WJEM 2019

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von Christian Göppinger am Montag 22.4.2019 22:24
Bei den diesjährigen Württembergischen Jugend-Einzelmeisterschaften wagt sich unsere Schachjugend wieder am 23. April in Würzburg ins Turniergetümmel.

Folgende Nachwuchstalente gehen hier für Ostfildern an den Start:

U10 Ergebnisse der U10
Ivan Chugunov (Setzlistenplatz 3/32) - (Endplatzierung 3/32)

U12 Ergebnisse der U12
Oliver Schwartz (Setzlistenplatz 4/35) - (Endplatzierung 1/35)
Romeo Walter (Setzlistenplatz 12/35) - (Endplatzierung 13/35)

U14w Ergebnisse der U14w
Valeria Chugunova (Setzlistenplatz 12/13) - (Endplatzierung 12/13)

U16 Ergebnisse der U16
Can Kilinc (Setzlistenplatz 10/26) - (Endplatzierung 6/26)
Olaf Grube (Setzlistenplatz 14/26) - (Endplatzierung 19/26)
Florian Dörr (Setzlistenplatz 23/26) - (Endplatzierung 11/26)

Runde 1
Am 23. startete die Auftaktrunde nach erfolgreich überstandenem Anmeldungsgetümmel. Da zum Beginn üblich sehr DWZ-unausgeglichene Paarungen entstehen, wurden die Erwartungen zumeist Realität, während von unserer Seite jedoch eine faustdicke Überraschung stattfand!
I. Chugunov siegte in der U10, während es hier in seiner Altersklasse „blutig“ zur Sache ging und keine einzige Partie im Remis endete! Auch für O. Schwartz und R. Walter verlief die erste Runde der U12 gut und beide sackten einen vollen Punkt ein, während V. Chugunova in der U14w leider gegen ihre 200 DWZ überlegene Gegnerin die Partie abgeben musste. In der U16 siegte C. Kilinc als DWZ-Favorit, während O. Grube gegen fast 500 Punkte Übermacht das Handtuch werfen musste. Die kleine Sensation lieferte jedoch F. Dörr, der gegen seinen ebenfalls fast 500 DWZ überlegenen Gegner den vollen Punkt erspielte!

Runde 2
In der U10 setzte sich der kämpferische Trend aus der Auftaktrunde fort, dieses Mal fand jedoch zumindest ein Remis den Weg auf die Spielberichtskarte. I. Chugunov bekam es hier erneut mit einem etwas schwächer gesetzten Gegner zu tun und errang den zweiten vollen Punkt. Auch innerhalb der U12 wurden alle Partien bis auf eine ohne Gefangene beendet. O. Schwartz setzte sich als Favorit in seiner Begegnung durch, während R. Walter angesichts der gegnerischen 400 Punkte Übermacht leider den Kürzeren zog. Für Ostfilderns Frauenpower lief Runde 2 innerhalb der U14w leider nicht wie erhofft, sodass sich V. Chugunova letztendlich geschlagen geben musste. Für C. Kilinc stand in der U16 währenddessen eine Bewährungsprobe gegen einen der Favoriten an, gegen den er jedoch trotz der 300 Punkte Unterschied einen kühlen Kopf bewahrte und die Partie in den sicheren Remishafen einlenkte. Auch O. Grube kämpfte hier stark und trumpfte schlussendlich mit einem vollen Punkt auf. F. Dörr begab sich währenddessen nach seinem eindrucksvollen Auftaktsieg erneut in einen Kampf im Stil von David gegen Goliath, welcher dieses Mal jedoch mit einem Sieg seines 600 Punkte überlegenen Gegners endete.

Runde 3
Die Wogen waren in Runde 3 wild. I. Chugunov erlitt in der U10 unerwartet in seiner Begegnung Schiffbruch, während die Runde in der U12 für R. Walter ebenso unerfreulich in Seenot endete. O. Schwartz hingegen blieb mit einem weiteren Sieg klar auf Kurs, während V. Chugunova mit einer spielfreien Runde innerhalb der U14w das Geschehen vom rettenden Ufer aus gemütlich betrachten konnte. In der U16 hatte sich C. Kilinc ebenso gegen einen der Turnierfavoriten ins Rettungsboot geflüchtet, wurde jedoch zeitnah durch die gegnerische Übermacht versenkt, während sich O. Grube und F. Dörr zäh ans Treibholz klammerten und ihren überlegenen Gegnern schließlich jeweils einen halben Punkt abnahmen.

Runde 4
Nach der unfreiwilligen Seenot aus der Vorrunde hatte sich I. Chugunov glücklicherweise erholt und schlug in Runde 4 der U10 erfolgreich mit einem krachenden Sieg zurück, was ihn wieder zurück ins Rennen um den Gruppensieg katapultierte. Auch für unsere beiden Spieler innerhalb der U12 lief die Runde hervorragend. O. Schwartz legte mit einem weiteren Sieg kräftig nach und führte nun mit 4/4 die Gruppe an, während auch R. Walter mit einem vollen Punkt auftrumpfte, was ihn zwischenzeitlich im Mittelfeld platzierte. Auch für V. Chugunova ging es in der U14w aufwärts. Nach der kleinen Verschnaufpause in der Vorrunde erspielte sie nun ein psychologisch wertvolles Remis.
Eine weitere kleine Sensation gab es in der U16 zu bestaunen, als O. Grube seinen 600 Punkte überlegenen Gegner unbeeindruckt überwältigte. Ebenfalls erfolgreich war hier C. Kilinc, der einen weiteren wichtigen Sieg verbuchte. Währenddessen musste F. Dörr leider eine Niederlage einstecken, spielte aber weiterhin deutlich über seiner Wertungszahl, was sich mit Platz 15 auch im Zwischenstand wiederspiegelte.

