Aktuelles

Aktuelle Termine, Events und Informationen über unseren Verein.

DJEM '21: Platz 25 respektive Platz 34...

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von Jürgen Gatter am Sonntag 29.8.2021 16:35
...wurden es am Ende. Ivan kann mit dem Ergebnis sicherlich zufrieden sein, einen Rang vor Setzlistenrang. Die 4,5 Punkte (also genau 50% Ausbeute) wurden in der Regel auch gegen höher gestufte Spieler erzielt; wenn man mal vom Erstrundengegner absieht. Letztes Jahr hat Ivan dem Titelgewinner Sreyas Payyappat den einzigen Punktverlust seines Turniers abgeknöpft. Ich wollte schon schreiben, dass Ivan auch dieses Jahr als Einziger gegen den Titelträger gewinnen konnte, nur leider gab Tom Dordevic seine klar auf Sieg stehende Letztrunden-Partie Remis. Somit wurde er "nur" Zweiter hinter Hussain Besou, der die klar bessere Buchholzwertung aufwies.

Oliver dürfte dagegen mit seinem 34.ten Rang nicht zufrieden sein. Mit den beiden Startrundenniederlagen war der Spirit schon etwas angekratzt, auch wenn in der 3.ten Runde dann ein Erfolg wartete. Aber auch danach kam er nie richtig ins Spiel und musste sich mit 50% aus den restlichen 6 Partien begnügen - gegen nach DWZ nicht so stark eingestufte Gegner. Letzteres kann in Corona-Zeiten natürlich täuschen. Gewonnen hat das U14 Turnier der Favorit, Leonardo Costa (München) vor etwas überraschend Lucas Foerster-Yialamas.

Die letzten beiden Runden brachten nochmal 3 Remisen und einen Schlussrundensieg von Oliver.

Die 8.Runden-Partie von Oliver gegen Naum Aumüller war etwas ereignisarm und endete folgerichtig Remis. Für den Computer war die Strategie mit b4 auf Raumgewinn am Damenflügel zu spielen etwas zu handzahm, er favorisiert den direkten Angriff auf den Königsflügel mit g4 und Tg1. Danach stand eher Schwarz leicht besser, aber auch der Vorteil versandete dann.

Die Schlußrunde brachte dann noch ein Erfolgserlebnis mit dem Sieg gegen Andy Schott. Schon mit einem Bauern im Vorteil konnte Olivers Turm in die gegnerische Stellung eindringen, worauf weiteres Material und die Aufgabe erzwungen wurde.

Ivan spielte in der 8.ten Runde gegen Jakob Nönnig. Die Stellung war soweit verheißungsvoll, da über weite Teile der Partie gewinnbringende taktische Möglichkeiten in der Luft lagen. Leider materialisierte sich der Stellungsvorteil nicht, so dass doch "nur" ein Remis auf dem Ergebniszettel eingetragen wurde.

Schlussrundengegner war dann Mika Dorendorf. Mika hatte vor allem in der ersten Turnierhälfte ein starkes Turnier gespielt und war immer oben mit dabei. In der Partie selbst begegneten sich die Kontrahenten auf Augenhöhe und es lies keiner mehr etwas anbrennen - ebenfalls Remis.

Für die württembergische Auswahl steht ein Meistertitel in der U18 zu Buche. Nils Richter vom Nachbarverein RSK Esslingen (aktuell aktiv für Schönaich) brachte das Kunststück fertig durch den Schlussrundensieg gegen Alexander Suvorov und den gleichzeitigen Niederlagen von Christoph Dahl wie auch Tobias Kölle noch an die Spitze zu ziehen, nach zweiter Buchholzwertung vor Christoph Dahl. Wir gratulieren!

DJEM '21: Durchwachsene Resultate Donnerstag Nachmittag und Freitag

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von Jürgen Gatter am Samstag 28.8.2021 10:44
Leider brachten die beiden gespielten Runden vorgestern nachmittag und gestern morgen nicht die gewünschten Resultate. Oliver konnte zwar die erste Partie gegen Samuel Pfeffer für sich entscheiden, verlor dann aber gestern gegen Hugo Danninger.

Ivan musste zweimal gegen favorisierte Gegner antreten und zog leider auch zweimal den kürzeren. Dadurch ist er jetzt auf den 26.Rang zurückgefallen, was seinem Startrang entspricht.

Oliver's Partie gegen Samuel bewegte sich lange auf ausgeglichenen Pfaden, bis Samuel kurz vor der Zeitkontrolle eine kleine Kombination zuliesm an deren Ende er einen Springer weniger aufwies. Damit war die Partie natürlich entschieden.

Im Spiel gegen Hugo Danninger konnte der Gegner zu ungestört vor Oliver's König kombinieren. Schlecht war schon der Springerrückzug 16.Sd2, der auch das Springeropfer Sf2: ermöglicht hätte, 18.e4 zollte den weißen Möglichkeiten zu wenig Beachtung. In Folge ging ein Bauer verloren, in Folge noch ein zweiter, so dass die Partie verloren ging.

Das Spiel von Ivan gegen Tim Sauer ging schon ziemlich zügig nach der Eröffnung in die falsche Richtung. Nach dem Springerrückzug nach g8 war im Grunde nichts mehr zu gewinnen, wobei auch Weiß nicht alle Möglichkeiten nutzte und eher auf Umwegen die Partie für sich entschied.

Gegen David Fruth wurde zu leichtfertig der wichtige d-Bauer geopfert, was neben dem Materialverlust auch eine gedrückte Stellung zur Folge hatte. Um den zwölften Zug flammte etwas Gegenspiel auf, dass sich aber leider recht zügig wieder in Luft auflöste, so dass auch diese Partie verloren ging.

Aktuell läuft die vorletzte Runde, Ivan spielt dabei mit Schwarz gegen Jakob Nönnig, Oliver mit Weiß gegen Naum Aumüller.

DJEM '21: Es bleibt dabei...

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von Jürgen Gatter am Donnerstag 26.8.2021 14:30
.... es ist der Wurm im Turnier von Oliver und während Ivan in der Erfolgsspur bleibt.

Aktuell zeigt die Ergebnisverwaltung zwar ein Remis zwischen Oliver und Colin Ensslinger an, da Weiß aber Matt steht ist die Partie offensichtlich verloren. Vorausgegangen war eine Partie, in der Oliver soweit gut aus der Eröffnung kam und wohl auch eine Spur besser stand. Verloren ging die Partie im Mittelspiel um Zug 20, als Oliver die gegnerische Zentrumsbauernfront nicht energisch genug anging. Zudem entwickelte sich die weiße Figurenstellung ungünstig, was Colin mit einem Bauernscheinopfer ausnutzen konnte, das ihm durch einen Doppelangriff eine Figur gegen ebenselben Bauer einbrachte. Oliver gewann zwar noch einen weiteren Bauer dazu - da aber der Gegner neben der Mehrfigur auch einen Bauer auf der vorletzten Reihe aufzuweisen hatte, war das Ergebnis letztlich vorhersehbar.

Ivan gewann früh einen Bauern und war recht klar im Vorteil. Durch einen vielleicht übereilten Zug kurz nach der Zeitkontrolle ging der Mehrbauer und damit der Vorteil allerdings wieder flöten. Er konnte allerdings kurze Zeit später die schlechte Stellung des schwarzen Springers ausnutzen, dem die Felder ausgingen. Der Springer wurde einkassiert und damit auch die Partie.

Ivan hat damit 3,5 Punkte und ist gut im Geschäft für die abschliessenden 4 Runden. An der Spitze liegen mit Finn Helms und Hussain Besou auch die Favoriten in der Altersklasse. Finn Helms hatte allerdings sehr viel Glück in seiner Partie gegen Christian Haubold (Ranglistenplatz 14, sein Bruder Sebastian ist an 3 gesetzt) in der er zwischendurch mausetot stand.

Oliver kann nach dem erneuten Rückschlag lediglich an Schadensbegrenzung arbeiten. An der Spitze liegt der Ranglisten-Siebte Julius Ohler, der lediglich ein Remis abgegeben hat. Verfolgt wird er von John Heinrich (gesetzt auf 9) sowie Lucas Foerster-Yialamas (16) und Leonardo Costa, deren harter Kampf soeben zu Ende ging. Schlussendlich stellte Lucas doch die Bemühungen ein das Endspiel Turm gegen Läufer zu gewinnen.

