Aktuelles

Aktuelle Termine, Events und Informationen über unseren Verein.

Kreisjugendeinzelmeisterschaft 2019

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von Reinhard Krämer am Montag 2.12.2019 01:16

Kreisjugendeinzelmeisterschaft 2019

Alexander Marx
Alexander Marx
Ivan Chugunov und Olaf Grube
Ivan Chugunov und Olaf Grube
Valeria Chugunova
Valeria Chugunova

Alexander Marx Kreisjugendmeister U12
Ivan Chugunov Kreisjugendmeister U16


Zehn Jugendliche vom SC Ostfildern haben bei den diesjährigen Kreisjugendmeisterschaften in Altbach teilgenommen.
Es gab in allen Altersklassen Pokale.

Durch die Bank haben sämtlich Ostfilderner Spieler hervorragend abgeschnitten:
Darunter sogar 2 Kreismeistertitel durch Aleander Marx und Ivan Chugunov der eigentlich noch für die U12 startberechtigt gewesen wäre.
Valeria Chugunova ergatterte sogar 2 Pokale, einmal als Zweitplazierte in der U14 und weiterhin als bestes Mädchen des Turniers!

Hier die Einzelergebnisse:

U10:
2. Platz Daniel Sachenko 6 aus 7
4. Platz Tim Nagel 4 aus 7

U12:
1. Platz Alexander Marx 5 aus 6
5. Platz Silas Schuler 3,5 aus 6

U14:
2. Platz Valeria Chugunova 5 aus 7 zudem bestes Mädchen im Turnier
7. Platz Adrian Marx 4 aus 7
9. Platz Christian Kasperovich 3 aus 7

U16:
1. Platz Ivan Chugunov 4,5 aus 5
3. Platz Olaf Grube 2,5 aus 5

U18:
2. Platz Florian Dörr 4 aus 5

Trauer um Werner Reichow

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von Reinhard Krämer am Donnerstag 28.11.2019 23:31
Letzter Gruß
Letzter Gruß

Am 25. November ist unser Ehrenvorstand Werner Reichow im hohen Alter von 92 Jahren verstorben.
Werner war 31 Jahre lang 1. Vorsitzender des Schachclub Ostfildern.
Wir haben ihm viel zu verdanken und werden ihm immer ein ehrendes Andenken bewahren.


Die Trauerfeier findet am Mittwoch, 04.12.2019, um 13:00 Uhr auf dem Friedhof in Lichtenwald-Hegenlohe statt.

Link zur Gedenkseite

Trauer um Colin Rodewald

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von Reinhard Krämer am Mittwoch 23.10.2019 13:07

Mit Bestürzung haben wir die Nachricht erhalten, dass unser junger Schachfreund Colin Rodewald am Wochenende verstorben ist.


Die Trauerfeier findet am Freitag, 25.10., um 14:00 Uhr auf dem Waldfriedhof in Wolfschlugen statt.

Link zur Gedenkseite

BW Mannschaftsmeisterschaft

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von Christian Göppinger am Sonntag 7.7.2019 15:30
Nach der ersten erfolgreichen Qulifikation zu den Deutschen Vereins-Mannschaftsmeisterschaften im Vorjahr bestand nun die Chance für unsere U12 Jugendmannschaft nochmals nachzulegen.
Ostfilderns Vierergespann
Ostfilderns Vierergespann
Vom 5. Juli bis zum 7. Juli fand die Baden-Württembergische Mannschaftsmeisterschaft bei hochsommerlichen Temperaturen in Rottweil statt, von uns mit von der Partie waren O. Schwartz (Brett 1), I. Chugunov (Brett 2), R. Walter (Brett 3) und C. Kasperovich (Brett 4).
Unter den insgesamt 6 Teams war unsere Mannschaft als Wertungsfavorit gesetzt, jedoch spielte Karlsruhe wie im Vorjahr schon stark auf und auch die übrigen Mannschaften leisteten kräftig Gegenwehr.

Nach einem Mannschaftsremis gegen Neureut in der Auftaktrunde überspielten unsere Jungs die Gegner aus Untergrombach in Runde 2 mit 2,5:1,5 Punkten. Runde 3 gegen Weingarten endete erneut mit einem 2:2 friedlich, während man sich in Runde 4 gegen Bebenhausen mit 2,5:1,5 erneut behauptete. Runde 5 hielt mit dem Duell Karlsruhe gegen Ostfildern die größte Bewährungsprobe bereit. Leider konnten sich schlussendlich die Gegner mit einem Punkt Vorsprung durchsetzen.
Damit beendete unser Team das Turnier auf Platz 3 und sicherte sich nun zum zweiten Mal die Qualifikation zur Teilnahme an den Deutschen Meisterschaften!
Besonders bemerkenswert war im Turnierverlauf R. Walters bärenstarke Punkteausbeute mit 4,5/5!
Wir drücken unseren Jungs für Magdeburg die Daumen.

Qualifikation gesichert!
Qualifikation gesichert!

BW Endrunde 2019

Deutsche Jugendeinzelmeisterschaften 2019

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von Christian Göppinger am Samstag 8.6.2019 20:23
Ivan und Oliver
Ivan und Oliver
Die Deutschen Jugendeinzelmeisterschaften sind am 8. Juni angebrochen und verwandeln Willingen mit über 700 Teilnehmern für die anstehende Woche in eine regelrechte Pilgerstätte des Jugendschachs.

In diesem Getümmel beweisen sich auch zwei Spieler unserer Vereinsjugend.
Die erste Runde beginnt am Sonntag, dem 9. Juni, um 8.30 Uhr - wir drücken den Jungs die Daumen!

U10 (58 Teilnehmer): Ivan Chugunov DEM U10
Ivans Auftaktrunde am Livebrett
Ivans Auftaktrunde am Livebrett

Paarungen Runde 1
Das Turnier startete für Ivan direkt mit einer großen Herausforderung. Der nach Rangliste zweitstärkste Spieler mit 1820 DWZ saß ihm gegenüber. Zur Freude der heimischen Fanabteilung wurde die Partie live übertragen, sodass ein Mitfiebern in (mehr oder weniger) Echtzeit möglich war. Die Partie schien in einen normalen offenen Sizilianer mit 2. e6 zu münden, als Ivan mit 3. c3 diesem Plan einen Riegel vorschub, was den Alapin-Antisizilianer signalisierte. Ivan erhielt auf weniger stark ausgetretenen Pfaden mit Königsläuferfianchetto bald eine gut spielbare Stellung mit aktiven Figuren, was zu ersten Angriffsversuchen gegen die schwarze Stellung führte, wonach er erfolgreich einen Bauer einsackte mit guten Aussichten. Schwarz hatte dennoch etwas Aktivität vorzuweisen, sodass sich beide Spieler hier auf ein friedliches Partieende mit Remis einigten. Soweit ein starker Auftakt!

Paarungen Runde 2
Nach dem Remis in der Vorrunde bekam es Ivan nun mit einem Gegner mit 1680 DWZ zu tun. Leider lief in der lang umkämpften Partie nach stark gespielter Eröffnung (Abtausch Caro-Kann) und Mittelspiel im Endspiel nicht alles rund, sodass hier eine Niederlage verbucht werden musste.

Paarungen Runde 3
Trotz der Niederlage aus Runde 2, blieb die Moral ungebrochen, was sich in einem wichtigen vollen Punkt manifestierte!
Die Partie startete mit einem wilden Winawer-Franzosen, in dem Ivan das schöne und bekannte Moiv des Läuferopfers auf h7 anbringen konnte, was ihm früh einen wichtigen Bauer und starken Angriff versprach. Kompromisslos brachte Ivan gekonnt seine Figuren in den Angriff ein und beendete diese starke Angriffspartie nach nur 21 Zügen!

Paarungen Runde 4
Beflügelt vom Sieg in der Vorrunde kam nun für Ivan der Ball richtig ins Rollen. Gegen einen weiteren, nach Papierform leicht unterlegenden Gegner, behauptete er sich erfolgreich, sackte einen wichtigen Punkt ein und schraubte sich somit erneut deutlich nach oben im Tabellenstand!
Diese Partie sah Ivan erneut auf der schwarzen Seite der Caro-Kann Eröffnung, in welcher sein Kontrahent eine etwas weniger stark frequentierte Variante im Vorstoßcaro wählte. Nach dem schlechten 9. cxd3 hatte Ivan die Karten in einer angenehmen Französich-artigen Stellung fest in der Hand, die er dank der Gegnerischen Taktikschwächen bald entscheidend verwertete.

Paarungen Runde 5
Nach der starken Punkteausbeute aus den Vorrunden bekam es Ivan nun mit einem 1580er zu tun. Die Begegnung verlief über 60 Züge umkämpft, jedoch endete mit zwei Königen am Ende des Gefechts die Begegnung im Remis.
Eröffnungstechnisch kam hier Italienisch aufs Brett. Ivans Gegner tappte auch hier in eine taktische Falle und musste bald einen Läufer aufgeben, schlug jedoch mit taktischen Verwicklungen zurück, aus denen er mit einem Mehrbauer hervorging. Figuren kamen vom Brett und bald stand eine theoretische Turmendspiel-Stellung an, die als Remis gilt. Ivan gelang die Verteidigung, womit die Partie in der Punkteteilung endete.

Paarungen Runde 6
Die sechste Runde lief leider nicht ganz rund. Gegen seinen 1630 DWZ schweren Gegner versuchte Ivan früh die Eröffnung mit der Skandinawischen Verteidigung zu bestimmen, was ihm eine einfache und gut entwickelte Stellung ohne Schwächen mit den schwarzen Steinen nach einigen Zügen bescherte. Nach dem ersten Figurentausch ließ Ivan jedoch eine solide Bauernwalze seines Gegner zu, woraus sich ein gedeckter Freibauer auf c5 manifestierte mit aktiven Figuren und guten Angriffsaussichten für Weiß am anderen Flügel. Die Drohungen wurden mit der Zeit zu stark und als ein gegnerischer Turm noch seinen Weg auf die 7. Reihe fand, sah es sehr düster aus. Kurz darauf fand sich Ivan in einem verlorenen Turmendspiel wieder, das er leider aufgeben musste. Der Gegner spielte hier einfach zu stark in einer unangenehmen Stellung - wir drücken Ivan für das Comeback in Runde 7 die Daumen!

Paarungen Runde 7
Typisch Ivan. Vorrundenniederlage weggesteckt und direkt gegen seinen 1500 DWZ starken Gegner den vollen Punkt eingesammelt!
Erneut kam für Ivan ein Italiener aufs Brett. Nach einigen Manövern hatte sich Ivan gute Vorposten für seine Figuren erkämpft und erneut entschied eine clevere, taktische Kombination mit Gewinn einer Figur die Partie für ihn.

Paarungen Runde 8
Auch in Runde 8 hielt sich Ivan gegen einen starken Gegner (1646). Die Partie endete schließlich im Remis.
Mit den schwarzen Steinen gab es erneut Caro-Kann. Dieses Mal jedoch die alte Hauptvariante, ein später Favorit von Karpov, mit Sd7. Beide Spieler erhielten eine gesunde Stellung, während Ivans kurze Rochade leider ein Fehltritt war und seinem Gegner bald erste Angriffsambitionen bescherte, welcher entsprechend den h-Bauer in einer Stellung mit heterogenen Rochaden vorwärts jagte. Ivan stürmte ebenso mit dem b-Bauer los, was jedoch recht langsam erschien, als sein Gegner eine Qualität für Angriff opferte, der sehr gefährlich aussah. Ivan hatte hier objektiv alle Hände voll zu tun, um die Stellung zusammen zu halten. Sein Gegner fand glücklicherweise nicht die beste Zugfolge und eine für Weiß objektiv gewonnene Stellung wurde deutlich spielbarer für Schwarz. Letztendlich remisierten die Spieler - ein für Ivan glückliches Ergebnis, zumal Weiß in der Endstellung trotz Qualität weniger die deutlich besseren Aussichten und vermutlich eine objektiv gewonnene Stellung hatte.