Runde 5
Einen krachenden Start in den Morgen lieferten unsere Jugendtalente am 26. April ab. I. Chugunov fand nach dem kleinen Ausrutscher in Runde 3 wieder seinen Spielfluss und erbeutete einen weiteren vollen Punkt und somit zwischenzeitlich Platz 3 innerhalb der U10. Für O. Schwartz fand die spektakuläre Siegesserie mit einem Remis allerdings ein Ende, wobei er nach wie vor ungefährdet mit einem halben Punkt Vorsprung die U12-Gruppe anführte, während sein Kollege R. Walter sich mit einem Sieg weiter nach vorn auf Platz 11 verbesserte. V. Chugunova hatte währenddessen in der U14w schwer zu kämpfen und musste leider zum Rundenende hin ihre Partie aufgeben. Umkämpft ging es auch in der U16 zur Sache, bei der ersten Ostfildern-internen Begegnung des Turniers zwischen C. Kilinc und O. Grube, aus der C. Kilinc schließlich als Sieger hervorging. Zeitgleich bearbeitete Kollege F. Dörr einen der angeschlagenen Favoriten des Turnier, der bereits in einer früheren Runde gegen O. Grube unterlag und sicherte sich trotz der 700! DWZ Wertungsunterschied den vollen Punkt, was zu seinem Ruf als Riesentöter weiterhin beitrug.

Runde 6
Ein starker Schlussspurt sicherte in der zweiten Runde des Tages unseren Spielern vielversprechende Aussichten. Innerhalb der U10 nahm I. Chugunov zunehmend Fahrt auf, siegte in seiner Partie an Tisch 1 und gesellte sich somit mit 5 Punkten in die Gruppe der insgesamt 4 Führenden (Platz 2 nach Feinwertung). Auch für O. Schwartz lief es in der U12 optimal. Dank einem erneuten Sieg an Tisch 1 behielt er die Gruppenführung mit einem halben Punkt Vorsprung bei, während R. Walter seine Partie mit einem friedlichen Remis und Platz 13 beendete. Auch V. Chugunova, die sich bislang in der U14w etwas schwer tat erspielte einen wichtigen vollen Punkt. In der U16 wurden in der Zwischenzeit etwas kleinere Brötchen gebacken. O. Grube konnte leider gegen seinen starken Gegner nicht bestehen, während C. Kilinc (nun Platz 5) und F. Dörr (Platz 13) mit einem soliden Remis jeweils ihre letzte Runde des Tages friedlich beendeten.

Runde 7
Mit Runde 7 brach der finale Spieltag am Samstag an. In der U10 beendete I. Chugunov seine Partie am Spitzenbrett mit einer Punkteteilung, was ihm letztendlich dank besserer Feinwertung den dritten Platz mit 5,5 Punkten sicherte! Ebenfalls einen friedlichen Abschluss fand die Partie von O. Schwartz in der U12, was nach einem bärtenstark gespielten Turnier den klaren ersten Platz (und den Meistertitel) mit 6 Punkten ohne Niederlage bedeutete! Harmonie stellte sich nach einem langen, kräftezehrenden Turnier auch am Brett von R. Walter ein, der den Punkt mit seinem Gegner teilte und mit Platz 13 und den 4 erspielten Zählern sein Turnier beendete. V. Chugunova hatte währenddessen in der U14w erneut eine schwere Partie zu verteidigen, die am Ende leider zu ihren Ungunsten sich entfaltete. In der U16 schien die Friedenspfeife inzwischen ebenfalls angekommen zu sein, sodass C. Kilinc (4,5 Punkt, Platz 6) sowie F. Dörr (3,5 Punkte, Platz 11) jeweils ihre Partie mit einem Remis beendeten, während Kollege O. Grube (2,5 Punkte, Platz 19) leider noch zum Schluss die weiße Fahne gegen ein weiteres DWZ-Schwergewicht zücken musste.

Wie so häufig im Jugendschach erlebten unsere Jugendspieler im Laufe des Turniergeschehens beide Seiten der Medaille, behielten aber ihren Kampfgeist bis zur letzten Runde bei.

O. Schwartz und I. Chugunov konnten erneut zeigen, welches Potential in ihnen steckt und profitierten nicht nur von ihrer Spielstärke, sondern auch der bereits gesammelten Turniererfahrung. Beide haben sich mit ihrer Platzierung erfolgreich für die Deutsche Meisterschaft qualifiziert!
Auch F. Dörr setzte ein klares Zeichen, dass in ihm deutlich mehr schlummert, als die trügerische Zahl auf dem Papier vermuten lässt, während sich C. Kilinc gegen ein extrem starkes Teilnehmerfeld behauptete und ebenfalls über den Erwartungen das Turnier beendete.