Tom in Zukunft erwartet.

In der U12 gestaltete sich das Feld sehr gemischt. Von insgesamt 31 Teilnehmern war rund die Hälfte unter 1000 DWZ oder DWZ-los eingestuft, während vor allem die Karlsruher Jugend sich mit bis zu 1700 DWZ und Heimvorteil bereit machte kräftig auszuteilen. Sowohl Oliver, als auch Romeo waren nicht in der Stimmung Gefangene zu machen und kämpften entschlossen ihre Partien ohne ein einziges Remis aus. Romeo spielte durchaus konstant vorne mit, sammelte hierbei 4 Punkte aus insgesamt 7 Runden ein und erreichte somit Platz 13, ähnlich zu seinem Setzplatz.

Oliver punktete solide Runde für Runde, während ein regelrechter Schwarm an Karlsruher Jugendspielern sich in der Tabelle beim Kampf um das Podium um ihn tummelte. Letztendlich waren es die beiden vor ihm gesetzten Karlsruher, die ihm mit zwei Verlusten einen Strich durch die Rechnung machten, sodass Oliver mit Platz 4 knapp das Treppchen verpasste.

Ausschreibung
Ergebnisse
Teilnehmerliste

Die Vereinsjugend - momentan unaufhaltsam!

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von Christian Göppinger am Sonntag 8.7.2018 19:15
U12-Bezirksjugend-Mannschaftsmeisterschaft – souveräner Abschluss
Das Siegerteam des letzten Spieltages: Ivan, Romeo, Oliver und Valeria
Das Siegerteam des letzten Spieltages: Ivan, Romeo, Oliver und Valeria

Bereits durch alle Vorrunden hinweg pflügte die Jugendmannschaft der U12 mit einem tadellosen Ergebnis ohne eine einzige Punkteteilung, geschweige denn einem Verlust. Am 8. Juli gewann man erneut überzeugend gegen Göppingen mit 3:1 und gegen den RSK Esslingen mit 4:0. Somit belegte die Vereinsjugend hier mit klarem Vorsprung und insgesamt nur einem abgegebenen Brettpunkt den ersten Platz. O. Schwartz, I. Chugunov, L. Zimanovic, R. Walter, D. Sachenko und V. Chugunova waren die fleißigen Punktesammler.

Offizielle Ergebnisse


22. Jedesheimer Jugendturnier

Angesichts der enormen Turnieraktivität der Vereinsjugend fällt es zunehmend schwer hier überhaupt mit der Berichterstattung mitzuhalten. Erneut aktiv im Schachgetümmel und ebenfalls erfolgreich zeigte sich die Jugendtruppe am 2. Juli in Jedesheim bei großartigem Sommerwetter. Insgesamt 106 Kinder und Jugendliche zwischen 5 und 25 Jahren aus Württemberg, Bayern und Vorarlberg waren zugegen beim gedanklichen Kräftemessen.

In der Altersgruppe U8 sammelte T. Schönyan weitere Turniererfahrung und sackte einige saftige Punkte ein, womit er sich Platz 5 sicherte.

Eine Altersgruppe höher stellte sich I. Chugunov seinen insgesamt neun Kontrahenten. Trotz starker Leistung gelang es einem seiner Gegner mit einem halben Punkt Vorsprung noch vorbeizuziehen, womit er hier selbst Platz 2 erspielte.

In der U12 gingen gleich zwei Spieler für Ostfildern an den Start. Mit 18 Spielern war diese Gruppe zahlenmäßig und auch stärketechnisch gut besetzt. Bereits im Vorjahr verpasste O. Schwartz hier knapp den Gruppensieg und auch dieses Jahr stellte sich banges Warten ein, nachdem er sich punktgleich mit 5,5 Zählern die Führung mit einem Kontrahenten teilte und die Feinwertung die Entscheidung brachte – dieses Mal für Oliver! Glückwunsch!

Mannschaftskamerad und in dieser Gruppe zugleich Kontrahent R. Walter spielte ebenfalls stark mit und sicherte sich mit 4,5 Punkten Platz 6.

Offizielle Ergebnisse