Für die Nachmittagsrunde wurde Ivan nach unten gelost und darf mit Schwarz gegen den Ranglisten-Fünften Tim Sauer (Bemerode) spielen. Tim dürfte mit seinen bisher erzielten 3 Punkten sicherlich nicht zufrieden sein.

Oliver spielt ebenfalls mit Schwarz, der Gegner ist Samuel Pfeffer (Werder Bremen).

DJEM '21: "Dame mehr ist Remis"

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von Jürgen Gatter am Mittwoch 25.8.2021 14:42
So könnte man sagen, denn in beiden Partien hatte der Vertreter aus Ostfildern eine Dame, während die gegnerische Dame abseits des Brettes stand. Und beide Partien endeten Remis. Allerdings gab es beide Damen nicht ersatzlos, sondern gegen eine gewisse Anzahl von Türmen respektive Leichtfiguren.

In Olivers Partie gegen Ruben Andrade war es erstmal der Standard-Tausch Dame gegen 2 Türme. Der Computer sah Oliver danach leicht im Vorteil, allerdings war es Weiß, der mit einem Qualitätsopfer die Akzente setzte. Danach hatte Ruben zwar formal Material (Qualität und 2 Bauern) weniger, aber eben einen Bauern auf c7, ein Feld vor der Umwandlung stehen. Insofern hatte Schwarz wenig Wahl, als Dauerschach zu geben. Dagegen war wiederum Weiß wehrlos. Ohne genauere Computer-Analyse ist schwer zu sagen, ob mehr drin gewesen wäre.

Ganz anders gestaltete sich die Partie von Ivan. Der vermeintliche Damengewinn war, wenn man genau rechnete - was der Gegner auch tat - eigentlich deutlich zu teuer. Denn letztlich gingen im Gegenzug 3 Leichtfiguren und zwei Bauern vom Brett. Allerdings wirkten Materialgewinn und Stellung wohl etwas uninspirierend auf Benedikt Huber, der wohl etwas viel Respekt vor der Strahlkraft der Dame hatte. In Folge bezogen eigentlich nur die beiden Läufer sichere Plätze und der Springer hüpfte im Kreis, so dass die Partie trotz des klaren Materialvorteils für Weiß Remis endete.

In der nächsten Runde darf Ivan mit Weiß gegen Laurin Jahntz (Hermsdorf-Frohnau/Berlin) ran. Laurin weisst minimal weniger DWZ auf und ist insofern einen Platz hinter Ivan gesetzt, hat aber ebenfalls ein starkes Turnier gespielt bisher.

In der U14 kommt es wahrscheinlich nicht zum ersten Mal zum württembergischen Duell Oliver Schwartz gegen Colin Ensslinger (Schwaigern, DWZ 1793).

DJEM '21: Oliver zurück im Turnier...

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von Jürgen Gatter am Dienstag 24.8.2021 20:23
... während Ivan einen Dämpfer hinnehmen muss.

In Ivan's Partie gegen den favorisierten Bagrat Torosyan war zunächst etwas Glück notwendig, um Ivan im - ziemlich zähen - Spiel zu halten. Der im 29.ten Zug angebotene Damentausch - als Befreiungsoperation gedacht - hatte nämlich ein kleines Loch, denn nach 29. ... Lf2:+ 30 Tff2: De3: muss der verbliebene Turm die Deckung von f2 aufgeben und Weiß verbliebe mit Minusbauern und Minusqualität. Der Gegner tauschte allerdings die Damen und das Spiel auf ein Tor ging weiter.

Während eines Großteils der Partie waren alle Ivan'schen Figuren damit beschäftigt Schlüsselbauern zu verteidigen, so dass selten Raum zur Entfaltung vorhanden war. Das Geschehen kippte etwas zu Gunsten der schwarzen Seite, als der schwarze König zum Damenflügel wanderte. Einen wirklichen Durchbruch konnte allerdings Bagrat auch nicht verzeichnen. Zu einem Zeitpunkt, an dem der schwarze Druck etwas zu verflachen schien, besiegelte leider ein fataler Läufertausch das weiße Schicksal, da danach die schwarzen Figuren ihre bessere Stellung ziemlich schnell ausspielen konnten.

In der nächsten Runde geht es mit Schwarz gegen Benedikt Huber (Kehlheim) darum, den Anschluss an die erweiterte Spitze nicht zu sehr zu verlieren. Allerdings ist Benedikt sogar noch vor Bagrat gesetzt, also klarer Favorit.

Oliver war nach den beiden Auftaktniederlagen natürlich Favorit gegen Jannik Kieselbach, nichtsdestotrotz wurde es ein Geduldsspiel. Erst als Jannik ab dem 33.Zug hintereinander mehrere schlechte Züge einstreute, zwei wichtige Bauern und schlussendlich auch noch einen Springer durch eine kleine Kombination verlor, war die Partie gewonnen.

Dass Oliver's bisherige Gegner nicht von Pappe sind, musste auch die leicht vor Oliver gesetzte Lepu Coco Zhou lernen, die ebenfalls gegen beide gelost wurde und sich mit einer Ausbeute von 0,5 Punkten aus den beiden Partien begnügen musste, wobei das Remis gegen Arne erzielt wurde. Arthur Krüger hingegen befindet mit den beiden Siegen und einem Remis gegen den fünftgesetzten Johannes von Mettenheim sogar in der 9-köpfigen Spitzengruppe (alle 2,5/3).

Aber das Turnier geht noch eine Weile, für Oliver geht es gegen Ruben Andrade vom Tegernsee darum wieder auf eine ausgeglichene Punktebilanz zu kommen.

DJEM '21: Ivan's Partien analysiert auf WSJ

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von Jürgen Gatter am Dienstag 24.8.2021 13:13
Eine kurze Analyse zu Ivan's Partien findet man auch auf den Seiten der württembergischen Schachjugend, hier der Link.

Heute findet bei den älteren Jahrgängen (alles außer U10/u10w) nur eine Runde statt. Oliver darf mit Weiß gegen Jannik Kieselbach (Lehrte) antreten und ist dabei Favorit, auch wenn man Jannik sicherlich nicht unterschätzen sollte.

Ivan muss gegen Bagrat Torosyan (Borussia Lichtenberg) ran, der 100 DWZ-Punkte mehr mit auf die Waage bringt. Das Duell bei den U14-Meisterschaften gegen Lichtenberg im Juni ging noch mit 1-3 verloren, wobei sich der Berliner Vertreter sogar den Luxus leisten konnte, ohne Bagrat anzureisen.


DJEM '21: Ivan auf der Sonnenseite...

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von Jürgen Gatter am Montag 23.8.2021 20:30
..., während sich Oliver leider von den hinteren Rängen nach vorne kämpfen muss.

Ivan hatte das Glück des Tüchtigen, wobei man das durchaus wörtlich nehmen kann. Denn während die Bretter um ihn herum schon lange das Mittagessen genossen, musste er sich noch durch ein schlechter stehendes Endspiel quälen. So richtig gut hatte sich seine Erst-Runden-Partie gegen Julius Ehles nicht entwickelt. Der im 21.ten Zug einkassierte Bauer stellte sich als vergiftet heraus - oder zumindest als schwer bekömmlich, denn in der Folge stand Julius eigentlich klar besser. Somit war es schon ein Erfolg für Ivan ein halbwegs unklares/gleiches Endspiel herausgearbeitet zu haben mit Minusqualität gegen einem Mehrbauern. Die TV-Kommentatoren bezeichneten die Stellung als "heisse Kiste". Letztlich entscheidend war dann die falsche Annahme des Gegners, dass Ivan den im 57.ten Zug einstehenden Springer nicht nehmen kann, weil ansonsten der schwarze Bauer durchläuft. Dem war allerdings nicht so, da Weiß vorher Mattsetzen würde. Und so war es der weiße Bauer, der zuerst einlief und auch wenn der schwarze Bauer ebenfalls in sein Ziel erreichte, war der weiße Materialvorteil dann entscheidend.