Paarungen Runde 9
Am Livebrett ging es am Freitag gegen einen 1640er mit den Schwarzen Steinen für Ivan los. Erneut kaum Caro-Kann mit Sd7 aufs Brett, jedoch spielte Ivan etwas zu schnell und übersah einen einfachen Doppelangriff, der seinem Gegner früh einen extra Bauer bescherte. Das nachfolgende Dc8 war leider auch nicht gut, wonach La6 dem weißen bereits spielentscheidenden Vorteil eingebracht hätte. Der Damentausch seines Gegnern hielt Ivan hingegen in der Partie - schön war es jedoch nicht. Etwas unsauber ging es auch weiter, wobei die schwarze Stellung nach wie vor keinen Spass bereitete und die Gegnerschaft mit einfachen Zügen und einem weiteren Bauerngewinn den Vorteil weiter ausbaute. Nachdem die Türme vom Brett kamen, stand Ivan in einem Endspiel mit 2 Bauern Nachteil und 2 potentiellen verbundenen Freibauern des Gegner pleite - lediglich die Zeit war auf seiner Seite. Unerwartet erlaubte sein Gegner jedoch hier einen Leichtfigurentausch, nachdem unterschiedlich farbige Läufer auf dem Brett standen, womit sie die Remisbreite immens erhöhte. Hierfür war jedoch genaues Spiel gefragt - 33...Lc1 hätte die gegnerischen Bauern dezimiert oder festgelegt, während Ivans 33...f5 seinem Gegner 34. c4 erlaubt hätte - was dieser aber nicht sah. Ivan erkannte nun den Plan, verlor aber durch f5 selbst wichtige Bauern am Königsflügel. Sein Gegner rutsche nochmals etwas aus, erhielt aber dennoch eine gewonnene Stellung mit 3 Bauern gegen einen einsamen Läufer, womit Ivan sich geschlagen geben musste. Eine unglückliche Partie. Nach zu schnellem Spiel in der Eröffnung war nicht mehr viel zu machen.

Paarungen Runde 10
Ivans Runde startete erneut mit einer Italienischen Partie - jedoch wählte Ivan eine Zugfolge ins Italienische Vierspringerspiel, die als einfacher Ausgleich für Schwarz nach 4...Sxe4! angesehen wird und teilweise für den Nachziehenden im Vorteil endet. Ivans Gegenüber (1230) kannte diesen Trick vermutlich nicht, sodass eine normale Partie entstand. Ivan ging bald mit der langen Rochade in den Angriffsmodus über, was objektiv der Stellung des Schwarzen den Vorzug gab. Die folgenden Züge waren von beiden Seiten etwas Stellungsuntypisch und ungenau, am Ende stand jedoch ein angenehmer Vorteil für unser Jugendtalent. Die Bewertung schwankte von Zug zu Zug weiterhin wild hin und her, als von beiden Spielern gute Chancen ausgelassen wurden. Am Ende war es jedoch Ivan, der zu ambitioniert spielte und sein 30. c4 war objektiv eher eine Angriffseinladung von Schwarz, als für ihn selbst. Sein Kontrahent nutzte seine Chancen jedoch nicht und patze bald darauf mit 33...cxb3, was Ivan bei richtigem Spiel eine absolute Gewinnstellung einbringen könnte. Ohne langes Zögern sah unser Taktiker die richtige Fortsetzung und die Partie endete wenig später mit Schachmatt! Ein wilde Achterbahnfahrt, in der alles offen war. Dieser wichtige Punkt kommt ihm sicher im Endstand zu gute.

Paarungen Runde 11
Die Schlussrunde verlief für unsere Jungs leider nicht wie erhofft. Ivan musste eine Niederlage gegen seinen 1500 DWZ starken Gegner wegstecken.

Dennoch schnitt er auf Platz 29 am Ende mit 5,5/11 besser ab, als sein Setzlistenplatz (31) es vermuten ließ, punktete sehr stark gegen schwächere Kontrahenten und schlug sich wacker gegen überlegene Gegner. Ein Blick in die Partien verrät, dass mit etwas konstanterem Spielfluss und mehr Ruhe noch deutlich mehr Potential zu Punkten hätte umgemünzt werden können.

U12 (58 Teilnehmer): Oliver Schwartz DEM U12
Oliver vor Runde 1
Oliver vor Runde 1

Paarungen Runde 1
Während Ivan in der U10 direkt gegen einen der Favoriten gepaart wurde, hatte Oliver eine (auf dem Papier) weniger gefährliche Begegnung mit einem 1400ter zum Turnierstart zu erwarten. In Jugendturnieren sollten Gegner nie unterschätzt werden, jedoch holte Oliver wie erwartet im Vorstoßfranzosen nach einer längeren Partie schließlich den vollen Punkt!

Paarungen Runde 2
In Runde 2 stand für Oliver eine Begegnung mit einem 1820 DWZ schweren Gegner am Livebrett an. Nachdem die Partie im beschleunigten Drachen auf Nebenpfaden ihren Lauf nahm, folgte ein kurzer Schreckmoment, als Oliver mit 10.... Db6 einen schwerwiegenden Eröffnungsfehler spielte, den sein Gegner jedoch mit 11. b4 glücklicherweise nicht bestrafte (11. c5 hätte bereits einen großen Weißen Vorteil eingebracht). Die anschließende Stellung sah gesund aus mit gegenseitigen Chancen und die Partie endete zeitnah in einem versöhnlichen Remis.

Paarungen Runde 3
Die Dritte Runde hielt einen, mit nahezu 2000 DWZ, bärenstarken, bekannten Gegner für Oliver am Livebrett bereit. Mit den weißen Steinen führte Oliver die Partie in den offenen Sizilianer, woraus sich eine typische Maroczy-Stellung des Beschleunigten Drachen entwickelte. Im Partieverlauf behielt Oliver einen kleinen, aber stabilen positionellen Vorteil, der typisch für diesen Stellungstyp ist, während sein Gegner weiter auf der Uhr ins Hintertreffen geriet. Nach einigen Zügen schien die Partie ausgeglichen und beide Spieler einigten sich auf ein Remis.

Paarungen Runde 4
Erneut am Livebrett und erneut mit einem äußert DWZ-gewaltigen (1940) Gegner konfrontiert, begab sich Oliver eröffnungstechnisch mit den schwarzen Steinen erneut in einen Beschleunigten Drachen. Obwohl kein Maroczy aufs Brett kam, wollte Oliver die Eröffnung nicht im eigenständigen Fahrwasser des Beschleunigten Drachen halten und entschied sich dazu in den normalen Sizilianischen Drachen mit 8... d6 überzugehen, was seinem Gegner die Möglichkeit eröffnete den (für beide Seiten) sehr aggressiven und gefährlichen Yugoslawischen Angriff mit heterogenen Rochaden einzuleiten, womit Olivers Gegner bald einen guten Angriff aufzog, jedoch etwas unsicher war wenn es darum ging den Abzug zu drücken. Dadurch öffnete sich das Zentrum und die akute Mattgefahr nahm drastisch ab, jedoch behielt Weiß hier stets einen kleinen Vorteil. Nach dem Abtausch eines Leichtfiguren- und Turmpaares spielte Olivers Gegner mit 35. Ke2 einen Fehler, der Oliver mittels 35...Sd4+ deutlichen Vorteil versprach, da der c2-Bauer aufgrund des Röntgenfesselung auf der d-Linie nicht mit dem König gedeckt werden kann. Dieses Motiv war allerdings schwer zu sehen. Es würde 36... e6 folgen und ein Abzugschach mit dem Springer. Leider fand Oliver nicht die richtige Zugfolge und rutschte in Folge dessen in eine deutlich schlechtere Stellung ab.Als es schon fast aussichtslos aussah, kämpfte Oliver verbissen weiter und aktivierte seine Figuren. In den nachfolgenden Zügen gelang es ihm geschickt die gegnerischen Bauern am Königsflügel zu dezimieren und sich eigenen eigenen, gefährlichen Freibauer zu erkämpften, der das Brett hinunter donnerte. Für seinen Gegner kam es sogar noch übler, als Oliver dessen weit vorgerückten Freibauer eroberte und nun drohte das Materialverhältnis gänzlich auszugleichen. Beide Seiten besaßen nun kaum noch Material und die resultierende Stellung erschien sehr ausgeglichen, womit die Partie Remis endete. Eine großartige Kämpferpartie wurde schließlich belohnt.

Paarungen Runde 5
Sizilianischer Drache zum Frühstück
Sizilianischer Drache zum Frühstück
Die DEM scheint sich langsam aber sicher in ein Thementurnier für Oliver zu verwandeln. In seiner Partie gegen einen 1800ter kam erneut der (Hyper)beschleunigte Drache aufs Brett, mit dessen geschickt gewählter Zugfolge der Kontrahent kein Maroczy von Weiß zuließ. Es entstand eine bekannte Stellung aus dem normalen Drachen, mit einem Mehrtempo für Schwarz, wodurch die Stellung für den Nachziehenden als sehr angenehm zu bewerten ist. Das Eröffnungsduell ging hier also leider an Olivers Gegenüber und unser Nachwuchsspieler hatte in der resultierenden Stellung allerhand Probleme, da die normalen Theoriezüge aus dem Drachen mit einem Minustempo oft direkt verloren! So landete Oliver nach der langen Rochade leider bereits in einer Verluststellung. Sein Kontrahent nutzte dies jedoch mit seinem 11... e6 nicht aus - 11...Lxc3 mit folgendem Da5 wäre bereits Pleite für Weiß gewesen. Keiner der beiden Spieler sah die Idee, sodass Oliver sich plötzlich nach ein paar Zügen in einer gesunden Stellung wiederfand. Vermutlich von der Eröffnungsphase irritiert stolperte unser Nachwuchsspieler leider mit 15. Kb1 erneut, was sein Gegner mit Td8 und entscheidendem Angriff hätte ausnutzen können... was dieser aber übersah. Die gewählte Fortsetzung von Schwarz hatte jedoch die konkrete taktische Drohung auf b2 zu schlagen (oder auch nicht...), was Oliver erlaubte ...was sein Gegner übersah. Das gespielte Db4 war jedoch leider mehr als ausreichend und der weiße König zu schutzlos, sodass Oliver eine volle Figur abgeben musste und damit kurz darauf die Partie. Der Mittwoch Morgen lief einfach nicht rund für unsere Jungs. Trotz der unschönen Niederlage war diese Partie schachlich aber sicherlich wichtig, zumal Oliver diese Stellungen gern mit beiden Farben auf dem Brett hat.

Paarungen Runde 6
Runde 6 begab sich auf bekannte Pfade und es sah fast danach aus, als wären wir erneut auf dem Weg in die Drachenhöhle, als Olivers Gegenüber (1480 DWZ) mit 3. d3 noch einen Rückzieher machte. Oliver wählte den Botvinnikaufbau gegen den geschlossenen Sizilianer und leitete bald den ersten Bauernhebel mit 9... f5 ein. Die resultierende Stellung erschien ausgeglichen, jedoch spielte Oliver etwas zu langsam und versuchte künstlich den Damenflügel in Gang zu setzen, während sich seine eigene Dame abseits verkroch. Diese Zeit nutzte sein Gegner um am Königsflügel Raum und Felder zu erkämpfen, was ihm zeitnah mit schönen Vorposten und den besseren Leichtfiguren einen spürbaren Vorteil einbrachte. Dieser Vorteil wurde jedoch durch das ungenaue 25. Lxf5 zunichte gemacht, wonach die weiße Dynamik aus der Stellung verschwand und wieder Gleichgewicht einkehrte. Wenig später war es Oliver, der sich die besseren Felder erkämpfte und es sah so aus, als würde die Partie zu seinen Gunsten kippen, als beide Spieler ein Endspiel mit jeweils 7 Bauern, Turm und Dame begannen. Die Stellung war nun nahe am Gewinn für Oliver, der sich die offene e-Linie gesichert hat und nun mit dem Turm in die Stellung vorzudringen drohte. Angesichts des deutlichen Zeitnachteils verständigten sich die beiden Spieler hier jedoch auf Remis, was für Olivers Gegner sicher eine große Erleichterung war. Nun gilt es Kraft zu tanken und Morgen in aller Frische zurückzuschlagen.

