vom Auf und Ab bei der DVM-U14

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von Jürgen Gatter am Freitag 25.6.2021 14:22
Tja, leider war die gestrige Nachmittagsrunde dann nicht so toll. Die Kämpfer fanden nie so recht ins Spiel und so setzte es eine unerwartete und heftige 0,5-3,5 Niederlage. Das konnte am heutigen Morgen mit einem glatten 4:0 gegen das Ranglistenschlusslicht Weingarten wieder ausgebügelt werden, so dass wir aktuell auf dem 16.ten Platz zu finden sind.

Leider fanden die Partien gegen Weingarten an den Brettern statt, über die der Mantel des Schweigens gelegt wird (nur 8 der 10 Mannschaftskämpfe werdenn online übertragen), so dass sich die Berichterstattung erstmal auf die Partien gegen Düsseldorf beschränken muss. Eventuell können Eindrücke über die Weingärtner' Partien noch nachgereicht werden.

Los ging es gegen Düsseldorf mit einem schnellen Remis durch Dauerschach an Brett 4. Da Leons Gegner doch über ein paar DWZ-Punkte verfügt und der Computer die schwarze Stellung auch klar bevorzugt, ist die implizite Remis-Annahme durch den Düsseldorfer Spieler doch eher verwunderlich.

Sofern man den online-Partiedaten trauen kann, hatte die Partie von Romeo gleich mal einen Zugverdreher und nacheinander weigerten sich beide Spieler einen eigentlich eingestellten Bauern rauszumopsen. Stattdessen wurde weitergespielt als wäre nichts gewesen, was sich dann zu einer Standard französischen Verteidigung entwickelte. Vielleicht doch eine Spur zu schnell gespielt in der Eröffnung, auch hier gibt es manchmal unerwartete Chancen und Risiken.

In der Folge fordert der Computer den Standardabtausch auf d4 als Pflichtprogramm und die Tatsache, dass Romeo den geschlagenen Bauern auf c5 nicht zurücknehmen wollte, stösst auf komplettes Unverständnis seites des mechanische Kollegens. Für ihn war damit der Käs gegessen, Bauer weniger und keine gute Stellung. Der Rest war dann sozusagen Spiel auf ein Tor mit zu erwartendem Ergebnis.

Ivan spielte gegen den sehr jungen Tom Dordevic (U11). Die Materialkonstellation war komplex (Ivan hatte 2 Figuren gegen Turm und 2 Bauern), aber wohl näherungsweise ausgeglichen. Leider kippte die Partie mit dem 31.ten Zug, der die schwarzen Drohungen nicht voll entkräften konnte. Danach war es dann schnell vorbei.

Oliver musste sich gegen Philipp Klaska in einer komplizierten Angriffsstellung auseinandersetzen. Weiss hatte den König in der Mitte, griff aber mit Bauern auf g4 und h4 die schwarze Fiancetto-Königsstellung an. Die auf a2 eingedrungene Dame hätte wohl besser mit Schach auf b1 die Lage verkompliziert und/oder den wichtigen Springer auf d4 abgetauscht, anstatt den Bauern auf b2 direkt einzusacken. Nach der gespielten Zugfolge erwies sich leider der weisse Positionsdruck als durchschlagskräftiger und der volle Punkt blieb beim Gegner.

Heute nachmittag wartet mit Schachfreunden Brackel aus dem Ruhrpott wieder ein starker Gegner, als Ranglisten-Siebter bringt er im Schnitt etwa 100-DWZ Punkte mehr mit auf die Waage.

An der Tabellespitze liegen aktuell mit 3 Mannschaftssiegen die beiden Berliner Vereine Königsjäger Süd-West und Borussia Lichtenberg sowie die Schachfreunde aus Karlsruhe.