Das Ganze sollte dann allerdings noch durch das Zweitrundenmatch gegen den jungen und starken Tom Dordevic aus Düsseldorf überboten werden. Ivan's Eröffnungsanlage war eine Spur zu optimistisch, was Tom zu seinem Vorteil ausnutzte. Diesen Vorteil baute Tom auch systematisch weiter aus, um in einem Dame+Turm Endspiel mit Mehrbauern und Aktivität auf seiner Seite einem scheinbar ungefährdeten Sieg entgegen zu spielen. Ein einziges unbedachtes Schach von Weiß reichte allerdings aus, um die Stellung von klar gewonnen für Weiß in klar verloren zu verwandeln, denn aus dem Nichts tauchte der schwarze König vor dem weißen auf, nahm diesem die Fluchtfelder und stellte ihn nur durch Damenopfer deckbar auf Matt.

Damit hat sich Ivan eine hervorragende Ausgangsposition für das Turnier erkämpft - wobei es ratsam erscheint, etwas nervenschonender für die Zuschauer die Punkte zu sammeln. Aktuell ist er einer von 8 Spielern mit weißer Weste, ein starker Gegner ist damit gewiss! Dafür kann er mit einem Viertelauge auch mal auf die Medaillenränge schielen.

Nicht gut lief es dagegen bei Oliver. Gegen Arne Herter stand er nach der Eröffnung eigentlich ganz gut, bis ein etwas übermotivierter Springer etwas zu viel Eigenleben entwickelte und Zug um Zug tiefer in die schwarze Stellung hüpfte. Entschieden wurde die Partie dann allerdings an der rückwärtigen Front, in der die verbliebenen Figuren schlecht platziert waren und den gegnerischen Springern sowie dem Läufer zu wenig entgegenzusetzen hatten.

Auch in der zweiten Partie war das Glück nicht auf seiner Seite. Gegen Arthur Krüger entwickelte sich aus der Eröffnung eine positionelle Stellung, in der gar nicht so leicht festzumachen war, wo Oliver eigentlich auf Abwege geriet. Er fand nie wirklich in die Partie, die immer mehr zu Arthur's Gunsten kippte. Nach der schönen, durch g4 eingeleiten Kombination mit Turm-Scheinopfer (20.ter Zug) war es dann wohl endgültig vorbei.

Hoffen wir, dass es für ihn morgen besser läuft.


Start der deutschen Jugendmeisterschaften (23.8 bis 29.8)

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von Jürgen Gatter am Sonntag 22.8.2021 13:37
Morgen starten die deutschen Jugendeinzelmeisterschaften, wie meist in letzter Zeit in Willingen. Diesmal allerdings ausserplanmässig im August statt an Pfingsten. Für den SC Ostfildern spielen Oliver in der U14 und Ivan in der U12 mit.

Vergleicht man die U14-Meldeliste mit der aktuellen DWZ-Rangliste, stellt man fest, dass die Spitze vergleichsweise geschlossen antritt, lediglich Sreyas Payyappat fehlt. Sreyas hatte letztes Jahr die U12 gewonnen und dabei lediglich in der Startrunde ein Remis gegen Ivan abgegeben. Dass die beiden Legionäre Maurizzi (Deizisau) und Petrovskiy nicht für die deutschen Jugendmeisterschaften melden, war zu erwarten. Leonardo Costa (München Südost) und Marius Deuer - der von der weissen Dame Ulm nach Biberach gewechselt ist - spielen diesmal beide in ihrer angestammten Altersklasse, dahinter folgen mit Bennet Hagner(Frankfurt), Diyor Bakiev (Wiesbaden), Julius Ohler (Kastellaun) und Robert Prieb (Bochum) bekannte Namen aus den beiden Jahrgängen. Der letztjährige Überraschungssieger Markus Albert (Ansbach) muss dieses Jahr in der U16 antreten, so dass der Titel neu vergeben wird.

Die U-14w "leidet" etwas darunter, dass sich die beiden Topgesetzten Lepu Coco Zhou (spielt U14) und Doris Peglau (spielt U18w) für andere Klassen entschieden haben. Insofern kommt es dieses Jahr nicht zum Zwillingsschwesternduell Doris gegen Charis Peglau. Charis ist damit an der Spitze gesetzt, knapp vor Vorjahressiegerin Saskia Pohle. Den Namen Peglau findet man übrigens recht häufig in den verschiedenen Altersklassen, sämtlich für den Verein "Schachzentrum Seeblick" spielend, der nur Spieler(innen) mit Namen Peglau als Mitglieder führt.

Oliver ist knapp hinter Lepu Coco Zhou an Rang 13 gesetzt. So weit vorne war Oliver meines Wissens noch nie gesetzt.

Auch die U12-DWZ-Rangliste wird von einem nicht mitspielenden Legionär angeführt, Sreyas Royal aus England. Nicht gemeldet hat allerdings auch Magnus Ermitsch (Lichtenhagen), der ansonsten klarer Turnierfavorit gewesen wäre. Insofern stehen die Vorzeichen auf ein spannendes Turnier mit 3 Spielern über DWZ 1950 an der Spitze (Meldeliste). Finn Helms (Bremen) und Sebastian Haubold (Staßfurt) rahmen den letztjährigen U10-Gewinner Hussain Besou (Lippstadt) ein, welcher auch nochmal für die U10 startberechtigt gewesen wäre. Auch hier fehlen (abgesehen von Magnus) nur wenige Namen auf der Meldeliste. Ivan findet man hier auf Rang 26, also ebenfalls in der oberen Hälfte und vermutlich mit einem schwächeren Gegner in der Startrunde.

Auch hier ein kurzer Blick auf die U-12w, die allerdings nach Spielstärke im Vergleich zur U14w spürbar abfällt. Klare Favoritin ist Alissa Wartenberg aus Hamburg mit etwas 130 DWZ-Vorsprung vor den Verfolgerinnen - unter ihnen auch Tatiana und Stela Moldowan, von den Hohentübinger Königskindern. Hohentübingen ist auch der württembergische Verein mit der höchsten Anzahl Teilnehmern (3 * U12w; 1 * U14w); Jedesheim, Schönaich und Ostfildern nehmen mit 2 Spielern teil. Die besten Medaillenchancen dürften dabei Tobias Kölle (U18, Schönaich) und Marius Deuer (U14) haben; beide sind auf Rang 2 gesetzt.

Trauer um Manfred Schatz

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von Reinhard Krämer am Montag 24.5.2021 23:28
Trauer Manfred Schatz
Trauer Manfred Schatz
Kurz vor seinem 80. Geburtstag verstarb Anfang Mai unser Mitglied Manfred Schatz. Manfred war eine zuverlässige Stütze unserer 3. Mannschaft und einer unserer aktivsten Senioren. Hervorzuheben ist sein Engagement bei unserem Jugendtraining, wo er mit großer Freude mit unseren Jugendlichen spielte.
Wir behalten ihn in sehr guter Erinnerung und werden ihm ein ehrendes Andenken bewahren. Unser Mitgefühl gilt seinen Angehörigen.

Der Schachclub gratuliert Viktor Nusser!

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von Bernd Wepfer am Dienstag 30.6.2020 18:44
Viktor Nusser
Viktor Nusser
Unser Ehrenmitglied Viktor Nusser konnte letzte Woche seinen 95. Geburtstag feiern. Der Schachclub gratuliert dazu ganz herzlich! Besonders bemerkenswert ist, dass Viktor noch immer für uns aktiv ist und in der B-Klasse mit der 4. Mannschaft seine Partie gegen RSK Esslingen gewann. Dies zeigt auch, dass man bis ins hohe Alter noch Schach spielen kann, was sicherlich nur für wenige andere Sportarten so gilt.

Blitz-DWZ und reale DWZ, wie vergleichbar sind diese Zahlen?

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von Jürgen Gatter am Montag 13.4.2020 15:26
Nuju,

im Prinzip sind sie schon vergleichbar, würde Radio Eriwan vermelden. Allerdings sagen die nackten Zahlen auch, dass es erhebliche Abweichungen gibt. Sprich: Spieler, die erheblich besser blitzen als sie nah-schachen. Oder umgekehrt.

Die aktuelle Verteilung kann man folgendem Diagramm entnehmen:

Kugeldiagramm Blitz-DWZ
Kugeldiagramm Blitz-DWZ

In dem Diagramm ist die Blitz-DWZ nach oben aufgetragen, die Nahschach-Spielstärke horizontal. Die Grösse der Kugeln gibt Auskunft, wie oft der Spieler an Blitzturnieren teilgenommen hat. Eine Bschriftung der Murmeln mit den Spielernamen hat Excel leider nicht hergegeben.