Paarungen Runde 7
Ein neuer Tag, eine neue Runde, der selbe Drache. Der Trend setzte sich auch in Runde 7 fort. Oliver führte die weißen Steine. Als sein Kontrahent (1600) in einen beschleunigten Drachen einlenkte, wählte Oliver erneut den soliden Maroczy-Aufbau. Nachdem beide Seiten ihre Figuren entwickelt hatten und Leichtfiguren getauscht wurden, entstand ein typisches Stellungsbild mit Raumvorteil für Weiß. Weitere Abtauschaktionen kamen Schwarz zu Gute, der nun mehr Platz für seine übrigen Figuren erhielt, jedoch hielt sich trotz beidseitiger, kleiner Ungenauigkeiten ein grobes Gleichgewicht. Als die Damen vom Brett kamen, sah es immer noch ausgeglichen aus, wobei Oliver langfristig ein minimales Plus in Form des Läuferpaares vorzuweisen hatte. Schlussendlich unternahm keine der beiden Seiten das riskante Unterfangen den Einsatz mit einem aktiven Plan zu erhöhen, womit die Partie im Remis endete.

Paarungen Runde 8
Runde 8 begab sich nach 1.e4 c5 auf den Pfad ins vertraute Drachenland - doch Olivers Gegner (1630) hatte anderes im Sinn. 2. b3 brachte beide Spieler in kreative Fahrwasser, wobei der weiße Aufbau mit Tb1 sehr langsam und etwas fragwürdig aussah. Oliver erhielt bald eine gute Stellung mit deutlichem Vorteil, vergab allerdings etwas hiervon, indem er nicht energisch genug die schlechte weiße Koordination ausnutzte. Die Partie blieb weiterhin klar vorteilhaft für Oliver, der nun in Folge einige der stärksten Züge fand, wonach sein Kontrahent regelrecht mit dem Rücken zur Wand stand. 34. g3 war schließlich ein schwerwiegender Fehler und Olivers Übermacht auf den weißen Feldern mit Angriff sollte objektiv die Partie beenden. Zug 38 brachte jedoch die Wende. In dieser Stellung war es etwas schwierig den Zug Te7 oder Te6 zu finden, die das mögliche Schachgebot auf e8 aushebelten und somit der weiße Turm nicht schlagen durfte, aufgrund der Mattdrohung auf g2. Olivers gewähltes Abspiel hatte den eigenen Turm noch auf e8 stehen, wodurch der Turmtausch erzwungen wurde und die Stellungsbeurteilung sich plötzlich von einem absoluten Gewinn zu einem kleinen Vorteil wandelte, welcher nach dem Damentausch noch weiter schrumpfte. Das anschließende Endspiel war trotz Läuferpaar grob ausgeglichen, da die Stellung geschlossen war und beide Spieler einigten sich auf Remis. Eine starke Partie, die eigentlich im vollen Punkt hätte enden sollen. Eine kleine Feinheit entschied hier über das Endresultat.

Paarungen Runde 9
Die finale Runde am 15. Juni bestritt Oliver mit den weißen Steinen gegen einen 1650er. Nach der Eröffnungsphase stand eine normale Italienischstellung auf dem Brett, in der Oliver früh mit 11. g4 zum Angriff überging. 13. Sh5 war der erste kleine Schritt in die falsche Richtung, denn Schwarz hätte mit d5 im Zentrum aktiv werden können, mit Vorteil. Sein Gegner verwarf jedoch diese Idee, sodass Oliver bald selbst d4 durchsetzen konnte, mit einer ausgeglichenen Stellung und gegenseitigen Chancen. Olivers Bauernopfer mit 18. 0-0-0 war stark und in der entstehenden Stellung hätte er mit etwas mehr Mut durch 20. h4 oder e5 mit direkten Angriffsoptionen die besseren Aussichten gehabt. Leider entschied er sich nach einem ungenauen schwarzen Zug für 21. Dd2, was Schwarz mit direktem Angriff oder dessen Vorbereitung wieder ans Ruder gelassen hätte. Glücklicherweise vergab Olivers Gegner diese Möglichkeit mit 21. De8, wonach Olivers einzige Chance aus Gegenspiel mit h4 bestand - was er leider nicht spielte. Sein Gegner fand nun den starken Zug 22...Lc4 und spielte in den folgenden Zügen sehr stark weiter, wodurch Oliver objektiv in einer Verluststellung landete, da 26...b4 mit durchschlagendem Angriff hätte folgen müssen. in einer Stellung mit gegenseitigem direktem Angriff galt es nun mit sehr wenig Zeit genau zu rechnen - Olivers Kontrahent konnte 26...b4 jedoch nicht finden. Nun kämpfte sich Oliver erfolgreich zurück in die Partie, als Schwarz mit 28....Kf8 in Zeitnot einen Fehler spielte, der das Blatt hätte wenden können. 29. Th5 hätte Oliver klaren Vorteil versprochen. Angesichts der davonschwindenden Zeit, fanden hier jedoch beide Spieler nicht die besten Züge.Nach einigen Abtauschaktionen war die Stellung ausgeglichen und endete im Remis.

Somit beendete Oliver seine DEM auf Platz 27 mit 4,5/9 Punkten, etwas hinter seinem Setzplatz (23) und mit den meisten Remis (7 Remis aus 9 Runden) in der U12. Viele der Partien waren hart umkämpft und Oliver schlug sich wacker, jedoch spielte oftmals die knappe Zeit und damit verbunden die ein oder andere vergebene Möglichkeit die entscheidende Rolle und kostete schlussendlich wichtige halbe Punkte. Die Partien waren eindeutig lehrreich und bieten vor allem für Drachenstellungen einiges an Analysematerial.

Schachfieber

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von Christian Göppinger am Freitag 31.5.2019 10:31
Erfolgreiche Königsjäger in Tamm <br />R. Walter, O. Schwartz, I. Chugunov und O. Grube
Erfolgreiche Königsjäger in Tamm
R. Walter, O. Schwartz, I. Chugunov und O. Grube

Der Mai endete für unsere Schachenthusiasten stürmisch und ereignisreich.
Von Turnier zu Turnier gab es wenige Verschnaufpausen - sowohl für die Spieler, als auch den Pressewart.

33. Tammer Jugendopen

Obwohl ein Teil unserer Jugendabteilung gerade erst von den Deutschen Schulschachmeisterschaften zurückgekehrt ist, ging es direkt mit Schnellschach weiter. Am 30. Mai zog es vier unserer Jugendspieler zum 33. Tammer Jugendopen. Mit 20 Minuten Bedenkzeit pro Spieler und Partie mischten sie hier ihre Altersklassen über 7 Runden hinweg kräftig auf und ergatterten allesamt einen Platz auf dem Siegerpodest.

In der Altersklasse U12 legte I. Chugunov mit 5 Punkten und dem dritten Platz stark vor - wurde jedoch von R. Walter mit 5,5 Punkten noch knapp überholt, welcher sich somit den starken zweiten Platz sicherte.
Auch in den höheren Altersklassen setze unser Vereinsnachwuchs der Gegnerschaft kräftig zu.
O. Schwartz pflügte ohne eine einzige Verlustpartie durch das 20 Spieler starke Feld der U14, was ihm mit 6,5 Punkten den klaren ersten Platz mit deutlichem Vorsprung sicherte.
In der U16 verlief das Turnier für O. Grube ebenfalls großartig, welcher mit 3 Punkten den ersten Platz der U16 belegte.


Internationale Stuttgarter Stadtmeisterschaft

Auch in Stuttgart ließ sich Ostfildern nicht zweimal bitten. Bei den Stuttgarter Stadtmeisterschaften ging es ab dem 30. Mai den gegnerischen Klötzen an den Kragen. H. Krämer, F. Dörr, H. Käfer und C. Rodewald schnupperten hier kräftig Schachluft und ließen es sich nicht entgehen abseits ihrer eigenen Runden einen Blick über die Schulter der zahlreichen Titelträger im A-Turnier zu werfen.

Endstand nach 7 Runden
H. Krämer (3/7)
F. Dörr (3,5/7)
C. Rodewald (3,5/7)
H. Käfer (4,5/7)

Deutsche Pokal-Einzelmeisterschaft

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von Christian Göppinger am Sonntag 26.5.2019 16:39
Nach erfolgreicher Qualifikation steht nun für D. Häußler das gedankliche Duell auf 64 Feldern in der deutschlandweiten Fassung des Dähne-Pokals (DPEM) ab Donnerstag, dem 30. Mai, in Magdeburg an.

Insgesamt 32 Teilnehmer (darunter 1 GM, 3 IM, 2 FMs und 1 CM) duellieren sich hier über drei Spieltage hinweg im Kampf um den Titel „Deutscher Pokalmeister 2019" und die Teilnahmeberechtigung für die Deutsche Schach-Meisterschaft im Jahre 2020.

Wir drücken Daniel die Daumen! Mehr Infos zum Turnier finden Sie auf der Homepage des Veranstalters.

DPEM 2019

Deutsche Schulschachmeisterschaften

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von Christian Göppinger am Samstag 25.5.2019 14:13
OHG - DSM WK IV

Ab dem 23. Mai standen für das vierköpfige Jugendgespann des OHGs die DSM WK IV mit neun Runden Schweizer System und 30 Minuten Bedenkzeit je Spieler und Partie auf dem Programm. Im fernen Bad Homburg kämpften O. Schwartz (Brett 1), R. Walter (Brett 2), L. Zimanovic (Brett 3) und C. Kasperovich (Brett 4) im weit gestreuten Feld von insgesamt 38 Mannschaften gegen die cleveren Ideen der Kontrahenten.

Mit viel Wind in den Segeln startete unser Team mit einem krachenden 4:0 Sieg gegen das Leibniz-Gymnasium St. Ingbert, während ihnen in Runde 2 das Gymnasium Buckhorn Hamburg einen Strich durch die Rechnung machte. Etwas angeschlagen musste man auch gegen das Philipp-Melanchthon-Gymnasium Schmalkalden in Runde 3 knapp die weiße Fahne hissen, schlug jedoch gegen das Gymnasium Johanneum Hamburg mit einem 3:1 Sieg in Runde 4 zurück. Auch gegen die Dreieichschule Langen behielten unsere Jugendspieler die Nerven und siegten schlussendlich mit 2,5:1,5. Dem neu gewonnenen Spielfluss hatte auch das Dürer-Gymnasium Nürnberg in Runde 6 nicht viel entgegen zu setzen, sodass ein weiterer 3:1 Sieg den Weg auf die Spielberichtskarte fand. Hart umkämpft ging es zum Ende des zweiten Spieltages mit einer ebenbürtigen Paarung gegen das Pestalozzi-Gymnasium Heidenau in Runde 7 weiter, welche in einem friedlichen 2:2 endete. Am 26. Mai startete unser Vierergespann gegen das Gymnasium Schillerschule Hannover in Runde 8 mit einer Verlustrunde holprig in den letzten Spieltag, konnte sich jedoch in einem starken Schlussspurt in Runde 9 mit einem 3:1 Sieg gegen das Friedrich-Dessauer-Gymnasium Aschaffenburg zurückkämpfen.