Aktuell liegt der Schnitt der Blitz-DWZ-Zahlen grob 50 Punkte unter dem Schnitt der jeweiligen DWZs. Das bedeutet: Hat ein durchschnittlicher Blitzer eine Nahschach-DWZ von 2000, würden wir eine Blitz-DWZ von 1950 erwarten. Im Großen und Ganzen liegen die realen Koordinaten auch in diesem Bereich mit einer Bandbreite von +- 300 Blitz-DWZ-Punkten.

Die Kugelgröße entspricht den Turnierteilnahmen nach folgender Formel: 1-3 Turniere: kleine Kugel, 4-17 Turniere etwas grössere Kugel, 18-36 normale Kugel und die Viel-Spieler ab 37 Turnierteilnahmen haben eine große Kugel.

Um sich selbst im Diagramm zu finden, schaut man am Besten in den Listen nach seinen Zahlen und stuft sich dann noch bezüglich der Turnierteilnahmen ein, und ... die eigene Kugel sollte auffindbar sein.

Um das etwas zu illustrieren, habe ich 3 Kugeln rot eingefärbt. Die erste gehört zu mir. Demzufolge natürlich die rote so einigermaßen in der Mitte. Mit 11 Turnierteilnahmen (gut, die letzte ist schon ein paar Tage her) bekomme ich die zweitkleinste Kugelgröße und liege etwas unter dem gedachten Durchschnitt. D.h., ich bin im Blitz doch eine Spur schlechter als ich Nahschach spiele.

Ganz rechts oben findet man den aktuell führenden in beiden Listen: Kornel Maj. Da er aber erst 3 Blitzturniere beim Schachclub Ostfildern mitgespielt hat, muss er sich mit der kleinsten Kugelgrösse begnügen. Die rote Kugel daneben gehört zum lange Zeit Führenden in der Blitz-DWZ-Rangliste, Daniel Häussler. Mit 44 Turnieren hat er eine beachtliche Erfahrung aufgebaut, die sich eben auch mit einer großen Kugel wiederspiegelt. Daniel ist auch ein überdurchschnittlicher Blitzer, da seine Nah-DWZ fast genau seiner Blitz-DWZ entspricht.

Blitzturniere beim SC Ostfildern - stark im Trend ...

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von Jürgen Gatter am Sonntag 22.3.2020 12:35
... nunja, zumindest bis der Corona-Virus auch dem Blitz-Grand-Prix eine Zwangspause verordnet hat.

Da die aktuelle, zwangsweise Schach-Nachrichten-arme Zeit gut geeignet ist für den ein oder anderen rückblickenden Artikel, will ich hier ein oder zwei Beiträge über die Blitzturniere respektive die Blitz-DWZ einstellen.

Monatliche Blitzturniere gibt es beim Schachclub Ostfildern natürlich seit anno dazumal. Nach Blitz-DWZ ausgewertet werden sie seit ungefähr 10 Jahren. Anfangs geschah dies privat und rückwirkend auf Basis der auf der Homepage eingestellten Rundenergebnisse, später dann live kurz nach Runden-Ende und auch zügig online verfügbar.

Die Blitz-DWZ-Auswertung arbeitet nach eigenen Regeln, die sich weitgehend an den Regeln der normalen DWZ-Auswertung orientieren. Teilweise wurden sie etwas angepasst, so wurde auf die Behandlung von "Restpartien" verzichtet (was aufgrund der typischen Rundenzahl auch sehr selten notwendig wäre). Bei Spielern mit 0% oder 100%-Ergebnissen wird im Einzelfall auch mal die Original-DWZ als Ausgangszahl benutzt. Aktuell weisen die Zahlen ein ähnliches Spektrum wie die Standard-DWZ auf, liegen aktuell aber im Schnitt 50 Punkte tiefer.

Da seit Saison 2009/10 die Turniere lückenlos ausgewertet wurden, hat man natürlich auch einen guten Überblick über die Teilnehmerzahlen. Aus diesen kann man sich mit einfachen Mitteln einen Graphen zusammenbasteln, der die Daten für jeweils 9 Runden einer Saison zusammenfasst. Das Bild unten zeigt diesen Graphen, gezeigt wird jeweils der Durchschnitt des aktuellen Turniers und den vorangegangenen 8 Runden. Wobei immer nur ein Turnier für die Monate September bis Mai betrachtet wurde.

Während in den Jahren 2010 bis 2014 die durchschnittliche Beteiligung bei 8 Spielern lag, gab es 2014 bis 2016 einen starken Anstieg auf durchschnittlich 12 Teilnehmer. Nach einer Atempause gab ab 2018 einen weiteren Anstieg. Im Peak verzeichnete der Blitz-Grand-Prix eine durchschnittliche Teilnehmerzahl von 16,4. Das war für die Saison 2018/2019.

Aktuell können die Teilnehmerzahlen das Niveau nicht ganz halten, waren aber immer noch sehr hoch. Allerdings ist mit der Corona-bedingten Zwangs-Null bei der ein oder anderem aktuellen oder kommenden Blitzturnier-Runde auch hier mit einem scharfen Crash im Chart zu rechnen.

Hoffen wir mal, dass dieser nicht zu scharf ausfällt und das Geschehen bald wieder Fahrt aufnimmt!

Teilnehmer-Zahlen Blitz-Grand-Prix
Teilnehmer-Zahlen Blitz-Grand-Prix

Baden-Württembergische Jugend-Blitz-Meisterschaften in Ostfildern – Ivan Chugunov und Kornel Maj gewinnen U10 und U20!

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von Bernd Wepfer am Donnerstag 2.1.2020 10:41
OB Bolay mit einigen BW-Meistern
OB Bolay mit einigen BW-Meistern
Vorbereitung Festhalle Kemnat
Vorbereitung Festhalle Kemnat
Der Schachclub Ostfildern ist seit Jahren um eine aktive und engagierte Jugendarbeit bemüht. Deswegen führte unser Schachclub am 21.12. in der Festhalle in Kemnat die diesjährigen Baden-Württembergischen Jugend-Blitz-Einzel-Meisterschaften durch. Die Teilnehmerzahl mit 127 Jugendspielern aus ganz Baden-Württemberg stellt einen neuen Rekord dar; erfreulich ist auch die wachsende Zahl von teilnehmenden Mädchen. Unser Schachclub war mit 11 Spielern vertreten. Gespielt wurde in insgesamt 7 Altersklassen von U8 bis U20 im Blitz-Modus, d.h. jeder Spieler hat nur 5 Minuten Bedenkzeit, was insbesondere in den unteren Altersklassen im Vergleich zu der langen „regulären“ Bedenkzeit aber kein Nachteil ist. Nach spannendem Verlauf standen schließlich am späten Nachmittag die Sieger fest.
Die Pokale
Die Pokale
Die Überreichung der Pokale übernahm gerne OB Bolay. Erfreulicherweise konnte er hier auch dreimal unseren eigenen Spielern gratulieren. In der U10 setzte sich unser Jugendspieler Ivan Chugunov klar mit 16 Punkten aus 17 Partien durch und ist damit Baden-Württembergischer Jugend-Blitz-Meister in der U10! Bei der U20 setzte sich unser neues Mitglied Kornel Maj durch (9,5 aus 11). Dazu beiden herzlichen Glückwunsch! In der U16 belegte unser Can Kilinc den 2. Platz mit 10,5 Punkten aus 14 Partien, nur übertroffen vom Oberliga-Spieler Tobias Kölle aus Schönaich. Knapp den Sprung aufs Treppchen verpassten in der U16 Florian Dörr und Olaf Grube sowie in der U12 Oliver Schwartz. Aber auch unsere anderen Jugendlichen Theodor Wachtel (U14), Romeo Walter, Christian Kasperovich (beide U12) und Tim Nagel sowie Anestis Argyropoulos (beide U10) können mit ihrem Abschneiden zufrieden sein.
Verpflegungsteam Kaffee und Kuchen
Verpflegungsteam Kaffee und Kuchen
Insgesamt eine sehr gelungene Veranstaltung, bei der es allen Kindern und Jugendlichen Spaß gemacht hat; jeder Teilnehmer erhielt noch einen der Weihnachtszeit entsprechenden Sachpreis. Die reibungslose Organisation einer solchen Veranstaltung erfordert viele helfende Hände. Dank gilt deswegen dem Organisationsteam um Uwe Schwartz, Armin Jaeschke und Reinhard Krämer, dem Turnierleiter Alex Hande, dem Team der Vereinsgaststätte TV Kemnat für das Mittagessen, unserem Verpflegungsteam um Dieter Frohme und Victoria Dimanova sowie der Württembergischen Schachjugend für die Bereitstellung des Materials.

Hier die Einzelergebnisse

Senioren verlieren erneut knapp

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von Bernd Wepfer am Sonntag 15.12.2019 17:04
Für die Senioren gab es in der 2. Runde der Senioren-Meisterschaft nach langem Kampf erneut eine unglückliche 1,5:2,5-Niederlage, diesmal gegen Göppingen. Remis spielten B.Wepfer, J. Gauer und M. Schumacher. Die nächste Runde wurde bereits ausgelost; am 25.01. geht es für uns nach Ingersheim.

Kreisjugendeinzelmeisterschaft 2019

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von Reinhard Krämer am Montag 2.12.2019 01:16

Kreisjugendeinzelmeisterschaft 2019

Alexander Marx
Alexander Marx
Ivan Chugunov und Olaf Grube
Ivan Chugunov und Olaf Grube
Valeria Chugunova
Valeria Chugunova

Alexander Marx Kreisjugendmeister U12
Ivan Chugunov Kreisjugendmeister U16


Zehn Jugendliche vom SC Ostfildern haben bei den diesjährigen Kreisjugendmeisterschaften in Altbach teilgenommen.
Es gab in allen Altersklassen Pokale.

Durch die Bank haben sämtlich Ostfilderner Spieler hervorragend abgeschnitten:
Darunter sogar 2 Kreismeistertitel durch Aleander Marx und Ivan Chugunov der eigentlich noch für die U12 startberechtigt gewesen wäre.
Valeria Chugunova ergatterte sogar 2 Pokale, einmal als Zweitplazierte in der U14 und weiterhin als bestes Mädchen des Turniers!

Hier die Einzelergebnisse:

U10:
2. Platz Daniel Sachenko 6 aus 7
4. Platz Tim Nagel 4 aus 7

U12:
1. Platz Alexander Marx 5 aus 6
5. Platz Silas Schuler 3,5 aus 6

U14:
2. Platz Valeria Chugunova 5 aus 7 zudem bestes Mädchen im Turnier
7. Platz Adrian Marx 4 aus 7
9. Platz Christian Kasperovich 3 aus 7

U16:
1. Platz Ivan Chugunov 4,5 aus 5
3. Platz Olaf Grube 2,5 aus 5

U18:
2. Platz Florian Dörr 4 aus 5

Trauer um Werner Reichow

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von Reinhard Krämer am Donnerstag 28.11.2019 23:31
Letzter Gruß
Letzter Gruß

Am 25. November ist unser Ehrenvorstand Werner Reichow im hohen Alter von 92 Jahren verstorben.
Werner war 31 Jahre lang 1. Vorsitzender des Schachclub Ostfildern.
Wir haben ihm viel zu verdanken und werden ihm immer ein ehrendes Andenken bewahren.


Die Trauerfeier findet am Mittwoch, 04.12.2019, um 13:00 Uhr auf dem Friedhof in Lichtenwald-Hegenlohe statt.

Link zur Gedenkseite

Trauer um Colin Rodewald

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von Reinhard Krämer am Mittwoch 23.10.2019 13:07

Mit Bestürzung haben wir die Nachricht erhalten, dass unser junger Schachfreund Colin Rodewald am Wochenende verstorben ist.


Die Trauerfeier findet am Freitag, 25.10., um 14:00 Uhr auf dem Waldfriedhof in Wolfschlugen statt.

Link zur Gedenkseite

BW Mannschaftsmeisterschaft

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von Christian Göppinger am Sonntag 7.7.2019 15:30
Im Vorjahr qualifizierte sich die U12 Jugendmannschaft erfolgreichen zu den Deutschen Vereins-Mannschaftsmeisterschaften. Dieses Jahr knüpfte die Vereinsjugend an diese Erfolgserie an.
Ostfilderns Vierergespann
Ostfilderns Vierergespann
Vom 5. Juli bis zum 7. Juli fand die Baden-Württembergische Mannschaftsmeisterschaft bei hochsommerlichen Temperaturen in Rottweil statt. Mit von der Partie waren O. Schwartz (Brett 1), I. Chugunov (Brett 2), R. Walter (Brett 3) und C. Kasperovich (Brett 4).
Unter den insgesamt 6 Teams war Ostfildern als Wertungsfavorit gesetzt. Jedoch spielte Karlsruhe wie im Vorjahr schon, stark auf und auch die übrigen Mannschaften leisteten kräftig Gegenwehr.

Nach einem Mannschaftsremis gegen Neureut in der Auftaktrunde überspielten unsere Jungs die Gegner aus Untergrombach in Runde 2 mit 2,5:1,5 Punkten. Runde 3 gegen Weingarten endete erneut mit einem 2:2 friedlich, während man sich in Runde 4 gegen Bebenhausen mit 2,5:1,5 erneut behauptete. Runde 5 hielt mit dem Duell Karlsruhe gegen Ostfildern die größte Bewährungsprobe bereit. Leider konnten sich schlussendlich die Gegner mit einem Punkt Vorsprung durchsetzen.
Damit beendete unser Team das Turnier auf Platz 3 und sicherte sich nun zum zweiten Mal die Qualifikation zur Teilnahme an den Deutschen Meisterschaften!
Besonders bemerkenswert war im Turnierverlauf R. Walters bärenstarke Punkteausbeute mit 4,5/5.
Wir drücken für Magdeburg die Daumen.

Qualifikation gesichert!
Qualifikation gesichert!

BW Endrunde 2019

Deutsche Jugendeinzelmeisterschaften 2019

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von Christian Göppinger am Samstag 8.6.2019 20:23
Ivan und Oliver
Ivan und Oliver
Die Deutschen Jugendeinzelmeisterschaften sind am 8. Juni angebrochen und verwandeln Willingen mit über 700 Teilnehmern für die anstehende Woche in eine regelrechte Pilgerstätte des Jugendschachs.

In diesem Getümmel beweisen sich auch zwei Spieler unserer Vereinsjugend.
Die erste Runde beginnt am Sonntag, dem 9. Juni, um 8.30 Uhr - wir drücken den Jungs die Daumen!

U10 (58 Teilnehmer): Ivan Chugunov DEM U10
Ivans Auftaktrunde am Livebrett
Ivans Auftaktrunde am Livebrett

Paarungen Runde 1
Das Turnier startete für Ivan direkt mit einer großen Herausforderung. Der nach Rangliste zweitstärkste Spieler mit 1820 DWZ saß ihm gegenüber. Zur Freude der heimischen Fanabteilung wurde die Partie live übertragen, sodass ein Mitfiebern in (mehr oder weniger) Echtzeit möglich war. Die Partie schien in einen normalen offenen Sizilianer mit 2. e6 zu münden, als Ivan mit 3. c3 diesem Plan einen Riegel vorschub, was den Alapin-Antisizilianer signalisierte. Ivan erhielt auf weniger stark ausgetretenen Pfaden mit Königsläuferfianchetto bald eine gut spielbare Stellung mit aktiven Figuren, was zu ersten Angriffsversuchen gegen die schwarze Stellung führte, wonach er erfolgreich einen Bauer einsackte mit guten Aussichten. Schwarz hatte dennoch etwas Aktivität vorzuweisen, sodass sich beide Spieler hier auf ein friedliches Partieende mit Remis einigten. Soweit ein starker Auftakt!

Paarungen Runde 2
Nach dem Remis in der Vorrunde bekam es Ivan nun mit einem Gegner mit 1680 DWZ zu tun. Leider lief in der lang umkämpften Partie nach stark gespielter Eröffnung (Abtausch Caro-Kann) und Mittelspiel im Endspiel nicht alles rund, sodass hier eine Niederlage verbucht werden musste.

Paarungen Runde 3
Trotz der Niederlage aus Runde 2, blieb die Moral ungebrochen, was sich in einem wichtigen vollen Punkt manifestierte!
Die Partie startete mit einem wilden Winawer-Franzosen, in dem Ivan das schöne und bekannte Moiv des Läuferopfers auf h7 anbringen konnte, was ihm früh einen wichtigen Bauer und starken Angriff versprach. Kompromisslos brachte Ivan gekonnt seine Figuren in den Angriff ein und beendete diese starke Angriffspartie nach nur 21 Zügen!