Am Ende des dreitägigen Turniers stand ein starker 11. Platz unter 38 Teams mit 11 Mannschaftspunkten und insgesamt 21,5 erspielten Brettpunkten, womit die Erwartungen (Setzlistenplatz 17) deutlich übertroffen wurden!

DSM WK IV


SiP - DSM WK G

Direkt am Ende der DSM WK IV wanderten die Augen bereits gespannt von Bad Homburg nach Friedrichroda zur DSM der Grundschulen, welche vom 27.Mai ab ausgetragen wurde. Unter 74 teilnehmenden Teams mischte hier auch die Schule im Park in der Aufstellung I. Chugunov (Brett 1), D. Sachenko (Brett 2), S. Schuler (Brett 3) und A. Marx (Brett 4) kräftig mit.
Vorsichtig tastete sich die Mannschaft gegen die Grundschule Mertesdorf-Kasel mit einem 2:2 Remis ins Turnier, während in Runde 2 der erste Sieg mit einem 3:1 gegen die Europaschule Am Gutspark Falkensee 2 verbucht wurde. Runde 3 brachte gegen die Grundschule Louis Fürnberg Weimar 1 den ersten Dämpfer, während man dafür in Runde 4 gegen die Karl-Marx-Schule Bremerhaven mit einem krachenden 4:0 umso überzeugender zurückschlug. Die wilde Achterbahnfahrt schien kein Ende zu nehmen, als man in Runde 5 gegen die Bilinguale Montessori Schule Ingelheim die weiße Fahne zücken musste. Das Remis in der Begegnung mit der Alt-Schmargendorf-Grundschule in Runde 6 schien kurzfristig die Situation zu stabilisieren, was sich allerdings durch die Niederlage in Runde 7 gegen die Schule Windmühlenweg Hamburg als Wunschdenken herausstellte. Etwas angeschlagen musste auch Runde 8 gegen die GS unter der Schaumburg Rinteln leider abgegeben werden. Am Schlusstag beendete das Viererteam schließlich das turbulente Turnier mit einem friedlichen 2:2 Remis in Runde 9 gegen die Kinzigtalschule Gründau-Lieblos und belegte somit Platz 35 (18,5 Punkte).

Team der SiP
Team der SiP
Trotz des stürmischen Turniers gab es einen konstanten, unerschütterlichen Faktor, der im gesamten Turnierverlauf über 9 Runden hinweg nicht angetastet wurde.
War es der Zusammenhalt und Teamgeist der Spieler? Der Spass am Schachspiel? Oder gar Freundschaft?
All diese Faktoren spielten eine wichtige Rolle. Allerdings wurden auch sie noch übertroffen von...
Einem bombastischen 100% Score mit 9/9 von I. Chugunov am Spitzenbrett!


DSM WK G

WJEM 2019

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von Christian Göppinger am Montag 22.4.2019 22:24
Bei den diesjährigen Württembergischen Jugend-Einzelmeisterschaften wagt sich unsere Schachjugend wieder am 23. April in Würzburg ins Turniergetümmel.

Folgende Nachwuchstalente gehen hier für Ostfildern an den Start:

U10 Ergebnisse der U10
Ivan Chugunov (Setzlistenplatz 3/32) - (Endplatzierung 3/32)

U12 Ergebnisse der U12
Oliver Schwartz (Setzlistenplatz 4/35) - (Endplatzierung 1/35)
Romeo Walter (Setzlistenplatz 12/35) - (Endplatzierung 13/35)

U14w Ergebnisse der U14w
Valeria Chugunova (Setzlistenplatz 12/13) - (Endplatzierung 12/13)

U16 Ergebnisse der U16
Can Kilinc (Setzlistenplatz 10/26) - (Endplatzierung 6/26)
Olaf Grube (Setzlistenplatz 14/26) - (Endplatzierung 19/26)
Florian Dörr (Setzlistenplatz 23/26) - (Endplatzierung 11/26)

Runde 1
Am 23. startete die Auftaktrunde nach erfolgreich überstandenem Anmeldungsgetümmel. Da zum Beginn üblich sehr DWZ-unausgeglichene Paarungen entstehen, wurden die Erwartungen zumeist Realität, während von unserer Seite jedoch eine faustdicke Überraschung stattfand!
I. Chugunov siegte in der U10, während es hier in seiner Altersklasse „blutig“ zur Sache ging und keine einzige Partie im Remis endete! Auch für O. Schwartz und R. Walter verlief die erste Runde der U12 gut und beide sackten einen vollen Punkt ein, während V. Chugunova in der U14w leider gegen ihre 200 DWZ überlegene Gegnerin die Partie abgeben musste. In der U16 siegte C. Kilinc als DWZ-Favorit, während O. Grube gegen fast 500 Punkte Übermacht das Handtuch werfen musste. Die kleine Sensation lieferte jedoch F. Dörr, der gegen seinen ebenfalls fast 500 DWZ überlegenen Gegner den vollen Punkt erspielte!

Runde 2
In der U10 setzte sich der kämpferische Trend aus der Auftaktrunde fort, dieses Mal fand jedoch zumindest ein Remis den Weg auf die Spielberichtskarte. I. Chugunov bekam es hier erneut mit einem etwas schwächer gesetzten Gegner zu tun und errang den zweiten vollen Punkt. Auch innerhalb der U12 wurden alle Partien bis auf eine ohne Gefangene beendet. O. Schwartz setzte sich als Favorit in seiner Begegnung durch, während R. Walter angesichts der gegnerischen 400 Punkte Übermacht leider den Kürzeren zog. Für Ostfilderns Frauenpower lief Runde 2 innerhalb der U14w leider nicht wie erhofft, sodass sich V. Chugunova letztendlich geschlagen geben musste. Für C. Kilinc stand in der U16 währenddessen eine Bewährungsprobe gegen einen der Favoriten an, gegen den er jedoch trotz der 300 Punkte Unterschied einen kühlen Kopf bewahrte und die Partie in den sicheren Remishafen einlenkte. Auch O. Grube kämpfte hier stark und trumpfte schlussendlich mit einem vollen Punkt auf. F. Dörr begab sich währenddessen nach seinem eindrucksvollen Auftaktsieg erneut in einen Kampf im Stil von David gegen Goliath, welcher dieses Mal jedoch mit einem Sieg seines 600 Punkte überlegenen Gegners endete.

Runde 3
Die Wogen waren in Runde 3 wild. I. Chugunov erlitt in der U10 unerwartet in seiner Begegnung Schiffbruch, während die Runde in der U12 für R. Walter ebenso unerfreulich in Seenot endete. O. Schwartz hingegen blieb mit einem weiteren Sieg klar auf Kurs, während V. Chugunova mit einer spielfreien Runde innerhalb der U14w das Geschehen vom rettenden Ufer aus gemütlich betrachten konnte. In der U16 hatte sich C. Kilinc ebenso gegen einen der Turnierfavoriten ins Rettungsboot geflüchtet, wurde jedoch zeitnah durch die gegnerische Übermacht versenkt, während sich O. Grube und F. Dörr zäh ans Treibholz klammerten und ihren überlegenen Gegnern schließlich jeweils einen halben Punkt abnahmen.

Runde 4
Nach der unfreiwilligen Seenot aus der Vorrunde hatte sich I. Chugunov glücklicherweise erholt und schlug in Runde 4 der U10 erfolgreich mit einem krachenden Sieg zurück, was ihn wieder zurück ins Rennen um den Gruppensieg katapultierte. Auch für unsere beiden Spieler innerhalb der U12 lief die Runde hervorragend. O. Schwartz legte mit einem weiteren Sieg kräftig nach und führte nun mit 4/4 die Gruppe an, während auch R. Walter mit einem vollen Punkt auftrumpfte, was ihn zwischenzeitlich im Mittelfeld platzierte. Auch für V. Chugunova ging es in der U14w aufwärts. Nach der kleinen Verschnaufpause in der Vorrunde erspielte sie nun ein psychologisch wertvolles Remis.
Eine weitere kleine Sensation gab es in der U16 zu bestaunen, als O. Grube seinen 600 Punkte überlegenen Gegner unbeeindruckt überwältigte. Ebenfalls erfolgreich war hier C. Kilinc, der einen weiteren wichtigen Sieg verbuchte. Währenddessen musste F. Dörr leider eine Niederlage einstecken, spielte aber weiterhin deutlich über seiner Wertungszahl, was sich mit Platz 15 auch im Zwischenstand wiederspiegelte.

Runde 5
Einen krachenden Start in den Morgen lieferten unsere Jugendtalente am 26. April ab. I. Chugunov fand nach dem kleinen Ausrutscher in Runde 3 wieder seinen Spielfluss und erbeutete einen weiteren vollen Punkt und somit zwischenzeitlich Platz 3 innerhalb der U10. Für O. Schwartz fand die spektakuläre Siegesserie mit einem Remis allerdings ein Ende, wobei er nach wie vor ungefährdet mit einem halben Punkt Vorsprung die U12-Gruppe anführte, während sein Kollege R. Walter sich mit einem Sieg weiter nach vorn auf Platz 11 verbesserte. V. Chugunova hatte währenddessen in der U14w schwer zu kämpfen und musste leider zum Rundenende hin ihre Partie aufgeben. Umkämpft ging es auch in der U16 zur Sache, bei der ersten Ostfildern-internen Begegnung des Turniers zwischen C. Kilinc und O. Grube, aus der C. Kilinc schließlich als Sieger hervorging. Zeitgleich bearbeitete Kollege F. Dörr einen der angeschlagenen Favoriten des Turnier, der bereits in einer früheren Runde gegen O. Grube unterlag und sicherte sich trotz der 700! DWZ Wertungsunterschied den vollen Punkt, was zu seinem Ruf als Riesentöter weiterhin beitrug.

Runde 6
Ein starker Schlussspurt sicherte in der zweiten Runde des Tages unseren Spielern vielversprechende Aussichten. Innerhalb der U10 nahm I. Chugunov zunehmend Fahrt auf, siegte in seiner Partie an Tisch 1 und gesellte sich somit mit 5 Punkten in die Gruppe der insgesamt 4 Führenden (Platz 2 nach Feinwertung). Auch für O. Schwartz lief es in der U12 optimal. Dank einem erneuten Sieg an Tisch 1 behielt er die Gruppenführung mit einem halben Punkt Vorsprung bei, während R. Walter seine Partie mit einem friedlichen Remis und Platz 13 beendete. Auch V. Chugunova, die sich bislang in der U14w etwas schwer tat erspielte einen wichtigen vollen Punkt. In der U16 wurden in der Zwischenzeit etwas kleinere Brötchen gebacken. O. Grube konnte leider gegen seinen starken Gegner nicht bestehen, während C. Kilinc (nun Platz 5) und F. Dörr (Platz 13) mit einem soliden Remis jeweils ihre letzte Runde des Tages friedlich beendeten.