Paarungen Runde 4
Beflügelt vom Sieg in der Vorrunde kam nun für Ivan der Ball richtig ins Rollen. Gegen einen weiteren, nach Papierform leicht unterlegenden Gegner, behauptete er sich erfolgreich, sackte einen wichtigen Punkt ein und schraubte sich somit erneut deutlich nach oben im Tabellenstand!
Diese Partie sah Ivan erneut auf der schwarzen Seite der Caro-Kann Eröffnung, in welcher sein Kontrahent eine etwas weniger stark frequentierte Variante im Vorstoßcaro wählte. Nach dem schlechten 9. cxd3 hatte Ivan die Karten in einer angenehmen Französich-artigen Stellung fest in der Hand, die er dank der Gegnerischen Taktikschwächen bald entscheidend verwertete.

Paarungen Runde 5
Nach der starken Punkteausbeute aus den Vorrunden bekam es Ivan nun mit einem 1580er zu tun. Die Begegnung verlief über 60 Züge umkämpft, jedoch endete mit zwei Königen am Ende des Gefechts die Begegnung im Remis.
Eröffnungstechnisch kam hier Italienisch aufs Brett. Ivans Gegner tappte auch hier in eine taktische Falle und musste bald einen Läufer aufgeben, schlug jedoch mit taktischen Verwicklungen zurück, aus denen er mit einem Mehrbauer hervorging. Figuren kamen vom Brett und bald stand eine theoretische Turmendspiel-Stellung an, die als Remis gilt. Ivan gelang die Verteidigung, womit die Partie in der Punkteteilung endete.

Paarungen Runde 6
Die sechste Runde lief leider nicht ganz rund. Gegen seinen 1630 DWZ schweren Gegner versuchte Ivan früh die Eröffnung mit der Skandinawischen Verteidigung zu bestimmen, was ihm eine einfache und gut entwickelte Stellung ohne Schwächen mit den schwarzen Steinen nach einigen Zügen bescherte. Nach dem ersten Figurentausch ließ Ivan jedoch eine solide Bauernwalze seines Gegner zu, woraus sich ein gedeckter Freibauer auf c5 manifestierte mit aktiven Figuren und guten Angriffsaussichten für Weiß am anderen Flügel. Die Drohungen wurden mit der Zeit zu stark und als ein gegnerischer Turm noch seinen Weg auf die 7. Reihe fand, sah es sehr düster aus. Kurz darauf fand sich Ivan in einem verlorenen Turmendspiel wieder, das er leider aufgeben musste. Der Gegner spielte hier einfach zu stark in einer unangenehmen Stellung - wir drücken Ivan für das Comeback in Runde 7 die Daumen!

Paarungen Runde 7
Typisch Ivan. Vorrundenniederlage weggesteckt und direkt gegen seinen 1500 DWZ starken Gegner den vollen Punkt eingesammelt!
Erneut kam für Ivan ein Italiener aufs Brett. Nach einigen Manövern hatte sich Ivan gute Vorposten für seine Figuren erkämpft und erneut entschied eine clevere, taktische Kombination mit Gewinn einer Figur die Partie für ihn.

Paarungen Runde 8
Auch in Runde 8 hielt sich Ivan gegen einen starken Gegner (1646). Die Partie endete schließlich im Remis.
Mit den schwarzen Steinen gab es erneut Caro-Kann. Dieses Mal jedoch die alte Hauptvariante, ein später Favorit von Karpov, mit Sd7. Beide Spieler erhielten eine gesunde Stellung, während Ivans kurze Rochade leider ein Fehltritt war und seinem Gegner bald erste Angriffsambitionen bescherte, welcher entsprechend den h-Bauer in einer Stellung mit heterogenen Rochaden vorwärts jagte. Ivan stürmte ebenso mit dem b-Bauer los, was jedoch recht langsam erschien, als sein Gegner eine Qualität für Angriff opferte, der sehr gefährlich aussah. Ivan hatte hier objektiv alle Hände voll zu tun, um die Stellung zusammen zu halten. Sein Gegner fand glücklicherweise nicht die beste Zugfolge und eine für Weiß objektiv gewonnene Stellung wurde deutlich spielbarer für Schwarz. Letztendlich remisierten die Spieler - ein für Ivan glückliches Ergebnis, zumal Weiß in der Endstellung trotz Qualität weniger die deutlich besseren Aussichten und vermutlich eine objektiv gewonnene Stellung hatte.

Paarungen Runde 9
Am Livebrett ging es am Freitag gegen einen 1640er mit den Schwarzen Steinen für Ivan los. Erneut kaum Caro-Kann mit Sd7 aufs Brett, jedoch spielte Ivan etwas zu schnell und übersah einen einfachen Doppelangriff, der seinem Gegner früh einen extra Bauer bescherte. Das nachfolgende Dc8 war leider auch nicht gut, wonach La6 dem weißen bereits spielentscheidenden Vorteil eingebracht hätte. Der Damentausch seines Gegnern hielt Ivan hingegen in der Partie - schön war es jedoch nicht. Etwas unsauber ging es auch weiter, wobei die schwarze Stellung nach wie vor keinen Spass bereitete und die Gegnerschaft mit einfachen Zügen und einem weiteren Bauerngewinn den Vorteil weiter ausbaute. Nachdem die Türme vom Brett kamen, stand Ivan in einem Endspiel mit 2 Bauern Nachteil und 2 potentiellen verbundenen Freibauern des Gegner pleite - lediglich die Zeit war auf seiner Seite. Unerwartet erlaubte sein Gegner jedoch hier einen Leichtfigurentausch, nachdem unterschiedlich farbige Läufer auf dem Brett standen, womit sie die Remisbreite immens erhöhte. Hierfür war jedoch genaues Spiel gefragt - 33...Lc1 hätte die gegnerischen Bauern dezimiert oder festgelegt, während Ivans 33...f5 seinem Gegner 34. c4 erlaubt hätte - was dieser aber nicht sah. Ivan erkannte nun den Plan, verlor aber durch f5 selbst wichtige Bauern am Königsflügel. Sein Gegner rutsche nochmals etwas aus, erhielt aber dennoch eine gewonnene Stellung mit 3 Bauern gegen einen einsamen Läufer, womit Ivan sich geschlagen geben musste. Eine unglückliche Partie. Nach zu schnellem Spiel in der Eröffnung war nicht mehr viel zu machen.

Paarungen Runde 10
Ivans Runde startete erneut mit einer Italienischen Partie - jedoch wählte Ivan eine Zugfolge ins Italienische Vierspringerspiel, die als einfacher Ausgleich für Schwarz nach 4...Sxe4! angesehen wird und teilweise für den Nachziehenden im Vorteil endet. Ivans Gegenüber (1230) kannte diesen Trick vermutlich nicht, sodass eine normale Partie entstand. Ivan ging bald mit der langen Rochade in den Angriffsmodus über, was objektiv der Stellung des Schwarzen den Vorzug gab. Die folgenden Züge waren von beiden Seiten etwas Stellungsuntypisch und ungenau, am Ende stand jedoch ein angenehmer Vorteil für unser Jugendtalent. Die Bewertung schwankte von Zug zu Zug weiterhin wild hin und her, als von beiden Spielern gute Chancen ausgelassen wurden. Am Ende war es jedoch Ivan, der zu ambitioniert spielte und sein 30. c4 war objektiv eher eine Angriffseinladung von Schwarz, als für ihn selbst. Sein Kontrahent nutzte seine Chancen jedoch nicht und patze bald darauf mit 33...cxb3, was Ivan bei richtigem Spiel eine absolute Gewinnstellung einbringen könnte. Ohne langes Zögern sah unser Taktiker die richtige Fortsetzung und die Partie endete wenig später mit Schachmatt! Ein wilde Achterbahnfahrt, in der alles offen war. Dieser wichtige Punkt kommt ihm sicher im Endstand zu gute.

Paarungen Runde 11
Die Schlussrunde verlief für unsere Jungs leider nicht wie erhofft. Ivan musste eine Niederlage gegen seinen 1500 DWZ starken Gegner wegstecken.

Dennoch schnitt er auf Platz 29 am Ende mit 5,5/11 besser ab, als sein Setzlistenplatz (31) es vermuten ließ, punktete sehr stark gegen schwächere Kontrahenten und schlug sich wacker gegen überlegene Gegner. Ein Blick in die Partien verrät, dass mit etwas konstanterem Spielfluss und mehr Ruhe noch deutlich mehr Potential zu Punkten hätte umgemünzt werden können.

U12 (58 Teilnehmer): Oliver Schwartz DEM U12
Oliver vor Runde 1
Oliver vor Runde 1

Paarungen Runde 1
Während Ivan in der U10 direkt gegen einen der Favoriten gepaart wurde, hatte Oliver eine (auf dem Papier) weniger gefährliche Begegnung mit einem 1400ter zum Turnierstart zu erwarten. In Jugendturnieren sollten Gegner nie unterschätzt werden, jedoch holte Oliver wie erwartet im Vorstoßfranzosen nach einer längeren Partie schließlich den vollen Punkt!

Paarungen Runde 2
In Runde 2 stand für Oliver eine Begegnung mit einem 1820 DWZ schweren Gegner am Livebrett an. Nachdem die Partie im beschleunigten Drachen auf Nebenpfaden ihren Lauf nahm, folgte ein kurzer Schreckmoment, als Oliver mit 10.... Db6 einen schwerwiegenden Eröffnungsfehler spielte, den sein Gegner jedoch mit 11. b4 glücklicherweise nicht bestrafte (11. c5 hätte bereits einen großen Weißen Vorteil eingebracht). Die anschließende Stellung sah gesund aus mit gegenseitigen Chancen und die Partie endete zeitnah in einem versöhnlichen Remis.

Paarungen Runde 3
Die Dritte Runde hielt einen, mit nahezu 2000 DWZ, bärenstarken, bekannten Gegner für Oliver am Livebrett bereit. Mit den weißen Steinen führte Oliver die Partie in den offenen Sizilianer, woraus sich eine typische Maroczy-Stellung des Beschleunigten Drachen entwickelte. Im Partieverlauf behielt Oliver einen kleinen, aber stabilen positionellen Vorteil, der typisch für diesen Stellungstyp ist, während sein Gegner weiter auf der Uhr ins Hintertreffen geriet. Nach einigen Zügen schien die Partie ausgeglichen und beide Spieler einigten sich auf ein Remis.

Paarungen Runde 4
Erneut am Livebrett und erneut mit einem äußert DWZ-gewaltigen (1940) Gegner konfrontiert, begab sich Oliver eröffnungstechnisch mit den schwarzen Steinen erneut in einen Beschleunigten Drachen. Obwohl kein Maroczy aufs Brett kam, wollte Oliver die Eröffnung nicht im eigenständigen Fahrwasser des Beschleunigten Drachen halten und entschied sich dazu in den normalen Sizilianischen Drachen mit 8... d6 überzugehen, was seinem Gegner die Möglichkeit eröffnete den (für beide Seiten) sehr aggressiven und gefährlichen Yugoslawischen Angriff mit heterogenen Rochaden einzuleiten, womit Olivers Gegner bald einen guten Angriff aufzog, jedoch etwas unsicher war wenn es darum ging den Abzug zu drücken. Dadurch öffnete sich das Zentrum und die akute Mattgefahr nahm drastisch ab, jedoch behielt Weiß hier stets einen kleinen Vorteil. Nach dem Abtausch eines Leichtfiguren- und Turmpaares spielte Olivers Gegner mit 35. Ke2 einen Fehler, der Oliver mittels 35...Sd4+ deutlichen Vorteil versprach, da der c2-Bauer aufgrund des Röntgenfesselung auf der d-Linie nicht mit dem König gedeckt werden kann. Dieses Motiv war allerdings schwer zu sehen. Es würde 36... e6 folgen und ein Abzugschach mit dem Springer. Leider fand Oliver nicht die richtige Zugfolge und rutschte in Folge dessen in eine deutlich schlechtere Stellung ab.Als es schon fast aussichtslos aussah, kämpfte Oliver verbissen weiter und aktivierte seine Figuren. In den nachfolgenden Zügen gelang es ihm geschickt die gegnerischen Bauern am Königsflügel zu dezimieren und sich eigenen eigenen, gefährlichen Freibauer zu erkämpften, der das Brett hinunter donnerte. Für seinen Gegner kam es sogar noch übler, als Oliver dessen weit vorgerückten Freibauer eroberte und nun drohte das Materialverhältnis gänzlich auszugleichen. Beide Seiten besaßen nun kaum noch Material und die resultierende Stellung erschien sehr ausgeglichen, womit die Partie Remis endete. Eine großartige Kämpferpartie wurde schließlich belohnt.

Paarungen Runde 5
Sizilianischer Drache zum Frühstück
Sizilianischer Drache zum Frühstück
Die DEM scheint sich langsam aber sicher in ein Thementurnier für Oliver zu verwandeln. In seiner Partie gegen einen 1800ter kam erneut der (Hyper)beschleunigte Drache aufs Brett, mit dessen geschickt gewählter Zugfolge der Kontrahent kein Maroczy von Weiß zuließ. Es entstand eine bekannte Stellung aus dem normalen Drachen, mit einem Mehrtempo für Schwarz, wodurch die Stellung für den Nachziehenden als sehr angenehm zu bewerten ist. Das Eröffnungsduell ging hier also leider an Olivers Gegenüber und unser Nachwuchsspieler hatte in der resultierenden Stellung allerhand Probleme, da die normalen Theoriezüge aus dem Drachen mit einem Minustempo oft direkt verloren! So landete Oliver nach der langen Rochade leider bereits in einer Verluststellung. Sein Kontrahent nutzte dies jedoch mit seinem 11... e6 nicht aus - 11...Lxc3 mit folgendem Da5 wäre bereits Pleite für Weiß gewesen. Keiner der beiden Spieler sah die Idee, sodass Oliver sich plötzlich nach ein paar Zügen in einer gesunden Stellung wiederfand. Vermutlich von der Eröffnungsphase irritiert stolperte unser Nachwuchsspieler leider mit 15. Kb1 erneut, was sein Gegner mit Td8 und entscheidendem Angriff hätte ausnutzen können... was dieser aber übersah. Die gewählte Fortsetzung von Schwarz hatte jedoch die konkrete taktische Drohung auf b2 zu schlagen (oder auch nicht...), was Oliver erlaubte ...was sein Gegner übersah. Das gespielte Db4 war jedoch leider mehr als ausreichend und der weiße König zu schutzlos, sodass Oliver eine volle Figur abgeben musste und damit kurz darauf die Partie. Der Mittwoch Morgen lief einfach nicht rund für unsere Jungs. Trotz der unschönen Niederlage war diese Partie schachlich aber sicherlich wichtig, zumal Oliver diese Stellungen gern mit beiden Farben auf dem Brett hat.

Paarungen Runde 6
Runde 6 begab sich auf bekannte Pfade und es sah fast danach aus, als wären wir erneut auf dem Weg in die Drachenhöhle, als Olivers Gegenüber (1480 DWZ) mit 3. d3 noch einen Rückzieher machte. Oliver wählte den Botvinnikaufbau gegen den geschlossenen Sizilianer und leitete bald den ersten Bauernhebel mit 9... f5 ein. Die resultierende Stellung erschien ausgeglichen, jedoch spielte Oliver etwas zu langsam und versuchte künstlich den Damenflügel in Gang zu setzen, während sich seine eigene Dame abseits verkroch. Diese Zeit nutzte sein Gegner um am Königsflügel Raum und Felder zu erkämpfen, was ihm zeitnah mit schönen Vorposten und den besseren Leichtfiguren einen spürbaren Vorteil einbrachte. Dieser Vorteil wurde jedoch durch das ungenaue 25. Lxf5 zunichte gemacht, wonach die weiße Dynamik aus der Stellung verschwand und wieder Gleichgewicht einkehrte. Wenig später war es Oliver, der sich die besseren Felder erkämpfte und es sah so aus, als würde die Partie zu seinen Gunsten kippen, als beide Spieler ein Endspiel mit jeweils 7 Bauern, Turm und Dame begannen. Die Stellung war nun nahe am Gewinn für Oliver, der sich die offene e-Linie gesichert hat und nun mit dem Turm in die Stellung vorzudringen drohte. Angesichts des deutlichen Zeitnachteils verständigten sich die beiden Spieler hier jedoch auf Remis, was für Olivers Gegner sicher eine große Erleichterung war. Nun gilt es Kraft zu tanken und Morgen in aller Frische zurückzuschlagen.