Runde 7
Mit Runde 7 brach der finale Spieltag am Samstag an. In der U10 beendete I. Chugunov seine Partie am Spitzenbrett mit einer Punkteteilung, was ihm letztendlich dank besserer Feinwertung den dritten Platz mit 5,5 Punkten sicherte! Ebenfalls einen friedlichen Abschluss fand die Partie von O. Schwartz in der U12, was nach einem bärtenstark gespielten Turnier den klaren ersten Platz (und den Meistertitel) mit 6 Punkten ohne Niederlage bedeutete! Harmonie stellte sich nach einem langen, kräftezehrenden Turnier auch am Brett von R. Walter ein, der den Punkt mit seinem Gegner teilte und mit Platz 13 und den 4 erspielten Zählern sein Turnier beendete. V. Chugunova hatte währenddessen in der U14w erneut eine schwere Partie zu verteidigen, die am Ende leider zu ihren Ungunsten sich entfaltete. In der U16 schien die Friedenspfeife inzwischen ebenfalls angekommen zu sein, sodass C. Kilinc (4,5 Punkt, Platz 6) sowie F. Dörr (3,5 Punkte, Platz 11) jeweils ihre Partie mit einem Remis beendeten, während Kollege O. Grube (2,5 Punkte, Platz 19) leider noch zum Schluss die weiße Fahne gegen ein weiteres DWZ-Schwergewicht zücken musste.

Wie so häufig im Jugendschach erlebten unsere Jugendspieler im Laufe des Turniergeschehens beide Seiten der Medaille, behielten aber ihren Kampfgeist bis zur letzten Runde bei.

O. Schwartz und I. Chugunov konnten erneut zeigen, welches Potential in ihnen steckt und profitierten nicht nur von ihrer Spielstärke, sondern auch der bereits gesammelten Turniererfahrung. Beide haben sich mit ihrer Platzierung erfolgreich für die Deutsche Meisterschaft qualifiziert!
Auch F. Dörr setzte ein klares Zeichen, dass in ihm deutlich mehr schlummert, als die trügerische Zahl auf dem Papier vermuten lässt, während sich C. Kilinc gegen ein extrem starkes Teilnehmerfeld behauptete und ebenfalls über den Erwartungen das Turnier beendete.

Schach-Erfolge im Rampenlicht

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von Christian Göppinger am Sonntag 7.4.2019 19:29
Württembergische Vereins-Mannschaftsmeisterschaft 2019

Vizemeister in Aktion
Vizemeister in Aktion
Am 30. März stand für unsere Schachjugend die WVMM 2019 in der Altersgruppe U12 an. Insgesamt 9 Vereine kämpften in 7 Runden Schweizer System um die Spitzenplätze und die Qualifikation für das Baden-Württembergische Finale. Obwohl unser Team auf dem Papier zu den Favoriten zählte, gestaltete sich der Turnierverlauf etwas holprig und es dauerte etwas, bis das Team einen guten Spielfluss fand. Dank starkem Schlussspurt kämpfte sich unsere Mannschaft jedoch erfolgreich zurück und erreichte schlussendlich Platz 2 mit 11 Mannschaftspunkten, dank der Einzelleistungen von Oliver (6,5/7), Ivan (6/7), Romeo (4/7) und Christian (3/7), was die Qualifikation erfolgreich sicherte.

Ostfildern ehrt

In nicht allzu ferner Vergangenheit erlebte unser Verein vor allem, jedoch nicht ausschließlich, von Seiten unserer motivierten Vereinsjugend einige herausragende Leistungen, die auch auf Ebene der Stadt Ostfildern nicht unbemerkt blieben. Ehrungen wurden in diesem Zuge am Freitag, dem 5. April, hierbei für nachfolgende Leistungen vorgenommen.
Geehrt für ihre herausragenden Leistungen<br /> Oliver, Leon, Armin, Romeo, Daniel und Ivan
Geehrt für ihre herausragenden Leistungen
Oliver, Leon, Armin, Romeo, Daniel und Ivan

13. Platz bei der Deutschen Schulschachmeisterschaft, errungen vom Team des Otto-Hahn-Gymnasiums bestehend aus Oliver Schwartz, Leon Zimanovic, Romeo Walter und Noam Rechnagel unter der Betreuung von Moritz Kracke

8. Platz bei der Deutschen Meisterschaft in der Altersklasse U12, erspielt von Oliver Schwartz, Ivan Chugunov, Romeo Walter und Leon Zimanovic unter der Betreuung von Armin Jaeschke

1. Platz bei der Baden-Württembergischen Blitzschachmeisterschaft von Oliver Schwartz

1. Platz beim Württembergischen Dähne-Pokal von Daniel Häußler

Bezirksjugend-Einzelmeisterschaft 2019 in Göppingen

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von Reinhard Krämer am Sonntag 27.1.2019 23:03
Mindestens 7 Ostfilderner für die Württembergischen Jugendmeisterschaften 2019 qualifiziert!
 Valeria, Can, Florian, Romeo und Olaf
Valeria, Can, Florian, Romeo und Olaf
 Unsere U16 Aufsteiger
Unsere U16 Aufsteiger

Folgende Jugendliche sind für die WJEM 2019 in den Osterferien in Würzburg qualifiziert:

Oliver Schwartz (U12/D-Kader)
Ivan Chugunov (U10/D-Kader)
Can Kilinc (U16)
Olaf Grube (U16)
Florian Dörr (U16)
Valeria Chugunova (W14)
Romeo Walter (U12)

Wir gratulieren und wünschen für die Meisterschaften viel Glück!

Hier die Ergebnisse der BJEM: Endstände

Schachfieber in Schwäbisch Gmünd

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von Christian Göppinger am Freitag 4.1.2019 19:31
Das unermüdliche Team
Das unermüdliche Team
Erst vor kurzem von der DVM zurückgekehrt ging es für einen Teil unserer motivierten Schachjugend am 4. Januar direkt weiter in Schwäbisch Gmünd beim 24. Kinderturnier des Staufer-Opens. In insgesamt 4 Altersklassen (U8, U10, U12, U14) mit 66 Jugendspielern wartete eine Menge Spass am Schnellschach auf die Teilnehmer, außerdem Pokale für die drei Sieger jeder Altersgruppe sowie
Sachpreise und Urkunden für alle Teilnehmer.

In der U14 erspielte O. Schwartz mit 6,5 Punkten ohne eine einzige Verlustpartie den Gruppensieg, während V. Chugunova hier drei volle Punkte verbuchte.

Für I. Chugunov in der U10 endete das Turnier mit einem perfekten Ergebnis. Alle 7 Partien konnte er für sich entscheiden, was ihm mit deutlichem Vorsprung den Gruppensieg sicherte. Ebenfalls in der U10 spielte T. Schönyan mit 5 Punkten auf, was ihm Platz 3 sicherte.

R. Walter punktete ebenfalls stark in der U12 und konnte sich mit 5,5 Punkten über Platz 3 freuen.

DVM Runde 7

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von Christian Göppinger am Samstag 29.12.2018 21:10
Fit für den Schlussspurt
Fit für den Schlussspurt
In der Endrunde spielten unsere vier „men in black“ gegen die DJK Aufwärts St. Josef Aachen, welche auf Tabellenplatz 11 standen. Eine gut aufgestellte Mannschaft, die auf dem Papier gegenüber unserem Viererteam an den meisten Brettern ein paar hundert Punkte Vorsprung aufwies. In der Vorrunde spielten sie am ersten Tisch gegen den Hamburger SK, mussten hier jedoch eine vernichtende 0:4 Niederlage hinnehmen und waren entsprechend hungrig auf Mannschaftspunkte und einen starken Schlussspurt.
In dieser Hinsicht stand unser Team ihnen aber in nichts nach! Die Partien starteten bereits um 8.30 Uhr, dieses Mal an Tisch 5 – es war also wie in Runde 6 auch eine Übertragung in Echtzeit verfügbar.

An Brett 1 entwickelte sich eine wichtige Partie – nicht nur für das Team, sondern auch besonders für Oliver, da die Sweschnikow-Variante der Sizilianischen Verteidigung aufs Brett kam. Bei seiner letzten DJEM war dies seine Hauptverteidigung mit den schwarzen Steinen gegen 1.e4, allerdings erhielt er häufig gegen das moderne weiße Spielsystem mit 11.c4 unangenehme Stellungen und musste hier viele harte Niederlagen wegstecken. Sein Gegner (1662) hatte sich natürlich genau deswegen damit befasst, doch Oliver hat seine Hausaufgaben gemacht und war seinerseits bestens vorbereitet. Oliver spielte eine bekannte Theorievariante, in der er früh mit Zug 12 einen Bauern anbot, den sein Gegner nahm, was untypisch ist und darauf schließen lässt, dass Olivers Kontrahent mit dem häufiger gespielten 12. …a5 rechnete. Dieser erbeutete Bauer ist nämlich nicht haltbar und Oliver folge dem bekannten Rezept zur Zurückeroberung, während sein Gegner längst die eigene Vorbereitung verlassen hatte und mit 15. Sd3 eine schlechtere Stellung akzeptiere. Oliver gewann seinen Bauer mit leicht vorteilhafter Stellung zurück, während sich sein gegenüber merklich unwohl fühlte und mit 20. Da4?? Einen handfesten Patzer spielte. Die folgenden Computer-Züge wurden bärenstark von unserem Jugendspieler gefunden, sodass er bald eine absolute Gewinnstellung in Zug 24 auf dem Brett hatte, in der allerdings extrem viele Ressourcen bedacht werden müssen, was es sehr schwierig macht den besten Zug zu finden. Der stärkste Zug, das Läuferopfer 24…Lxg3, ist sehr schwer korrekt zu beurteilen, gewinnt aber forciert, da die weiße Königsstellung dem Angriff nicht standhalten kann, nachdem der Turm auf b8 auf b2 einschlägt und den Angriff über die zweite Reihe unterstützt. Etwas natürlichere Züge, wie 24. Ld3 sollten auch problemlos gewinnen. Olivers 24…Tbe8 war etwas zu vorsichtig, obwohl er sehr viel Zeit in den Zug investierte, hielt aber dennoch Vorteil. Im weiteren Verlauf konnte sich sein Gegner objektiv etwas zurückkämpfen, stand aber nach wie vor unter Beschuss am Königsflügel, was nach seinem ungenauen 29. Df3 spielentscheidend wurde. Oliver fand erneut die stärksten Züge, sodass sein Gegner unter dem Druck nachgab und mit 31. Tfe1 den letzten entscheidenden Fehler beging, den Oliver sofort konsequent und entschlossen bestrafte, was einen wichtigen, weiteren vollen Punkt für Ostfildern bedeutete! Damit führte unser Team 2:0, nachdem Leon bereits an Brett 4 als Sieger aus der Begegnung hervorging.

Brett 2 brachte für Ivan die weißen Steine in einer Französischen Verteidigung, die seine Gegnerin (1527) in die Fort-Knox-Variante leitete, welche entsprechend dem Namen als sehr fest und sicher gilt, aber nur wenige Gewinnchancen für Schwarz bereithält. Beide Seiten verließen früh ausgetretene Pfade, entwickelten ihre Figuren und machten sich für das Mittelspiel bereit. Ivan wollte es auch dieses Mal wissen und entschloss sich für heterogene Rochaden und den Sturm des eigenen h-Bauern, was dem Schwung mit der ganz großen Keule nahekommt, aber auch sehr riskant ist. Im 18. Zug rutsche Ivans Gegnerin bereits etwas aus. Das weiße 19. The1 hätte Dank der Fesselung auf der e-Linie einen Bauern gewonnen, Ivans Fortsetzung hielt die Stellung allerdings in den folgenden Zügen auch im Gleichgewicht und wenig später kamen bereits die Türme und Damen vom Brett, sodass sich beide Seiten in einem Endspiel mit zwei Leichtfiguren, König und 6 Bauern wiederfanden, in dem Weiß jedoch das Läuferpaar gegen die schwarze Kombination von Springer und Läufer besaß, was ein kleines, theoretischen Plus bedeuten sollte. Ivan nutzte seine Möglichkeiten gut aus und setzte seine Gegnerin unter Druck. Letztendlich kamen jedoch die schwarzfeldrigen Läufer vom Brett und der trickreiche schwarze Springer machte Ivans Läufer das Leben schwer, welcher tief im gegnerischen Lager unterzugehen drohte und schließlich durch eine Springergabel verloren ging, wonach die Partie leider trotz des schönen Spiels für uns verloren ging.
Der Sieg ist in greifbarer Nähe
Der Sieg ist in greifbarer Nähe

Am dritten Brett hatte Romeo die schwierigste Paarung der Runde, da sein Gegner (1528) ihm gegenüber 260 DWZ-Punkte Vorsprung aufwies. Davon ließ sich Romeo jedoch nicht beeindrucken und startete mit den schwarzen Figuren in die Abtauschvariante der Französischen Verteidigung. Hier sah es lange ausgeglichen aus, während beide Parteien mit natürlichen Entwicklungszügen ihre Streitkräfte mobilisierten und zunehmend Material vom Brett verschwand, bis sich beide Spieler in einem Endspiel mit Königen, jeweils 7 Bauern und einem Springer wiederfanden, das objektiv vermutlich im Remis enden sollte. Allerdings musste Romeos Gegner angesichts des aktuellen Punktestandes weiterspielen, da die Aachener zwei Siege benötigten um die Begegnung in ein Mannschaftsremis zu retten. Am Schluss versuchte Romeos Gegner zu krampfhaft Wasser aus Stein zu pressen und griff mit 42. Sd3 fehl, was Romeo Vorteil dank des starken Freibauers auf der a-Linie einbrachte. Trotz der besseren Stellung und des bislang sehr starken eigenen Spiels, entschied sich Romeo nun dazu, für das Team und für die Nerven aller Beteiligten nach diesem langen und anstrengenden Turnier, die Partie mit einem Remis zu beenden, was uns den Rundensieg und damit verbunden wichtige, weitere Mannschaftspunkte sicherte!

An Brett 4 ging es für Leon interessant los. Zur Abwechslung kam kein 1.e4 e5 oder Sizilianisch aufs Brett, da sein Gegner (1295) mit 1… d5 die Skandinavische Verteidigung entkorkte. Die Partie erreichte bald originelles Fahrwasser und bot in Zug 7 die erste Chance für Leon auf durch ein typisches Taktikmotiv mittels 7. Lxf7+! Kxf7 8. Sg5+ einen wichtigen Bauer auf f7 zu schnappen und den gegnerischen König von der Rochade abzuhalten, was vermutlich bereits Partieentscheidend gewesen wäre. Leons kurze Rochade war dennoch in Ordnung und sollte ihm angenehmes Spiel sichern. Mit Zug 9 drehte sich jedoch die Lage, da sich in der Brettstellung die Taktik gegen ihn wendete. Über die nächsten Züge hinweg ergatterte Leons Rivale einen vollen Läufer ohne Kompensation und es sah bereits so aus, als wäre die Partie gelaufen, doch Leon kämpfte verbissen weiter und setzte seine Chips auf einen brutalen Königsangriff, indem er alle Figuren vor dem gegnerischen König versammelte. Objektiv war die schwarze Stellung zu verteidigen, wenngleich gefährlich und es dauerte nicht lange, bis Leons Gegner mit 21…g6 ausrutschte und im Folgezug mit 22…e5 die Partie wegwarf, wonach Leon stark den langen, erzwungenen Weg zum Matt berechnete und diesen gnadenlos herunterspielte, was Ostfildern den ersten Punkt des Tages sicherte!

Leon, Valeria, Oliver, Ivan und Romeo bei der Siegerehrung
Leon, Valeria, Oliver, Ivan und Romeo bei der Siegerehrung
Ein gelungener Schlussspurt mit 2,5:1,5 dank starken Spiels an allen Brettern katapultierte unser Team zum Ende des Turniers mit 8 Mannschaftspunkten und 14 Brettpunkten auf Tabellenplatz 8!
Angesichts unseres Setzlistenplatzes 13 ein großartiger Erfolg und ein gelungenes Finale bei unserer ersten Teilnahme bei den DVM.

Das komplette Team aus Ostfildern vor Ort in Magdeburg
Das komplette Team aus Ostfildern vor Ort in Magdeburg
Wir möchten uns an dieser Stelle herzlich bei allen Beteiligten bedanken, die in den vergangenen Tagen für uns die Daumen drückten und mitfieberten.

Großer Dank von unserer Seite gilt zudem der Bürgerstiftung Ostfildern, deren Unterstützung uns als ehrenamtlich organisierten Verein die Teilnahme im fernen Magdeburg und somit diese einzigartige erste Erfahrung als Team auf deutscher Ebene ermöglichte.

Ein großes Dankeschön gebührt zudem Jugendleiter Armin Jaeschke für sein unermüdliches Engagement und seine investierte Zeit in und auch außerhalb der DVM in Magdeburg, ohne welches unsere Jugendförderung in diesem Ausmaß nicht möglich wäre.

In diesem Zuge auch ein Dankeschön an die beteiligten Eltern, welche die vergangenen Tage an der Seite des Teams verbrachten und gleichzeitig als die größten Fans unseren vier Spielern den Rücken stärkten.

Als Pressewart gilt mein Dank an dieser Stelle zudem Jürgen Gatter für seine Einblicke und Einschätzungen, all den fleißigen Hobbyfotografen und Berichterstattern, die mich über das Turnier hinweg unentwegt und verlässlich mit den neuesten Informationen von vor Ort versorgten und all den interessierten Lesern für ihre positive Rückmeldungen im Verlauf der diesjährigen DVM.

Ich hoffe ich konnte alle am Geschehen vor Ort lebendig und aktuell Teil haben lassen und der Leistung unseren vier Jugendspieler gebührend Respekt zollen.

Unserem Team wünsche ich eine gute Rückreise und erholsame Zeit nach diesem Schachmarathon. Ich denke ich spreche im Namen aller, denn ihr habt im Laufe der Woche bärenstark gekämpft und selbst in den düsteren Stunden nie die Motivation und Leidenschaft für das Schachspiel verloren.
Wir sind stolz auf eure Leistungen, euren Teamgeist und euren Fortschritt, sowohl am Brett als auch abseits davon und freuen uns darauf euch wieder im heimischen Ostfildern begrüßen zu dürfen.

Wir sind gespannt, was die Zukunft für unser junges Team bereithält.

Christian Göppinger
Pressewart SC Ostfildern 1952 e.V.
30.12.2018

DVM Runde 6

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von Christian Göppinger am Samstag 29.12.2018 14:43
Der morgendliche Sieg aus Runde 5 gab unserem Team Rückenwind und die Chance vom neu eroberten Tabellenplatz 9 mit 6 Punkten vielleicht nochmal einen weiteren Sprung nach vorn zu wagen.

Für die nächste Runde 6 wartete jedoch erneut ein starkes Team mit den SF Brackel auf, die nach DWZ meist die Nase vorn hatten.

Ab 15 Uhr ist unsere nächste Runde an Tisch 4 am Livebrett in Echtzeit verfolgbar! Alternativ

Qualmende Köpfe während Runde 6
Qualmende Köpfe während Runde 6

An Brett 1 startete Olivers Partie mit der Sizilianischen Verteidigung. Sein Gegner (1707) blieb der eigenen Linie treu und brachte auch hier das Morra-Gambit aufs Brett. Das weiße 7. g3 wirkt etwas merkwürdig, vermutlich witterte Olivers Kontrahent Gefahr oder wollte die schwarze Dame mit späterem Lf4 befragen. Allgemein ging Weiß die Sache recht zahm an, was Oliver weitere Entwicklung erlaubte und langsam aber sicher zu einer Stellung führte, in der Weiß dringend aktives Spiel aufziehen muss, um nicht einfach mit einem Bauer weniger da zu stehen. Der folgende Springerausflug an den Brettrand zeigte sich jedoch als Zeitverschwendung, wonach Weiß wieder auf Kompensation bauen konnte. Nachdem es schwierig schien voran zu kommen verlor Oliver etwas die Geduld mit 16. Sce5, wodurch Weiß taktische Möglichkeiten und damit verbunden leichten Vorteil erhielt. Hier war noch alles offen, jedoch fühlte sich der leicht verklumpte Damenflügel zusammen mit der weißen Aktivität sicher unangenehm an. Wenig später begann die Partie zu kippen. Glücklicherweise übersah Olivers Gegner 20. e5! was vermutlich direkt gewonnen hätte. In den nachfolgenden Zügen gewann Weiß seinen Bauern zurück und hatte Vorteil erreicht. 23. Sd5 hätte erneut große Probleme verursacht, doch glücklicher Weise übersah Weiß die Chance und Oliver kämpfte sich zurück in eine etwas schlechtere Stellung. Nur unwesentlich später wurde der Druck jedoch zu viel und Oliver gab seinem Gegner erneut eine Einladung zu 26. Sd5, das wiederum übersehen wurde. Die Spieler waren sichtlich ausgelaugt von den vorherigen Runden, was 26….Td8 demonstrierte. Hier ergriff Olivers Gegenspieler allerdings seine Chance mit Td7, wonach die schwarze Damenstellung ein ernstes Problem wurde, da auf Lc6 einfach e5 folgen würde. Schwarz fand sich hier in einer passiven Stellung wieder mit deutlichem Nachteil. Nach einiger Überlegung kippte die Partie nach dem unglücklichen 27…. Lc6 gänzlich, die Alternativen waren aber auch alles andere als einladend. Nachdem 28. e5 ausgeblitzt wurde folgten taktische Verwicklungen, aus denen Olivers Rivale zwar nicht den genauesten Ausweg fand, aber dennoch mit klarem, Spiel entscheidendem Vorteil in Form einer ganzen Figur für einen Bauer hervorging. Die letzte Hoffnung war hier die Möglichkeit eines Dauerschachs, was Olivers Gegner jedoch umgehen und die Partie für sich entscheiden konnte..

Am zweiten Brett begann für Ivan die Partie mit dem Läuferspiel nach 1.e4, was sich erst über eine Art Wiener Variante bis hin zu originellen Gefilden entwickelte. Ausgehend von der letzten bekannten Stellung punktete hier Weiß aber anständig und die Fesselung des Sf6 kann schnell spielentscheidend sein, falls sich sein Rivale (1428) zu einem ungünstigen Zeitpunkt für die kurze Rochade entscheiden sollte. Daher überließ dieser freiwillig Ivan das Läuferpaar und nach heterogenen Rochaden besaß Ivan einen angenehmen positionellen Vorteil. Es lief jedoch leider alles anders. Nachdem Ivans schwarzfeldriger Läufer passiv abgedrängt wurde, öffnete sein Gegner das Zentrum. Ivan reagierte hier mit der langen Rochade schlecht, was durch Taktik einen Bauern verliert. Hier war die extrem schöne Pointe 14. dxe4 Le3! möglich, was die Läuferdeckung aufhebt und somit einen Materialrückgewinn durch eine Gabel mit Gewinnstellung ermöglicht. Leider reichten aber auch viele andere Fortsetzungen für einfachen Vorteil für Schwarz aus. Letztendlich entschied sich Ivan dazu in den sauren Apfel zu beißen und mit einem Bauer weniger aber den Figuren auf dem Brett mit 14. h4 weiter zu spielen. Bald darauf ging es leider weiter bergab. 17. Sg5 war ein Patzer, den sein Gegner direkt mit e3 bestrafte, wonach eine Figur verloren ging. Ivan versuchte bemüht den Gegner vor taktische Probleme zu stellen, aber die schwarze Stellung verfügte über zu viele Ressourcen, sodass die unternommenen Versuche ohne viele Zugeständnisse pariert wurden. In Verzweiflung versuchte er noch einen letzten Trick, den sein Kontrahent aber durchkreuzte und im Gegenzug die Dame gewann. Die anschließende Stellung war objektiv aussichtslos, sodass die erste Niederlage quittiert werden musste.