Paarungen Runde 7
Ein neuer Tag, eine neue Runde, der selbe Drache. Der Trend setzte sich auch in Runde 7 fort. Oliver führte die weißen Steine. Als sein Kontrahent (1600) in einen beschleunigten Drachen einlenkte, wählte Oliver erneut den soliden Maroczy-Aufbau. Nachdem beide Seiten ihre Figuren entwickelt hatten und Leichtfiguren getauscht wurden, entstand ein typisches Stellungsbild mit Raumvorteil für Weiß. Weitere Abtauschaktionen kamen Schwarz zu Gute, der nun mehr Platz für seine übrigen Figuren erhielt, jedoch hielt sich trotz beidseitiger, kleiner Ungenauigkeiten ein grobes Gleichgewicht. Als die Damen vom Brett kamen, sah es immer noch ausgeglichen aus, wobei Oliver langfristig ein minimales Plus in Form des Läuferpaares vorzuweisen hatte. Schlussendlich unternahm keine der beiden Seiten das riskante Unterfangen den Einsatz mit einem aktiven Plan zu erhöhen, womit die Partie im Remis endete.

Paarungen Runde 8
Runde 8 begab sich nach 1.e4 c5 auf den Pfad ins vertraute Drachenland - doch Olivers Gegner (1630) hatte anderes im Sinn. 2. b3 brachte beide Spieler in kreative Fahrwasser, wobei der weiße Aufbau mit Tb1 sehr langsam und etwas fragwürdig aussah. Oliver erhielt bald eine gute Stellung mit deutlichem Vorteil, vergab allerdings etwas hiervon, indem er nicht energisch genug die schlechte weiße Koordination ausnutzte. Die Partie blieb weiterhin klar vorteilhaft für Oliver, der nun in Folge einige der stärksten Züge fand, wonach sein Kontrahent regelrecht mit dem Rücken zur Wand stand. 34. g3 war schließlich ein schwerwiegender Fehler und Olivers Übermacht auf den weißen Feldern mit Angriff sollte objektiv die Partie beenden. Zug 38 brachte jedoch die Wende. In dieser Stellung war es etwas schwierig den Zug Te7 oder Te6 zu finden, die das mögliche Schachgebot auf e8 aushebelten und somit der weiße Turm nicht schlagen durfte, aufgrund der Mattdrohung auf g2. Olivers gewähltes Abspiel hatte den eigenen Turm noch auf e8 stehen, wodurch der Turmtausch erzwungen wurde und die Stellungsbeurteilung sich plötzlich von einem absoluten Gewinn zu einem kleinen Vorteil wandelte, welcher nach dem Damentausch noch weiter schrumpfte. Das anschließende Endspiel war trotz Läuferpaar grob ausgeglichen, da die Stellung geschlossen war und beide Spieler einigten sich auf Remis. Eine starke Partie, die eigentlich im vollen Punkt hätte enden sollen. Eine kleine Feinheit entschied hier über das Endresultat.

Paarungen Runde 9
Die finale Runde am 15. Juni bestritt Oliver mit den weißen Steinen gegen einen 1650er. Nach der Eröffnungsphase stand eine normale Italienischstellung auf dem Brett, in der Oliver früh mit 11. g4 zum Angriff überging. 13. Sh5 war der erste kleine Schritt in die falsche Richtung, denn Schwarz hätte mit d5 im Zentrum aktiv werden können, mit Vorteil. Sein Gegner verwarf jedoch diese Idee, sodass Oliver bald selbst d4 durchsetzen konnte, mit einer ausgeglichenen Stellung und gegenseitigen Chancen. Olivers Bauernopfer mit 18. 0-0-0 war stark und in der entstehenden Stellung hätte er mit etwas mehr Mut durch 20. h4 oder e5 mit direkten Angriffsoptionen die besseren Aussichten gehabt. Leider entschied er sich nach einem ungenauen schwarzen Zug für 21. Dd2, was Schwarz mit direktem Angriff oder dessen Vorbereitung wieder ans Ruder gelassen hätte. Glücklicherweise vergab Olivers Gegner diese Möglichkeit mit 21. De8, wonach Olivers einzige Chance aus Gegenspiel mit h4 bestand - was er leider nicht spielte. Sein Gegner fand nun den starken Zug 22...Lc4 und spielte in den folgenden Zügen sehr stark weiter, wodurch Oliver objektiv in einer Verluststellung landete, da 26...b4 mit durchschlagendem Angriff hätte folgen müssen. in einer Stellung mit gegenseitigem direktem Angriff galt es nun mit sehr wenig Zeit genau zu rechnen - Olivers Kontrahent konnte 26...b4 jedoch nicht finden. Nun kämpfte sich Oliver erfolgreich zurück in die Partie, als Schwarz mit 28....Kf8 in Zeitnot einen Fehler spielte, der das Blatt hätte wenden können. 29. Th5 hätte Oliver klaren Vorteil versprochen. Angesichts der davonschwindenden Zeit, fanden hier jedoch beide Spieler nicht die besten Züge.Nach einigen Abtauschaktionen war die Stellung ausgeglichen und endete im Remis.

Somit beendete Oliver seine DEM auf Platz 27 mit 4,5/9 Punkten, etwas hinter seinem Setzplatz (23) und mit den meisten Remis (7 Remis aus 9 Runden) in der U12. Viele der Partien waren hart umkämpft und Oliver schlug sich wacker, jedoch spielte oftmals die knappe Zeit und damit verbunden die ein oder andere vergebene Möglichkeit die entscheidende Rolle und kostete schlussendlich wichtige halbe Punkte. Die Partien waren eindeutig lehrreich und bieten vor allem für Drachenstellungen einiges an Analysematerial.

Schachfieber

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von Christian Göppinger am Freitag 31.5.2019 10:31
Erfolgreiche Königsjäger in Tamm <br />R. Walter, O. Schwartz, I. Chugunov und O. Grube
Erfolgreiche Königsjäger in Tamm
R. Walter, O. Schwartz, I. Chugunov und O. Grube

Der Mai endete für unsere Schachenthusiasten stürmisch und ereignisreich.
Von Turnier zu Turnier gab es wenige Verschnaufpausen - sowohl für die Spieler, als auch den Pressewart.

33. Tammer Jugendopen

Obwohl ein Teil unserer Jugendabteilung gerade erst von den Deutschen Schulschachmeisterschaften zurückgekehrt ist, ging es direkt mit Schnellschach weiter. Am 30. Mai zog es vier unserer Jugendspieler zum 33. Tammer Jugendopen. Mit 20 Minuten Bedenkzeit pro Spieler und Partie mischten sie hier ihre Altersklassen über 7 Runden hinweg kräftig auf und ergatterten allesamt einen Platz auf dem Siegerpodest.

In der Altersklasse U12 legte I. Chugunov mit 5 Punkten und dem dritten Platz stark vor - wurde jedoch von R. Walter mit 5,5 Punkten noch knapp überholt, welcher sich somit den starken zweiten Platz sicherte.
Auch in den höheren Altersklassen setze unser Vereinsnachwuchs der Gegnerschaft kräftig zu.
O. Schwartz pflügte ohne eine einzige Verlustpartie durch das 20 Spieler starke Feld der U14, was ihm mit 6,5 Punkten den klaren ersten Platz mit deutlichem Vorsprung sicherte.
In der U16 verlief das Turnier für O. Grube ebenfalls großartig, welcher mit 3 Punkten den ersten Platz der U16 belegte.


Internationale Stuttgarter Stadtmeisterschaft

Auch in Stuttgart ließ sich Ostfildern nicht zweimal bitten. Bei den Stuttgarter Stadtmeisterschaften ging es ab dem 30. Mai den gegnerischen Klötzen an den Kragen. H. Krämer, F. Dörr, H. Käfer und C. Rodewald schnupperten hier kräftig Schachluft und ließen es sich nicht entgehen abseits ihrer eigenen Runden einen Blick über die Schulter der zahlreichen Titelträger im A-Turnier zu werfen.

Endstand nach 7 Runden
H. Krämer (3/7)
F. Dörr (3,5/7)
C. Rodewald (3,5/7)
H. Käfer (4,5/7)