Romeo bekam während dessen an Brett 3 von seinem Gegenüber (1444) 1.e4 vorgesetzt, was er mit der Französischen Verteidigung beantwortete. Die Partie entwickelte sich entlang typischer Stellungsbilder des Tarraschsystems mit 3. Sd2. Romeo wählte ein solides System, in dem Schwarz einen isolierten Damenbauer hinnimmt, dafür aber gesunde Entwicklung erhält. Romeos Gegner spielte etwas übervorsichtig, was objektiv schnellen Ausgleich bedeuten sollte und von Romeo gekonnt für zügige Entwicklung ausgenutzt wurde, wonach Schwarz bereits besser stand. Im 12. Zug hätte …g5! Weiß bereits ganz konkret vor signifikante Probleme gestellt, gefolgt von Se4 mit bärenstarkem Angriff. Allerdings ist ein Zug wie g5 schwierig zu spielen, da man zeitgleich den eigenen König öffnet. Romeos Lf5 war hingegen auch in Ordnung, jedoch vergab er mit nachfolgendem Dd6 die letzte Möglichkeit die …g5 Ressource auszunutzen, stand aber dennoch angenehmer. Im 14. Zug übersah Romeo seine eigene Fesselung und hätte mit 14…Dxg3 einfach eine Figur gewinnen können, ließ die Chance aber verstreichen, was seinen Gegner vermutlich vor dem Nervenzusammenbruch bewahrte. Dieser hatte inzwischen seine Entwicklung abgeschlossen, wonach eine grob ausgeglichene Stellung entstand. Man merkte, dass es etwas an einem klaren Plan fehlte, als weitere Figuren getauscht wurden, wodurch langsam der Isolani zu einem langfristigen Problem werden könnte. Dennoch hatte er aktive Figuren vorzuweisen und nützlichen Druck gegen f2, womit Gleichgewicht bestehen sollte. In Folge kamen auch die Damen vom Brett und es sah so aus, als würde man auf ein grob ausgeglichenes Turmendspiel zusteuern, in welchem der Isolani nach wie vor die Zielscheibe des weißen Spiels sein sollte. Schlussendlich gab es hier jedoch wenig Bewegung und angesichts des Zwischenstandes bot Romeos Gegner Remis an, welches angesichts der Stellung und Zeit angenommen wurde, womit sich beide Spieler friedlich trennten.

Brett 4 mündete zeitgleich über eine etwas unübliche Zugfolge in das Vierspringerspiel über. Hier spielte Leon 4. Lc4, das aus Sicht der Theorie Schwarz nun mit dem Trick 4….Sxe4! Ausgleich verspricht und leicht auch in schwarzen Vorteil ausufern kann, sollte Weiß ungenau fortsetzen. Leons Gegner (1098) scheute davor jedoch zurück, sodass eine recht typische Partie des italienischen Vierspringerspiels entstand, in welcher Leons 9. b3 etwas ungewöhnlich für diese Stellung war, aber alles im grünen Bereich blieb. Kurze Zeit später erreichte Leon eine mehr oder minder ausgeglichene Stellung, in der weitere Figuren vom Brett verschwanden und sich ein kleines Plus für unseren Spieler einpendelte. Nachdem die eigenen Figuren aktive Felder fanden legte Leon taktisch los. 22. Sxh6! schnappte einen wichtigen Bauer, der bei korrekter Fortsetzung spielentscheidend sein sollte. Leon blieb genau und erlaubte kein Gegenspiel, während die Stellung weiter zu seinen Gunsten kippte.
Leon sichert Ostfildern einen vollen Brettpunkt
Leon sichert Ostfildern einen vollen Brettpunkt
Im 36. Zug, als die Stellung fast schon als klarer Gewinn zu verbuchen war, nahm Leon leider mit dem falschen Springer auf c3, was seinem Gegner eine Gabel erlaubte, um das Spiel wieder auszugleichen – welche dieser ausließ. Beide Spieler fanden nicht die genauesten Züge und die trickreichen Springer sorgten am Ende für eine grob ausgeglichene Stellung, in der jede Ungenauigkeit jedoch schnell zu ernsthaften Problemen führen konnte. Nach weiterem Bauernschwund auf beiden Seiten ergab sich nochmals Spannung. Während Leon am Königsflügel eine Bauernmehrheit erhielt, wartete Schwarz mit seiner eigenen Mehrheit am Damenflügel auf und begann zügig den a-Bauer das Brett hinunter zu jagen.
Plötzlich brachte ein Patzer des Gegners Leon eine unerwartete Chance. 53. f7+ leitet in eine forcierte Gewinnvariante für Weiß. 53. f7+ Kf8 54. g6 a2 55. Sd7+ Ke7 56. f8D+ Kxd7 wonach anschließend der schwarze a-Bauer rechtzeitig aufgehalten wird. Leons Gegner kämpfe weiter, doch die Partie war chancenlos. Leon ließ ihn nach dieser brillanten Rechenleistung und stark gespielten Partie nicht mehr entkommen und errang den ersten und umso wichtigeren Sieg für Ostfildern in Runde 6 und somit den Endstand von 1,5:2,5.

Mit dem Ende der aktuellen Runde belegen wir mit 6 Mannschaftspunkten und 11,5 Brettpunkten Tabellenplatz 10.
Motivation und Teamgeist
Motivation und Teamgeist
Nach drei langen Tagen am Brett, wenig Schlaf und kaum Verschnaufpausen hat unser Team mit Runde 6 vermutlich das härteste Spiel ihres Turniers hinter sich. Die Belastung für unsere vier Spieler ist hoch und wir sind umso stolzer auf ihren Kampfgeist und ihr Durchhaltevermögen. In Runde 6 lief vieles nicht wie erhofft, Chancen wurden auf beiden Seiten vergeben, bittere Niederlagen eingesteckt, aber auch schöne Partien mit vielen spannenden Ideen gespielt. Das Team hat sich nach diesem Kraftakt eine Ruhepause mehr als verdient.

Morgen wird es schließlich um 8.30 Uhr nochmals spannend.

DVM Runde 5

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von Christian Göppinger am Samstag 29.12.2018 10:31
Aufwärmphase im Analyseraum
Aufwärmphase im Analyseraum
In Runde 5, am Morgen des 29. Dezembers, bekam es unser 4er-Team mit den SF Neuberg zu tun.
Eine Mannschaft mit nur 4 zur Verfügung stehenden Spielern, die wenig Spielraum für strategische Aufstellungen bietet, war eine willkommene Abwechslung zum Vortag.

Auch was die gegnerische Spielstärke betrifft startete unsere Mannschaft zuversichtlich in die Runde, da wir hier sogar mit leichtem DWZ-Vorsprung als Favorit anzusehen waren. Aus praktischer Sicht sollte es aber ein offener Kampf mit reichlich gegenseitigen Chancen sein.

Nach morgendlicher Aufwärmphase im Analyseraum startete die Runde schließlich mit der erwarteten Besetzung.
Schwarz-Grünes Aufeinandertreffen in Runde 5
Schwarz-Grünes Aufeinandertreffen in Runde 5

Oliver konnte sich bereits eine Stunde nach Rundenbeginn an Brett 1 einen der Bauern seines Gegners (1430) schnappen und seine Stellung weiter ausbauen, sodass er bald schon auf Gewinn stand und mit etwas Zeit und weiterer gedanklicher Arbeit die Partie zum Sieg verwertete.

An Brett 2 sah es für Ivan mit den schwarzen Steinen gegen seinen Rivalen (1377) gut aus, die Stellung war jedoch schwierig. Im weiteren Partieverlauf behielt er die Nerven und brachte bald das Team mit seinem Sieg 2:0 in Führung.

Romeo hatte währenddessen an Brett 3 zu kämpfen. Mit einem Bauerngewinn machte sein Gegner (1254) Druck, während später ein weiterer Bauer das zeitliche segnete. Es waren hier trotz des Materialdefizits noch letzte Chancen vorhanden. Letztendlich reichte es jedoch nicht um die Partie zu halten, sodass Romeo das Handtuch werfen musste.

Sorgen bereitete anfänglich auch die Begegnung an Brett 4. Hier geriet Leon in eine schlechtere Stellung mit zwei Bauern weniger, die sein Kontrahent (1004) objektiv verwerten hätte müssen. Später kam es jedoch zu einer Umverteilung des Materials, wonach Leon mit einer Qualität weniger weiter kämpfte, wobei auch hier noch Hoffnung bestand. Leon gab alles um seine Partie und unseren Rundensieg zu retten. Die Mühe wurde am Ende mit drei Bauern mehr und einem halben Punkt belohnt, was den wichtigen Rundensieg mit einem Endstand von 2,5:1,5 bedeutete!

Ein Blick nach Böblingen

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von Christian Göppinger am Freitag 28.12.2018 21:52
Während viel Aufmerksamkeit in die DVM floss, war C. Kilinc stark beim Böblinger B-Open ab dem 26. Dezember unterwegs.
Nach anfänglichem Traumstart und damit verbundenen Siegen in Runde 1 und 2 gegen Gegner mit 1553 und 1660 DWZ brachte Runde 3 einen kleinen Dämpfer.
Hier verlor Can an Tisch 3 gegen einen der höher gesetzten Spieler mit 1954 DWZ.
Allerdings schlug er direkt in Folge dessen in Runde 4 zurück und holte einen weiteren wichtigen Punkt gegen seinen Gegner mit 1641 DWZ.
In Runde 5 wurde schließlich mit einem Remis gegen seinen jungen Kontrahenten, der bereits mit 1876 DWZ aufschlägt, die Platzierung gefestigt, sodass er zwischenzeitlich mit 3,5 Punkten Platz 19 unter insgesamt 134 Teilnehmern belegt!
Am Samstag geht es für ihn an Tisch 9 weiter gegen internationale Gegnerschaft mit 1893 Elo. Es bleibt spannend.

Aktuelle Rundenergebnisse und weitere Einblicke sind auf der Internetseite des Veranstalters nachzulesen.

DVM Runde 4

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von Christian Göppinger am Freitag 28.12.2018 13:53
Am Nachmittag des 28. Dezembers stand Runde 4 um 15 Uhr an. Wir bekamen es hier mit dem Düsseldorfer SV zu tun, ein Team mit sehr homogener Aufstellung und einer DWZ, die unseren Spielern erneut ähnelte. Auf dem Papier hatten wir hier gute Chancen, vor allem am Spitzenbrett. Wie am 27. Dezember war auch hier die Option nach der Niederlage am Vormittag in der zweiten Runde des Tages zurückzuschlagen sehr bedeutend für den weiteren Turnierverlauf.

Gestern mussten unsere zukünftigen Gegner zwei Niederlagen hinnehmen, wobei vor allem das 4:0 gegen die SF Brackel sicher einen psychologischen Eindruck hinterlassen hat. In der heutigen Runde 3 konnten sie durch einen Sieg gegen das Tabellenschlusslicht etwas Boden gut machen und waren sicher motiviert in die anstehende Runde gegen uns zu starten.

Düsseldorf schien geschickt mit ihren 5 Spielern zu jonglieren, was die Vorbereitung zusätzlich erschwert. Während am Vortag noch die ersten 4 antraten pausierte in Runde 3 ihr erstgesetzter Spieler, welcher allerdings in unserer Begegnung wieder am Brett zugegen war. Dafür setzte hier ihr zweitgesetzter Spieler aus und der Rest ihrer Mannschaft rutsche entsprechend auf.
Die grauen Zellen arbeiten auf Hochtouren in Runde 4
Die grauen Zellen arbeiten auf Hochtouren in Runde 4
Die Begegnung startete bereits in der Eröffnung vor allem für Zuschauer vielversprechend, während sich über alle vier Bretter gesehen ein stark abweichendes Bild ergab.

An Brett 1 hatte Oliver sich ein leichtes Plus erarbeitet und setzte seinen Rivalen (1388) langsam aber sicher etwas unter Druck. Letztendlich konnte dieser jedoch die Lage ausgleichen, sodass die Paarung im Remis ein friedliches Ende fand.

Erneut ist ein wichtiges Comeback geglückt
Erneut ist ein wichtiges Comeback geglückt
An Brett 2 servierte Ivan seinem Gegner (1274) auf die Sizilianische Verteidigung das gefährliche Morra-Gambit. Die resultierende Stellung schien jedoch ausgeglichen zu sein, es war aber nach wie vor alles möglich und reichlich Spiel für beide Parteien vorhanden. Mit fortschreitender Zeit kam zunehmend mehr Material vom Brett und Ivan konnte seine verbleibenden Figuren und Bauern aktiv und unangenehm positionieren, sodass sein Gegner kaum Chancen auf Gegenspiel hatte und an dieser Stelle die Stellung bereits mit Matt in 13 durch den Computer im heimischen Ostfildern bewertet wurde. Hier verlor Ivan jedoch leider den Faden in einer Stellung, die sich vielleicht zu sicher anfühlte, was seinem Gegner zurück in die Partie half und schließlich noch nach all der Mühe mit einer Niederlage endete.

Ivan als letzter Kämpfer
Ivan als letzter Kämpfer
Auch Brett 3 startete mit einem Gambit. Hier führte Romeo die schwarzen Steine und beantwortete das 1.d4 seines Gegenübers (1246) mit dem Albins Gegengambit. Untypisch drehte sich hier jedoch bald das Materialverhältnis, sodass Romeo selbst mehr Steine auf dem Brett hatte, die gegnerische Aktivität jedoch noch nicht erloschen war. Im weiteren Spielverlauf beruhigte sich die Lage und das Mehrmaterial zeigte Wirkung, sodass bald der erste Rundensieg für uns verbucht wurde.

Für Leon sah es an Brett 4 gegen seinen Widersacher (1238) ebenso gut aus. Er hatte zwar eine Figur weniger, dafür jedoch zwei Bauer und aktives Spiel, welches zunehmend gefährlich wurde und ihm bald eine sehr gute Stellung bescherte. Diesen Vorteil ließ sich Leon nicht mehr nehmen und verwertete zielstrebig die Partie zum vollen Brettpunkt!

Damit meldet sich unser Team durch den Sieg mit 2,5:1,5 zurück im Turniergeschehen und beendet den zweiten Spieltag auf Tabellenplatz 12.

DVM Runde 3

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von Christian Göppinger am Freitag 28.12.2018 10:18
Warmspielen vor Beginn der dritten Runde
Warmspielen vor Beginn der dritten Runde
Ein weiterer, starker Gegner für unser Team
Ein weiterer, starker Gegner für unser Team
Auch am zweiten Spieltag, dem 28. Dezember, ging es um 9 Uhr mit Runde 3 weiter. Hier galt es gegen den SC Vaterstetten (Platz 8) zu bestehen, deren Brett 1 und 2 einen spürbaren DWZ-Vorsprung besaßen, während die Paarung an Brett 3 und 4 deutlich ausgeglichener erschien.

Bereits nur eine Stunde nach Rundenbeginn sah es jedoch nicht gut aus für unser Team.
Während Olivers Partie an Brett 1 gegen seinen starken Rivalen (1744) noch ausgeglichen erschien kippten die übrigen Bretter zu Gunsten der Gegner.

Ivan kam anfänglich gut aus der Eröffnungsphase hervor, jedoch entglitt ihm das Spiel und sein Kontrahent (1639) übernahm das Ruder, wonach er wenig später an Brett 2 die erste Niederlage des Tages quittieren musste.

Zeitgleich war auch Romeo an Brett 3 die Lage ähnlich wie bei Ivan. Die Eröffnungsphase verlief gut, später geriet er aber sehr unter Druck. Er versuchte in einer verlorenen Stellung noch etwas zu kämpfen und sein Gegenüber (1336) noch etwas arbeiten zu lassen.

An Brett 4 sah die Angelegenheit für Leon ebenfalls nicht rosig aus, trotz gutem Kampf. Er versuchte noch verbissen aus seiner schlechteren Stellung etwas herauszuholen aber sein Kontrahent (1276) rettete den erbeuteten Mehrbauer in ein Endspiel, in welchem er als Dame seine Bestimmung fand, was die Partie entschied.

Am Ende der Runde wanderten die Blicke erneut zurück zum Spitzenbrett, an dem Oliver eine vielversprechende Stellung erreicht hatte. Die Hoffnung auf einen Ehrenpunkt blieb also bestehen und mit weiter fortschreitender Zeit konnte Oliver seine Stellung zuverlässig bis hin zum ersehnten Sieg ausbauen!

Damit unterliegt unser Team dem SC Vaterstetten 3:1 und rutscht in der Tabelle auf Platz 15. Die schachlichen Bemühungen werden bestimmt in nachfolgenden Runden mehr Früchte tragen.

DVM Runde 2

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von Christian Göppinger am Donnerstag 27.12.2018 13:42
Einblick in Runde 2
Einblick in Runde 2
Nach der Auftaktniederlage am Morgen galt es am Nachmittag gegen bekannte Gesichter aus der eigenen Region zu bestehen. Die Mannschaft des SK Bebenhausen musste ebenso wie wir in Runde 1 eine 3:1 Niederlage hinnehmen und die anstehende Runde bedeutete eine wichtige Weggabelung für den weiteren Turnierverlauf. DWZ-technisch lagen beide Teams dicht beieinander, während wir jedoch an Brett 1 die Nase vorn hatten. Es entstand ein spannendes Gefecht mit gegenseitigen Chancen.

Die erste Entscheidung brachte Brett 4. Nach dem Spielbeginn um 15 Uhr dauerte es, bis sich die Lage auf dem Brett geklärt hatte. Letztendlich hatte hier jedoch leider Leons Widersacher (855) trotz der schwarzen Steine die Nase vorn.

Den wichtigen Ausgleich brachte rund 20 Minuten später Brett 3, an welchem Romeo hier ebenfalls mit Schwarz über seinen Gegner (1301) siegte, wonach mit 1:1 wieder alles möglich war.

Nur wenige Minuten vergingen bis das nächste Ergebnis eintrudelte. Ivan kämpfte sich an Brett 2 aus einer anfänglich etwas schlechteren Stellung zurück und brachte Ostfildern wenig später durch seinen Sieg über seinen Gegenspieler (1219) in Führung.

Somit wanderten die Augen in Richtung des Spitzenbrettes, an welchem Oliver mit Schwarz seinem Gegner (1311) in einer guten Stellung mit Mehrmaterial das Leben schwer machte, die aber dennoch schwer zu beurteilen war. Oliver behielt hier jedoch einen kühlen Kopf und verwertete das Material zuverlässig zum wichtigen 3:1 Sieg!

Nach diesem durchmischten, ersten Spieltag können unsere vier Klötzchenschieber grundsätzlich zufrieden mit sich sein und die schachfreie Zeit bis zur nächsten Runde am Folgetag genießen. Aktuell belegt Ostfildern unter den 20 Mannschaften Tabellenplatz 10. Morgen früh geht es um 9 Uhr mit Runde 3 weiter. Hier gilt es gegen den SC Vaterstetten (Platz 8) zu bestehen, deren Brett 1 und 2 einen spürbaren DWZ-Vorsprung besitzen, während die Paarung an Brett 3 und 4 deutlich ausgeglichener erscheint.

DVM Runde 1

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von Christian Göppinger am Donnerstag 27.12.2018 12:31
Die erste Runde stand schließlich am Morgen des 27. Dezembers an. Mit dem SC Turm Lüneburg als Gegner war der Spieltag definitiv eine große Herausforderung. Da die Runde an Tisch 3 ausgetragen wurde waren die Live-Bretter für die Begegnung online geschaltet, sodass auch wir im fernen Ostfildern die Begegnung Zug für Zug in Echtzeit verfolgenkonnten.

Letzte Instruktionen durch Jugendleiter Armin Jaeschke
Letzte Instruktionen durch Jugendleiter Armin Jaeschke
Startklar für Runde 1
Startklar für Runde 1
An Brett 1 schlug Oliver (1554) mit Weiß gegen seinen Gegner (1972) als klarer DWZ-„Underdog“ mit den weißen Steinen auf. Gegen die gegnerische Caro-Kann Verteidigung wählte Oliver das Zweispringersystem, welches auf Weltklasseebene auch gern von MVL gespielt wird. Oliver wich mit 5. Sg3 in ein Nebensystem aus, doch sein Gegner hatte mit 5….h5 eine der Theoriefortsetzungen auf Lager, betrat nach Olivers 6. Lc4 mit e6 Neuland, das angesichts des passiven Läufers auf c8 und der Schwächung des Königsflügels etwas angenehmer für Weiß sein sollte. Nach der Entwicklung der Figuren und beidseitiger langer Rochade gelang Olivers Gegner jedoch die Mobilisierung des Damenflügels, welche die ungeschickte Position der weißen Dame und des Läufers ausnutze um Initiative zu generieren und viele schwache Felder, sowie Angriffsmöglichkeiten im weißen Lager hinterließ, die kurze Zeit später spielentscheidend zu Gunsten des Gegners endeten.

Für Ivan (1359) sah es an Brett 2 mit Schwarz gegen seinen Kontrahenten (1638) ebenfalls nicht gut aus. Die Partie startete nach 1. c4 e5 mit einer typischen Stellung der Englischen Eröffnung, in der Ivan mit dem Zug 6….b6 Konzepte vereinte, die nicht sonderlich gut funktionieren, wodurch sein Gegner schnell Raum im Zentrum und aktive Figuren erhielt. Nach 14. Lxf6 war zudem der schwarze König deutlich geschwächt und der Großteil der Figuren am Damenflügel verklumpt, was einfachen Materialgewinn für Weiß bedeutete, welcher in wenigen Zügen mit weiterem Angriff in einer weiteren Niederlage endete.

Im Gegensatz zu seinen Mannschaftskameraden, die schwer am Brett zu kämpfen hatten, hatte Romeo (1268) an Brett 3 zwar kampflos einen wichtigen Punkt durch Fehlen seines Gegners (1671) verbucht, musste die Spielpause jedoch zeitnah nutzen, um es sich auf dem Zahnarztstuhl bequem zu machen.

An Brett 4 sah sich Leon (1173) mit den schwarzen Steinen in einer Italischen Partie gegen seinen nominell überlegenen Rivalen (1223) unter Beschuss, nachdem auch hier eine Fesselung des Springers auf f6 zu einer geschwächten Königsstellung führte. Zudem hatte sein gegenüber durch die Eliminierung des Sf6 einen wichtigen Verteidiger eliminiert, wodurch die schöne Kombination mit 14. Sxe5 einen sehr wichtigen Zentrumsbauer gewann, wonach die schwachen schwarzen Doppelbauern auf der f-linie bald unter Beschuss kamen, der f7 verloren ging und in Folge ein dominanter Läufer auf e6 seine neue Heimat bezog. Das restliche Endspiel nach dem Damentausch mit zwei Bauern Rückstand sah düster aus, doch Leon kämpfte verbissen weiter, doch nach dem Bauerndurchbruch auf der c-Linie und dem Verlust einer ganzen Figur war auch hier der Partieverlust nicht länger zu verhindern.

Die Favoriten behielten hier also leider doch mit 3:1 die Oberhand. Nun gilt es in der Mittagspause Kraft zu tanken, denn Runde 2 lässt nicht mehr lange auf sich warten!